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Январь
2019

Mannheim: So steht es um die Rumänen und Bulgaren in der Stadt

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Von Gerhard Bühler

Mannheim. Auch wenn es um das Thema in jüngster Zeit etwas ruhiger geworden ist: Nach wie vor kommen viele Zuwanderer aus Südosteuropa nach Mannheim, um dort ein neues Leben zu beginnen. Offiziell sind derzeit rund 11.000 Bulgaren und Rumänen in der Stadt gemeldet, ihre tatsächliche Zahl dürfte deutlich höher sein.

Warum ist Mannheim bei den Südosteuropäern so beliebt? Die Stadt gehört zu einer Gruppe von 16 großen Kommunen, davon die meisten in Nordrhein-Westfalen, die besonders von der Zuwanderung betroffen sind. Sie sind über den Deutschen Städtetag miteinander vernetzt und haben schon vor einiger Zeit gegenüber der Bundesregierung auf die schwierige Situation hingewiesen und um finanzielle Hilfe gebeten. In Mannheim docken die Zuwanderer an bereits vorhandene Netzwerke von Bulgaren und Rumänen an. Manche Südosteuropäer sind Roma, geben sich aber nicht als solche zu erkennen, um keine Nachteile zu erleiden. Belastbare Zahlen hat die Stadtverwaltung nicht. Unter den Bulgaren gehören einige zu einer türkischsprachigen Minderheit und kommen mit ihrem Türkisch in Mannheim recht gut zurecht. Zudem gibt es in der Metropolregion auch für ungelernte Menschen Jobs, zum Beispiel als Erntehelfer. Viele Südosteuropäer haben keine oder nur eine geringe Schulbildung geschweige denn einen Berufsabschluss. Die Rumänen haben einen etwas höheren Bildungsgrad als die Bulgaren.

Was tut die Stadt, um Bulgaren und Rumänen zu integrieren? Generell tut sie viel in den Bereichen Wohnen, Arbeit, Sprache oder Schulbildung. Im Dezember hat der Gemeinderat beschlossen, das Projekt Anima ("Ankommen in Mannheim") fortzusetzen. In der ersten Phase konnten muttersprachliche Berater den Zuwanderern in mehr als 3000 Fällen Tipps und Hilfen geben. Die Kosten des Programms in Höhe von 750.000 Euro werden zu 95 Prozent von der EU und vom Bund getragen. "In der zweiten Projektphase legen wir den Schwerpunkt auf Familien und Kinder", sagt der städtische Integrationsbeauftragte Claus Preißler.

Denn längst kommen nicht mehr nur Männer auf der Suche nach Arbeit in Mannheim an. Unter den Zuwanderern seien etwa 2000 Kinder, so Preißler. Von 800 Kindern unter sieben Jahren gehen derzeit nur 115 in eine Kita. Von den schulpflichtigen Kindern besuchen etwa 90 Prozent eine Bildungseinrichtung. In speziellen Klassen erhalten sie dort zunächst Deutschunterricht, der vom Land finanziert wird. Eine ganze Reihe wichtiger Integrations- und Hilfsmaßnahmen bezahlt die Stadt dagegen selbst und hat dafür einen "Integrationsfonds Südosteuropa" mit 300.000 Euro pro Jahr aufgelegt. 600 Kinder und Jugendliche erhalten darüber pro Schuljahr eine besondere Förderung.

Wo leben die Zuwanderer? Laut Stadt konzentrieren sich die Südosteuropäer noch immer zu mehr als 50 Prozent in den Stadtteilen Neckarstadt-West und Innenstadt/Jungbusch. Wegen der mitunter untragbaren Wohnverhältnisse und Mietwucher haben Stadt und Polizei seit 2013 rund 150 Problemimmobilien identifiziert und überprüft. Inzwischen sind 25 Gebäude dichtgemacht worden. "Aktuell gibt es keine krassen Auswüchse mehr, die Häuser sind nicht mehr so schrottig", berichtet Preißler. Doch noch immer gebe es Überbelegungen oder sei der Brandschutz mangelhaft.

Bleiben alle Zuwanderer dauerhaft in Mannheim? Nein. Zwar melden sich rund 200 Südosteuropäer monatlich in Mannheim neu an. "Die Fluktuation ist aber hoch. Der größte Teil geht wieder weg", weiß Preißler. Teils liegt es an befristeter Arbeit, nach deren Ende gehen die Zuwanderer in ihr Heimatland zurückkehren. Andere können in Mannheim nicht Fuß fassen und versuchen es woanders in Deutschland. Wenn es auch dort nicht klappt, kommen sie wieder. Das sind laut Stadtverwaltung circa 25 Prozent dieser Menschen. "Dauerhaft haben wir einen Anstieg von 600 bis 1000 Menschen pro Jahr", weiß Preißler.

Wie viele Südosteuropäer erhalten Hartz-IV? Einen vollen Anspruch auf Sozialleistungen habe nur, wer sich seit mindestens fünf Jahren in Deutschland aufhalte, sagt Sozialamtsleiter Hermann Genz. "Aber schon bei einem Minijob können aufstockende Leistungen zur Existenzsicherung beantragt werden", erläutert er. Nach aktuellen Zahlen vom Dezember waren 1790 Bulgaren und 419 Rumänen Bezieher von Hartz-IV-Leistungen. Das sind rund 15 Prozent mehr als vor zwei Jahren. Weil bei vielen Südosteuropäern die Fünfjahresfrist abläuft, erwartet Genz für dieses Jahr eine deutliche Steigerung der Anträge.

Allerdings müsse dafür der Aufenthalt lückenlos nachgewiesen werden. "Sorgen macht uns, dass 3500 bis 4000 Zuwanderer zwar in Mannheim gemeldet, jedoch weder als Erwerbstätige noch als Leistungsempfänger registriert sind", sagt Preißler. "So ist für uns nicht nachvollziehbar, ob diese Menschen sich wirklich in Mannheim aufhalten und wie sie ihren Lebensunterhalt bestreiten." Die Stadt geht hier teilweise von kriminellen Strukturen aus.

Wie sehen diese aus? Bekannt ist, dass Schlepper- und Schleuserbanden die Not und fehlenden Sprachkenntnisse ihrer Landsleute skrupellos ausnutzen. Schon 2011 wurde deshalb eine "Arbeitsgruppe Südosteuropa" bei der Stadt und eine "Besondere Aufbauorganisation Südosteuropa" bei der Polizei gegründet. Wenn Rumänen und Bulgaren in Mannheim angekommen sind, werden sie häufig als Scheinselbständige für Arbeiten auf Baustellen eingesetzt - meist extrem schlecht bezahlt. Die Betroffenen können sich gegen die Ausbeutung kaum wehren. Häufig verschulden sie sich. Denn für Vermittlungen und "Beratungen" werden neu Zugewanderten oft hohe Beträge von "Mittelsmännern" abverlangt.







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