News des Tages: Vier Tote bei Waldbränden in Kalifornien – rund 30.000 Häuser von Flammen bedroht
Ärzte: Bisher "kein Gift" in Nawalnys Blut gefunden +++ Nawalnys Team: Polizei spricht von "tödlichem Mittel" +++ Demonstrationen in Israel nach Gruppenvergewaltigung von 16-Jähriger +++ Die News des Tages im stern-Ticker.
Aktuelle Top-Meldung
Vier Tote bei Waldbränden in Kalifornien
In einem der zahlreichen Großbrände im US-Staat Kalifornien sind nach Behördenangaben vier Menschen ums Leben gekommen. Drei Tote gab es nördlich von San Francisco in der Weinanbauregion Napa County und einen weiteren im nahen Sonoma County, wie die kalifornische Feuerschutzbehörde Cal Fire am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte.
Die Flammen des Großbrandes - der sogenannte LNU Lightning Complex - erreichten demnach bisher eine Fläche von 215.000 Acres (870 Quadratkilometer). Brandursache waren laut Cal Fire Blitzeinschläge. Fast 500 Gebäude wurden in den drei betroffenen Bezirken Napa County, Lake County und Sonoma County zerstört, 30.000 weitere Häuser waren durch das sich schnell ausbreitende Großfeuer bedroht. Die Behörden riefen Einwohner auf, ihre Häuser zu verlassen.
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Weitere Nachrichten des Tages:
+++ 11.09 Uhr: Bedingungsloses Grundeinkommen: bereits mehr als eine Million Bewerbungen +++
Bereits mehr als eine Million Menschen haben sich um die Teilnahme an einem Pilotprojekt für ein bedingungsloses Grundeinkommen beworben. Das teilte der private Verein Mein Grundeinkommen in Berlin mit. Strikt gegen die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens wandte sich SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz. Die Bewerberzahl von einer Million wurde dem Verein zufolge in weniger als drei Tagen nach der Veröffentlichung des Aufrufs überschritten. "Das Ziel in drei Monaten zu erreichen, schien vorgestern fast unmöglich. Nun haben die BewerberInnen das in 70 Stunden geschafft. Wir sind überwältigt", erklärte der Initiator Michael Bohmeyer.
+++ 11.02 Uhr: Boliviens Ex-Präsident Morales wegen Beziehung zu Minderjähriger angezeigt +++
Wegen einer angeblichen Beziehung zu einer Minderjährigen ist der bolivianische Ex-Präsident Evo Morales von der aktuellen Regierung angezeigt worden. Das Justizministerium habe Strafanzeige wegen "Geschlechtsverkehrs mit Minderjährigen und Menschenhandels" gestellt, sagte der Vize-Justizminister Guido Melgar am Donnerstag auf einer Pressekonferenz in der bolivianischen Hauptstadt La Paz. Morales soll die in den vergangenen Tagen bekannt gewordene Beziehung zu einer heute 19-Jährigen begonnen haben, als diese noch minderjährig war.
+++ 10.56 Uhr: Tönnies scheitert mit Unterlassungsklage gegen SPD-Politiker Stegner +++
Schleswig-Holsteins SPD-Fraktionschef Ralf Stegner darf sich weiter frei über die Zustände in den Betrieben von Clemens Tönnies äußern. Das Landgericht Hamburg hat einen Antrag der Tönnies Holding auf Erlass einer einstweiligen Verfügung gegen den Politiker am Dienstag zurückgewiesen, sagte Gerichtssprecher Kai Wantzen in Hamburg. Darin sollte Stegner verpflichtet werden, kritische Äußerungen über die Zustände in den Schlachthöfen zu unterlassen. Unter anderem hatte Stegner in einer Talkshow der "Bild"-Zeitung gesagt: "Die Gesetze werden missachtet dort. Das ist ja gar keine Frage."
+++ 10.51 Uhr: Gericht verhandelt über Eilantrag von Kalbitz gegen Partei-Rauswurf +++
Vor dem Berliner Landgericht hat eine mündliche Verhandlung über den Eilantrag des Brandenburger Landtagsabgeordneten Andreas Kalbitz gegen dessen Rauswurf aus der AfD begonnen. Nach Angaben des Gerichts ist offen, ob es noch im Laufe des Tages eine Entscheidung trifft. Kalbitz will erreichen, dass er seine Rechte als AfD-Parteimitglied bis zu einer rechtskräftigen Entscheidung in einem Hauptsacheverfahren wieder ausüben darf.
+++ 10.37 Uhr: Erdogan wandelt Istanbuler Chora-Museum in Moschee um +++
Mehrere Wochen nach der Umwandlung der Hagia Sophia ist nun auch die ehemalige Chora-Kirche in Istanbul eine Moschee. Das 1945 zum Museum erklärte Gebäude werde für das islamische Gebet geöffnet, hieß es in einem Dekret des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan. Im November 2019 hatte das Oberste Gericht der Türkei den Weg für die Umwandlung frei gemacht.
