Italien: Brescia Calcio droht Insolvenzverfahren und Aus nach 114 Jahren
Vor acht Jahren sollte Massimo Cellino den Zweitligisten Brescia Calcio voranbringen. Stattdessen trieb er den Klub an den Abgrund. Der italienische Traditionsklub Brescia Calcio steht nach 114 Jahren Vereinsgeschichte vor einem Insolvenzverfahren. Der Grund: finanzielle Unregelmäßigkeiten. Wie die Nachrichtenagentur ANSA berichtet, hat Vereinspräsident Massimo Cellino abgelehnt, ausstehende Spielergehälter der vergangenen zwei Monate zu begleichen. Das Sportgericht FIGC setzte ihm neben einer sechsmonatigen Berufssperre eine Frist. Diese lief am Freitag ab – ohne Zahlungseingang. Nun droht der Ausschluss aus dem Profifußball. Denn der lombardische Verein hat Medienberichten zufolge Schulden in Höhe von drei Millionen Euro. Bereits in der vergangenen Woche hatte Cellino, der Brescia vor acht Jahren übernommen hat, angekündigt, dem Klub keine finanziellen Mittel mehr zur Verfügung stellen zu wollen. Die italienische Zeitung "Gazzetta dello Sport" schrieb: "Wenn nichts Unvorhergesehenes passiert, wird Cellino eine Spur der Verwüstung hinterlassen und 114 Jahre Geschichte mit einem Schlag auslöschen." Brescia vor dem Aus Die "Gazzetta" kommentierte: "Der Präsident selbst hat den Stecker gezogen." Die Wut in einer "ungläubigen Stadt" sei groß. Auch Brescia-Kapitän Dimitri Bisoli wandte sich in einem verärgerten Statement an die Öffentlichkeit: "Heute wurden 114 Jahre Geschichte mit Füßen getreten, aber Brescia ist nicht er (Cellino, Anm. d. Red. ), Brescia sind wir, und deshalb wird Brescia niemals sterben", schrieb er in den sozialen Netzwerken. Der Klassenerhalt in der italienischen Serie B war eigentlich geschafft. Das Sportgericht verkündete allerdings Ende Mai wegen der finanziellen Ungereimtheiten einen Punktabzug von vier Zählern. Damit stürzte Brescia auf Rang 18 von 20 ab und stieg in die dritte Liga ab. Durch den Abstieg würde sich auch die Relegation der Serie B neu formieren: Eigentlich hätten Frosinone Calcio und US Salernitana die Entscheidungsspiele ausgetragen, Frosinone wäre durch den Abstieg Brescias gerettet. Der sportlich abgestiegene Traditionsverein Sampdoria Genua würde dafür gegen Salernitana die Chance zur Rettung bekommen. Nun steht Brescia, sollte sich kein Investor mehr finden, erstmalig vor einem Insolvenzverfahren und wird voraussichtlich aus dem professionellen Profifußball ausgeschlossen. Am 10. Juni wird der Klub vor dem Bundesgericht in Berufung gehen. Bis zum 26. Juni soll einem Bericht von "Sport1" zufolge eine Lösung gefunden werden. Ob Brescia, in dessen Vergangenheit frühere Nationalspieler wie Andrea Pirlo, Luca Toni und Roberto Baggio das Trikot des lombardischen Klubs trugen, an den Start der Serie C gehen darf oder nicht, wird sich zeigen.
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