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2025

Palästinenser zeigen Fotos toter israelischer Kinder | Nahost-News

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Die israelische Armee spricht von Todesfällen an Verteilzentren im Gazastreifen. Der Chef der IAEA erhält Todesdrohungen aus dem Iran. Alle Entwicklungen im Newsblog. Berichte über Treffen Trump-Netanjahu Nur wenige Tage nach Äußerungen von US-Präsident Donald Trump über eine mögliche Waffenruhe im Gaza-Krieg reist Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu Medienberichten zufolge nach Washington . Er werde Trump am Montag im Weißen Haus treffen, um über Gaza und den Iran zu reden. Ein US-Beamter betonte laut der "Times of Israel", es sei Trumps Anliegen, ein Ende des Krieges und die Freilassung der restlichen Geiseln zu erreichen. Netanjahu werde vor seinem US-Besuch am Donnerstag erneut sein Sicherheitskabinett einberufen, um über die nächste Phase des Krieges gegen die islamistische Hamas zu entscheiden, hieß es. Trump hatte wenige Tage nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran gesagt, man sei auch im Gaza-Krieg nahe dran an einer Feuerpause. Israel stehe unter Druck der USA , eine Einigung zur Beendigung des seit mehr als 20 Monaten andauernden Krieges zu erzielen, schrieb die "Times of Israel". Israel sei bereit, einige Positionen zu lockern, um ein Abkommen über die Freilassung von Geiseln und eine Waffenruhe zu erreichen, zitierte der israelische Journalist Barak Ravid einen ranghohen israelischen Beamten. Allerdings werde man keiner vorherigen Verpflichtung zustimmen, dass eine Waffenruhe zum Ende des Krieges führt. Das aber fordert die Hamas. Israel wolle so schnell wie möglich eine Einigung erzielen, da die Gefahr für das Leben der Geiseln aufgrund der Anarchie im Gazastreifen und der Tatsache, dass immer mehr Gebiete von Clans statt von der Hamas kontrolliert werden mit jedem Tag wachse, zitierte Ravid einen israelischen Beamten. Sollte es aber keine Fortschritte bei Verhandlungen über ein Geiselabkommen geben, werde man die Bodenoffensive ausweiten. Israels Minister für strategische Angelegenheiten, Ron Dermer, spricht diese Woche in Washington mit US-Beamten über Bemühungen, die Vermittlungsgespräche wieder aufzunehmen. Trump hebt Sanktionen gegen Syrien formal auf Ein halbes Jahr nach dem Machtwechsel in Syrien hat US-Präsident Donald Trump wie angekündigt die Sanktionen gegen das Land auch formal aufgehoben. In einer Verordnung hob Trump am Montag den seit 2004 bestehenden "nationalen Notstand" auf, unter dem Washington umfassende Sanktionen gegen Syrien verhängt hatte. Bereits im Mai waren die meisten US-Sanktionen gegen Syrien offiziell gelockert worden, die USA erließen anschließend "Genehmigungen, um neue Investitionen in Syrien zu fördern". "Diese Maßnahmen spiegeln die Vision des Präsidenten wider, eine neue Beziehung zwischen den Vereinigten Staaten und einem Syrien zu fördern, das stabil, geeint und in Frieden mit sich selbst und seinen Nachbarn ist", erklärte Trumps Außenminister Marco Rubio am Montag im Onlinedienst X. Rubio fügte hinzu, er werde zudem prüfen, ob Syrien von der Liste der den Terrorismus unterstützenden Staaten gestrichen werden solle. Zudem solle geprüft werden, ob die Einstufung von Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa und seiner HTS-Miliz aufgehoben werden könne. Von der Aufhebung ausgenommen sind laut der Verordnung Sanktionen gegen den langjährigen Ex-Machthaber Baschar al-Assad und Mitglieder seiner ehemaligen Regierung. Sie bleiben demnach weiter in Kraft. Montag, 30. Juli Palästinenser in Gaza zeigen Fotos getöteter israelischer Kinder Palästinenser im Gazastreifen haben laut einer israelisch-arabischen Friedensinitiative bei Mahnwachen Fotos von israelischen Kindern gezeigt, die beim Hamas-Massaker am 7. Oktober getötet worden waren. Auch Eltern, die durch den Gaza-Krieg selbst Kinder verloren haben, hätten sich an der Aktion beteiligt, teilte die Organisation "Standing Together" auf der Plattform X mit. Wie viele Menschen an den stillen Protesten teilnahmen, war zunächst unklar. Im Gazastreifen gibt es nur sehr selten Demonstrationen. Die Kundgebungen seien