Ausstellung | Salman Schocken: Ein Mann, der Fliegen verkaufte, um Kafka zu verlegen
Seine Spuren sind überall. Etwa in den Antiquariaten auf der Allenby Street in Tel Aviv: In Folie eingeschlagene, vergilbte Bücher, auf den Buchdeckeln Titel auf Deutsch: Kafka, Buber, Droste-Hülshoff. Überbleibsel der Erinnerungen der Jeckes, der deutschen Juden in Israel, deren Nachfahren längst nur noch Hebräisch sprechen. Aber auch immateriell: Wann immer man sich mit deutsch-jüdischer Geistesgeschichte beschäftigt, taucht er auf. Etwa in einem Brief des Dichters Paul Celan an Gershom Schocken vom 5. Februar 1970: „Es berührt mich ganz besonders, dass Sie mir die Aufzeichnungen Ihres Vaters im Zusammenhang mit meiner Person und meinen Veröffentlichungen zukommen liessen.“
Die Rede ist von Salman Schocken, einem Mann, „d
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