+++ 10.14 Uhr: Ärzte: Bisher "kein Gift" in Nawalnys Blut gefunden +++
Bei dem in Lebensgefahr schwebenden Kreml-Kritiker Alexej Nawalny haben die Ärzte in Russland nach eigenen Angaben bislang keine Anzeichen einer Vergiftung festgestellt. "Bisher wurde kein Gift im Blut und Urin gefunden", sagte der stellvertretende Chefarzt des Omsker Krankenhauses, Anatoli Kalinitschenko, vor Journalisten. Nawalnys Sprecherin hatte zuvor den Vorwurf erhoben, der Aktivist sei "absichtlich vergiftet" worden. Alexej Nawalny: Ärzte erlauben Transport nicht_9h
+++ 10.09 Uhr: Spezialist für Ermittlungen wegen Kindesmissbrauchs wird neuer LKA-Chef in NRW +++
Der auf Ermittlungen zu sexuellem Kindesmissbrauch spezialisierte Polizist und langjährige Spitzenbeamte Ingo Wünsch ist zum neuen Leiter des Landeskriminalamts (LKA) in Nordrhein-Westfalen ernannt worden. Das beschloss die Landesregierung in Düsseldorf nach Angaben des Innenministeriums in ihrer jüngsten Kabinettssitzung. Wünsch war zuvor unter anderem Sonderermittler für Innenminister Herbert Reul (CDU) zum Missbrauchskomplex Lügde.
+++ 9.50 Uhr: Ex-IS-Unterstützerin zu Bewährungsstrafe verurteilt +++
Eine 30-jährige frühere Unterstützerin der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) ist im niedersächsischen Celle zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und neun Monaten verurteilt worden. Das dortige Oberlandesgericht (OLG) sah es in seiner Entscheidung vom Donnerstagabend nach eigenen Angaben als erwiesen an, dass die Angeklagte ihren Ehemann 2014 zum IS nach Syrien begleitet und ihn dann bei seinen Aktivitäten für die Terrororganisation unterstützt hatte.
+++ 9.02 Uhr: Zahl der Verkehrstoten so niedrig wie nie seit der Wiedervereinigung +++
Historischer Tiefstand bei den Unfalltoten im ersten Halbjahr: Noch nie seit der deutschen Wiedervereinigung sind so wenige Menschen bei Verkehrsunfällen getötet oder verletzt worden. Das durch die Corona-Pandemie geringere Verkehrsaufkommen habe sich deutlich auf das Unfallgeschehen im Straßenverkehr ausgewirkt, erklärte das Statistische Bundesamt. In den ersten sechs Monaten starben demnach 1281 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen. Nach vorläufigen Ergebnissen der Behörde waren das 195 Menschen oder 13,2 Prozent weniger als im 1. Halbjahr 2019. Die Zahl der Verletzten ging um 18,7 Prozent auf knapp 148 100 zurück.Warum Ausfall Nawalnys eine Tragödie wäre 14.48
+++ 8.21 Uhr: Nawalnys Team: Polizei spricht von "tödlichem Mittel" +++
Im Organismus des Oppositionspolitikers Alexej Nawalny ist nach Angaben seines Teams ein vermutlich "tödliches Mittel" gefunden worden. Die Polizei habe den Ärzten mitgeteilt, dass sie diesen gefährlichen Stoff gefunden hätten, sagte der Chef von Nawalnys Anti-Korruptions-Fonds, Iwan Schdanow, in Omsk. Das Gift sei demnach nicht nur gefährlich für Nawalny, sondern auch für die Umgebung, weshalb das Tragen von Schutzanzügen angewiesen worden sei, sagte er. Nawalnys Team veröffentlichte den Auftritt Schdanows und der Frau des Politikers als Video. Ärzte der Klinik teilten am Morgen mit, dass sich der Zustand von Nawalny verbessert habe.
+++ 8.20 Uhr: Demonstrationen in Israel nach Gruppenvergewaltigung von 16-Jähriger +++
Nach der mutmaßlichen Vergewaltigung einer 16-Jährigen durch rund 30 Männer sind in ganz Israel Menschen zur Unterstützung des Mädchens auf die Straßen gegangen. Medienberichten zufolge gab es am Donnerstagabend Veranstaltungen an mehr als 30 Orten im ganzen Land mit tausenden Teilnehmern. Sie riefen Sprüche wie "Du bist nicht allein".
+++ 7.54 Uhr: Vier Tote bei Waldbränden in Kalifornien +++
In einem der zahlreichen Großbrände im US-Staat Kalifornien sind nach Behördenangaben vier Menschen ums Leben gekommen. Drei Tote gab es nördlich von San Francisco in der Weinanbauregion Napa County und einen weiteren im nahen Solano County, wie die kalifornische Feuerschutzbehörde Cal Fire am Donnerstagabend (Ortszeit) mitteilte.