inspiriert gewesen von Aktionen in Israel, bei denen Demonstranten Fotos von im Gaza-Krieg getöteten Kindern zeigten, hieß es weiter. Die israelisch-arabische Organisation veröffentlichte auch Aufnahmen von einigen Palästinensern, die sie mit Fotos der Kinder und teils vor Häuserruinen im Gazastreifen zeigen. Auf den Bildern zu sehen sind unter anderem Kfir und Ariel Bibas. Die Jungen waren gemeinsam mit ihrer Mutter Schiri aus Israel entführt worden. Israelischen Angaben zufolge wurden die drei in Geiselhaft ermordet. Nach Darstellung der Hamas sollen sie dagegen bei einem israelischen Luftangriff getötet worden sein. Die Palästinenser, die an der ungewöhnlichen Aktion teilnahmen, fordern laut "Standing Together" ein Ende des Gaza-Kriegs, die Freilassung aller aus Israel entführter Geiseln sowie ein Ende der Tötung von Zivilisten auf beiden Seiten. Israelischer Verteidigungsminister: Gaza-Einsatz vor dem Ende Rund eine Woche nach Beginn einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran ist laut dem israelischen Verteidigungsminister Israel Katz auch im Gaza-Krieg ein Ende nah. "Wir stehen nun vor dem Abschluss des Einsatzes in Gaza", sagte Katz nach Angaben seines Büros. Er erinnerte demnach auch an Israels Ziele, darunter die Freilassung aller Geiseln sowie der Niederlage der Hamas, die Israel im Gaza-Krieg erreichen wolle. US-Präsident Donald Trump hatte am Wochenende gesagt, er rechne kommende Woche mit einer Feuerpause im Gaza-Krieg. Es blieb aber zunächst unklar, worauf Trump seine optimistische Aussage stützte. Gaza. Israel bestätigt Ermittlungen nach Artillereifeuer Das israelische Militär ermittelt nach eigenen Angaben wegen mehrerer Vorfälle, bei denen palästinensische Zivilisten Opfer von israelischem Beschuss in der Nähe von Hilfszentren im Gazastreifen geworden sind. Die Armee bestätigte entsprechende Medienberichte auf Anfrage. Die "Times of Israel" hatte zuvor gemeldet, dass israelische Soldaten in der Vergangenheit scharf geschossen hätten, wenn sich Menschen außerhalb der vorgesehenen Routen oder außerhalb der Öffnungszeiten den Hilfszentren genähert und für die Soldaten eine Bedrohung dargestellt hätten. Dabei seien "wenige Menschen" getötet worden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf Israels Armee. In drei Fällen hat das Militär demnach auch Artilleriefeuer auf Gebiete in der Nähe der Zentren abgegeben, um Palästinenser daran zu hindern, sich bestimmten Zonen außerhalb der Verteilungsstellen zu nähern. Dabei habe es 30 bis 40 Opfer gegeben, darunter "mehrere Tote". Palästinensischen Angaben zufolge sollen in der Gegend der Verteilstellen der Gaza Humanitarian Foundation (GHF) seit deren Eröffnung Ende Mai rund 550 Palästinenser getötet worden sein. Die von Behörden im Gazastreifen veröffentlichten Zahlen zu Opfern bei den Zentren seien übertrieben, hieß es in dem Bericht der "Times of Israel" unter Berufung auf Israels Militär. Die Angaben beider Seiten lassen sich derzeit nicht unabhängig verifizieren. Netanjahu-Partei will öffentlich-rechtlichen Sender privatisieren Netanjahu geht gegen öffentlich-rechtliche Medien in Israel vor. Der Nachrichtensender "Channel 11" soll verkauft werden. Kritiker fürchten um die Medienfreiheit. Mehr dazu lesen Sie hier . Iran: Todesdrohung gegen IAEA-Chef Rafael Grossi Deutschland, Frankreich und Großbritannien haben Drohungen aus dem Iran gegen den Chef der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Rafael Grossi, verurteilt. In einer gemeinsamen Erklärung der Außenministerien der drei Länder vom Montag wird die Führung in Teheran zudem aufgefordert, die Sicherheit von IAEA-Mitarbeitern auf iranischem Staatsgebiet zu gewährleisten. "Wir fordern die iranischen Behörden auf, von allen Schritten abzusehen, die die Zusammenarbeit mit der IAEA beenden", hieß es darin. Der Iran hatte zuvor erklärt, die Sicherheit der IAEA-Inspektoren könne nicht garantiert werden. Eine Hardliner-Zeitung im Iran hatte die Hinrichtung Grossis gefordert. Die dem obersten Führer Ajatollah Ali Chamenei nahestehende Zeitung "Kayhan" bezeichnete den IAEA-Chef als israelischen Agenten. Sollte Grossi in den Iran einreisen, müsse er vor Gericht gestellt und zum Tode verurteilt