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Январь
2019

Bundeswehrdepots: Friedensbewegung gießt Wasser in den Wein in Walldürn und Hardheim

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Walldürn/Hardheim. (dpa/rüb) "Es war ein langer Wunsch von uns, der nun wahr wird" (Günther) und "Wir freuen uns riesig über diese wichtige Nachricht" (Rohm). So wie die Bürgermeister Markus Günther (Walldürn) und Volker Rohm (Hardheim) haben auch Bundestagsabgeordneter Alois Gerig (CDU) und Landrat Dr. Achim Brötel erfreut auf die Entscheidung der Bundeswehr reagiert, das Materiallager in Hardheim und das Munitionsdepot in Altheim zu reaktivieren. Die Reaktivierung militärischer Anlagen im Land stößt aber nicht überall auf Zustimmung: Die Friedensbewegung hat in einer Stellungnahme Kritik geübt.

Zwar begrüßen die betroffenen baden-württembergischen Kommunen die Entscheidung des Bundesverteidigungsministeriums unisono. Immerhin fließen insgesamt 42 Millionen Euro nach Walldürn, Hardheim und Pforzheim. Aber Friedensbewegte hadern mit der neuen Entwicklung. Sie wenden sich gegen eine Aufrüstung der Truppe.

Anders als die Kommunalpolitik bewertet das Netzwerk Friedenskooperative in Bonn die Wende durchweg negativ. Koordinator Christian Golla sagt: "Wir wenden uns gegen eine weitere Aufrüstung der Bundeswehr." Das sei nicht der richtige Weg für Konfliktlösungen. Zivile Konfliktlösungen wirkten nachhaltiger als Militäreinsätze, die oft die Probleme verschärften. Finanziell unterstützt werden müssten vorbeugende Diplomatie, Vernetzung ziviler Akteure zur Lösung von Konflikten und Entwicklungshilfe. Die lokalen ökonomischen Effekte durch Bundeswehreinheiten würden überschätzt, zumal die Soldaten häufig nicht am Standort wohnten und dorthin pendelten, unterstrich Golla.

Der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft der Garnisonsstädte, Walldürns Bürgermeister Markus Günther, sieht das naturgemäß anders: "Wir sind begeistert." Dabei schließt er seine Kollegen in Pforzheim und Hardheim ein, wo Munitions- und Materiallager aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. Auf Günthers Gemarkung, im Stadtteil Altheim, soll das Munitionsdepot für die Luftwaffe, dessen Schließung 2011 beschlossen worden war, jetzt wiederbelebt werden. "Wir waren schon damals der Meinung, dass das es ein Fehler war, da wir mit einer Entwicklungsabteilung für Munition die modernsten Anlagen hatten." Für die lokale Infrastruktur - von Schule bis Handel - habe der Abzug der Soldaten Probleme mit sich gebracht. Allerdings verfüge seine Stadt noch über eine weiterer Bundeswehr-Einrichtung, die Nibelungenkaserne mit dem Logistikbataillon 461 mit 800 Dienstposten.

Nun will die Bundeswehr in der Stadt zwölf Millionen Euro investieren sowie 60 zivile und neun militärische Stellen schaffen. Die Bundeswehr sei ein wichtiger Arbeitgeber im ländlichen Raum, sagte Günther. Die Wiedereröffnung des Standortes soll 2021 beginnen und 2024 abgeschlossen sein.

Mit der später noch etwas veränderten Strukturreform 2011 hatte die Bundeswehr mehrere Standorte in Baden-Württemberg komplett aufgegeben und andere verkleinert. Von damals mehr als 25.000 Dienstposten sind aktuell nach Angaben des Landeskommandos 13.800 Soldaten und 3000 Zivilbeschäftigte übrig. Doch jetzt heißt es - zumindest teilweise - "Kommando zurück!"

In Hardheim schafft die Bundeswehr im Materiallager auf dem Wurmberg, das erst vor drei Wochen geschlossen worden war, ab 2021 90 neue zivile Stellen und zehn militärische Dienstposten. Die Erftalgemeinde ist von der Trendwende der Bundeswehr besonders begünstigt: Bereits im vergangenen Dezember hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) eine Verstärkung der Bundeswehr mit einem sechsten Panzerbataillon angekündigt. Die Einheit mit etwa 450 Soldaten wird in der Hardheimer Carl-Schurz-Kaserne stationiert, deren Schließung ebenfalls 2011 verkündet worden war.

Man mag die weltpolitische Entwicklung bedauern. Aus lokaler und regionaler Sicht ist es für die betroffenen Kommunen aber durchaus ein "Siebener im Lotto" (Landrat Dr. Brötel), wenn die Bundeswehr sich für ihr Wachstum Regionen aussucht, in denen die damit verbundenen Arbeitsplätze und Investitionen besonders wichtig sind und in denen die Soldaten willkommen sind. Und das sind sie im Neckar-Odenwald-Kreis ohne Zweifel.







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