Die Flammen des Großbrandes - der sogenannte LNU Lightning Complex - erreichten demnach bisher eine Fläche von 215.000 Acres (870 Quadratkilometer). Brandursache waren laut Cal Fire Blitzeinschläge. Fast 500 Gebäude wurden in den drei betroffenen Bezirken Napa County, Lake County und Sonoma County zerstört, 30.000 weitere Häuser waren durch das sich schnell ausbreitende Großfeuer bedroht. Die Behörden riefen Einwohner auf, ihre Häuser zu verlassen. Kernaussagen Biden_8.19
+++ 5.56 Uhr: Präsidentschaftskandidat Biden will "Spaltung" der USA überwinden +++
In einer kämpferischen Nominierungsrede hat US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden versprochen, die "Spaltung" des Landes zu überwinden. Unter Präsident Donald Trump gebe es "zu viel Wut, zu viel Angst, zu viel Spaltung", sagte Biden am Donnerstagabend (Ortszeit) in seiner mit Spannung erwarteten Rede beim Parteitag der oppositionellen Demokraten. "Vereint können und werden wir diese Zeit der Dunkelheit in Amerika überwinden."
+++ 5.16 Uhr: Rettungsflug für Nawalny auf dem Weg nach Sibirien +++
Ein Flugzeug, das den lebensgefährlich erkrankten Kreml-Kritiker Alexej Nawalny zur Behandlung von Russland nach Deutschland bringen soll, ist in der Nacht gestartet. "Der Flieger ist in der Luft", sagte der Gründer der Initiative Cinema for Peace, Jaka Bizilj, der "Bild"-Zeitung. An Bord der aus Deutschland gestarteten Spezialmaschine für den Krankentransport befindet sich nach Angaben des Blattes ein Rettungsteam aus Nürnberg.
+++ 4.42 Uhr: Scholz lehnt bedingungsloses Grundeinkommen strikt ab +++
SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz lehnt die Einführung eines bedingungslosen Grundeinkommens strikt ab. "Das wäre Neoliberalismus", sagte der Bundesfinanzminister den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Er habe die Idee eines bedingungslosen Grundeinkommens schon immer für falsch gehalten. Dadurch würden viele Errungenschaften des Sozialstaates wie die Renten- oder die Arbeitslosenversicherung gefährdet, warnte Scholz. Auch sei eine solche Reform, wenn "fair und richtig" gerechnet werde, unbezahlbar.
+++ 4.07 Uhr: Strafmaß für "Golden State Killer" wird verkündet +++
Im Prozess gegen den als "Golden State Killer" bekannten US-Serienmörder und Vergewaltiger Joseph DeAngelo wird im kalifornischen Sacramento heute (18.00 Uhr Ortszeit; Samstag 3.00 Uhr MESZ) das Strafmaß verkündet. Der 74-jährige Ex-Polizist hat gestanden, zwischen 1975 und 1986 13 Morde und rund 50 Vergewaltigungen begangen zu haben. Im Gegenzug forderte die Staatsanwaltschaft statt der Todesstrafe elf Mal lebenslange Haft.
+++ 3.19 Uhr: Nach Festnahme: Ex-Trump-Berater Bannon erklärt sich für nicht schuldig +++
Der frühere Chefstratege von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, hat sich nach seiner Festnahme wegen Betrugsverdachts für nicht schuldig erklärt. Richter Stewart Aaron legte am Donnerstag in New York fest, dass Bannon gegen eine Kaution in Höhe von fünf Millionen Dollar zunächst freikommt. Davon muss Trumps Ex-Berater 1,75 Millionen Dollar als Sicherheit hinterlegen. Aaron verhängte zudem eine Reisesperre für Gebiete außerhalb des Nordostens der USA. Seinen Reisepass muss der 66-Jährige abgeben. Trump distanzierte sich von seinem früheren Berater.
+++ 1.51 Uhr: Elf Menschen bei Säureunfall in der Schweiz verletzt +++
Bei einem Säureunfall in der Schweiz sind elf Menschen verletzt worden. In einem Produktionsbetrieb in Frenkendorf in der Nähe von Basel sei am Donnerstagabend Sulfaminsäure ausgetreten, teilte die Polizei mit. Elf Mitarbeiter kamen den Angaben zufolge in Kontakt mit der Säure, die Haut- und Atemreizungen verursachen kann. Für die Umwelt habe zu keiner Zeit Gefahr bestanden, hieß es. Warum die Säure austrat, wird derzeit noch ermittelt.
+++ 0.23 Uhr: Segelboot vor Haiti gekentert - mindestens 14 Tote +++
Bei einem Bootsunglück vor der Küste Haitis sind mindestens 14 Menschen ums Leben gekommen. Ein Segelboot erlitt am Mittwoch (Ortszeit) zwischen der Insel La Tortue und der Nordküste des Karibikstaates Schiffbruch, wie Haitis Zivilschutzbehörde mitteilte. Unter den Opfern waren demnach zwei zweijährige Kinder, neun Überlebende wurden gerettet.
Das Boot sei mit rund 30 Menschen sowie Waren überbeladen gewesen und habe keine Segelgenehmigung gehabt, zitierten haitianische Medien den Chef der Schifffahrtsbehörde, Eriv Prévost. An Bord waren demnach Bewohner der Insel, die vom Einkaufen auf dem Markt der Stadt Saint Louis du Nord zurückkehrten.