werden, hieß es in dem Artikel. Offiziell wies Irans Regierung den Vorwurf einer Drohung zurück. Der iranische UN-Botschafter Amir Saeid Iravani bestritt, dass es eine Drohung gegen Grossi gebe. Führende iranische Politiker übten jedoch scharfe Kritik an Grossi. Präsident Massud Peseschkian sagte dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron in einem Telefonat, die "doppelten Standards" der IAEA hätten Probleme für die regionale und globale Sicherheit geschaffen. "Die Ansicht der iranischen Regierung, des Parlaments und des Volkes ist, dass der IAEA-Direktor nicht unparteiisch gehandelt hat", zitierten ihn Medien. Außenminister Abbas Araghtschi erklärte, Grossi sei im Iran nicht willkommen. Massive Bombardierungen im Gazastreifen Israel hat seine Angriffe im Gazastreifen erneut verstärkt: Einwohner im Norden des Palästinensergebiets berichteten von den schwersten Bombardierungen und Artillerie-Angriffen seit Wochen. Israelische Panzer seien in der Nacht zum Montag in den Vorort Seitun von Gaza-Stadt vorgestoßen und hätten mehrere Gebiete unter Beschuss genommen, sagten betroffene Palästinenser. Flugzeuge hätten mindestens vier Schulen attackiert. Zuvor seien Hunderte Familien aufgefordert worden, die Gebäude zu verlassen. "Die Explosionen hörten nicht auf; sie bombardierten Schulen und Häuser. Es war wie ein Erdbeben", sagte der Familienvater Saleh in Gaza-Stadt. Nach Angaben der palästinensischen Gesundheitsbehörde wurden bei den Angriffen mindestens 25 Menschen getötet, davon allein zehn Menschen in Seitun. Das israelische Militär nahm zu den Darstellungen zunächst nicht Stellung. Israelische Siedler greifen Militäreinrichtungen der eigenen Armee an Wegen der Gewalt radikaler Siedler im Westjordanland gegen eigene Sicherheitskräfte hat der israelische Verteidigungsminister Israel Katz ein Dringlichkeitstreffen einberufen. Vertreter aller Sicherheitsorgane sollten daran teilnehmen, teilte Katz nach Angaben seines Büros mit. In der Nacht hatten Dutzende jüdische Extremisten eine israelische Militäreinrichtung im besetzten Westjordanland attackiert und in Brand gesetzt. Die Angreifer wollten damit nach Medienberichten gegen den Einsatz von Warnschüssen durch Soldaten bei einer Konfrontation mit Siedlern am Wochenende protestieren. Dabei war ein Teenager verletzt worden. Seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 kommt es im Westjordanland auch verstärkt zu Gewalt radikaler Siedler gegen Palästinenser. Der israelische Sender Channel 13 sprach von "jüdischem Terror". Der Armee wird immer wieder vorgeworfen, sie gehe nicht entschlossen genug gegen solche Angreifer vor. Zu der Attacke von Siedlern auf israelische Sicherheitskräfte sagte Katz: "Dieser Erscheinung muss sofort ein Ende gesetzt werden. Wir werden alle notwendigen Mittel einsetzen, um diese Gewalt an der Wurzel auszurotten – niemand wird es wagen, Hand an Soldaten der israelischen Armee oder an Sicherheitskräfte zu legen." Iran will nach Krieg Atomprogramm fortsetzen Der Iran will nach dem Krieg mit Israel weiter am landeseigenen Atomprogramm festhalten. "Solange die Islamische Republik Iran Mitglied des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen (NPT) ist, muss sie in der Lage sein, ihre Rechte wahrzunehmen", erklärte Außenamtssprecher Ismail Baghai in Teheran. "Die Rechte Irans als Mitglied dieses Vertrags sind völlig klar – darunter das Recht auf die friedliche Nutzung der Kernenergie." Baghai sagte weiter, ein neues iranisches Gesetz, das die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) vorübergehend aussetzen soll, sei für seine Regierung bindend. Den Forderungen der IAEA nach Zugang zu den iranischen Atomanlagen erteilte er eine Absage: "Wie kann man erwarten, dass wir unter Bedingungen, unter denen erst vor fünf oder sechs Tagen friedliche iranische Atomanlagen angegriffen wurden, für die Sicherheit der Inspektoren der Agentur garantieren können?" Gespräche iranischer Beamte abgehört Nach den US-Angriffen auf die Atomanlagen im Iran gibt es nun erneut Hinweise darauf, dass die Angriffe weniger effektiv ausgefallen sind, als US-Präsident Donald Trump weiterhin behauptet. Zuerst hatte sich vergangene Woche die "Washington Post"auf Geheimdienstberichte berufen. Aus ihnen konnte die Erkenntnis gewonnen werden, dass das iranische Atomprogramm durch die Angriffe nur um einige Monate und nicht, wie es offiziell seitens der US-Regierung heißt, um mehrere Jahrzehnte zurückgeworfen wurde. Zu Trumps Ärger berichtet nun wieder die "Washington Post" über die Inhalte von abgehörten Gesprächen iranischer Regierungsvertreter. Demnach wurde in den Gesprächen darüber spekuliert, weshalb die US-Schläge weniger vernichtend ausgefallen sind und auch der Umfang letztlich geringer war als erwartet. Die Trump-Regierung greift derweil die Berichterstattung der US-Zeitung an. "Es ist schändlich, dass die 'Washington Post' Informationen ohne Kontext verbreitet und damit Leuten dabei hilft, Straftaten zu begehen", erklärte Regierungssprecherin Karoline Leavitt. "Es ist Unsinn zu behaupten, unbenannte iranische Offizielle wüssten, was unter dem Schutt liegt. Das Atomprogramm ist beendet." Israel und Syrien arbeiten wohl an Friedensabkommen Israel und Syrien befinden sich derzeit wohl in Verhandlungen über ein mögliches Friedensabkommen zwischen den beiden Ländern. Berichte wie zuletzt der des israelischen Nachrichtenmediums "i24 News", welches eine syrische Quelle mit Kenntnis über die Gespräche zitierte, wurden bisher jedoch von öffentlicher Seite nicht bestätigt. Gegenstand eines möglichen Abkommens sei, dass die umkämpften Golanhöhen, die Israel seit geraumer Zeit völkerrechtswidrig besetzt hält, in eine "Friedenszone" umgewandelt werden sollen. Israel solle sich zudem schrittweise aus syrischem Territorium zurückziehen. Dem Bericht nach soll das Abkommen noch vor Ende 2025 unterzeichnet werden. Von syrischer Seite heißt es derweil, dass man sich in "indirekten" Verhandlungen mit Israel über sicherheitsrelevante Fragen der Region befinde. Auf einer Pressekonferenz am Montag bestätigte der israelische Außenminister Gideon Saar, dass Israel an der Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit Syrien als auch mit dem Libanon interessiert sei. Über die Zukunft der Golanhöhen werde es in einem möglichen Friedensabkommen jedoch keine Verhandlungen geben, erklärte Saar. Vor einigen Wochen hatten verschiedene Medien darüber berichtet, dass der israelische Präsident Benjamin Netanjahu gegenüber den USA Bereitschaft signalisiert habe, Gespräche mit der neuen Regierung in Damaskus zu führen. Iran: USA müssen weitere Angriffe ausschließen Der Iran macht eine Wiederaufnahme der Gespräche mit den USA über sein Atomprogramm von einem Verzicht Washingtons auf weitere Angriffe abhängig. Die USA müssten weitere Angriffe auf den Iran ausschließen, wenn sie die diplomatischen Gespräche wieder aufnehmen wollen, sagte der stellvertretender Außenminister des Iran, Madschid Tacht-Rawantschi, dem britischen Sender BBC. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump habe über Vermittler mitgeteilt, dass sie zu Verhandlungen zurückkehren wolle, aber "keine klare Position" zur "sehr wichtigen Frage" weiterer Angriffe bezogen. Trump hatte beim Nato-Gipfel neue Gespräche mit dem Iran für diese Woche angekündigt, allerdings keine Details genannt. Er hatte kürzlich die gut gesicherten iranischen Atomanlagen angreifen lassen. Auf die Frage, ob er iranische Atomanlagen erneut bombardieren lassen würde, falls es wieder Sorgen über Teherans Urananreicherung gebe, sagte Trump am Freitag: "Sicher, ohne Frage, absolut." Der Iran dürfe keine Atomwaffen haben. Die jüngsten Angriffe hätten das Atomprogramm um Jahre zurückgeworfen, bekräftigte Trump. Der Iran werde darauf bestehen, Uran für friedliche Zwecke anreichern zu dürfen, sagte Tacht-Rawantschi der BBC und wies Vorwürfe zurück, dass der Iran heimlich an der Entwicklung einer Atombombe arbeite. Sein Land sei "vom Zugang zu nuklearem Material" für sein Forschungsprogramm ausgeschlossen worden. "Über das Niveau kann man reden, über die Kapazität kann man reden, aber zu sagen, dass ihr keine Anreicherung haben dürft, null Anreicherung, und wenn ihr nicht einverstanden seid, werden wir euch bombardieren – das ist das Gesetz des Dschungels", sagte der stellvertretende iranische Außenminister. Netanjahu: Zunächst müssen wir die Geiseln befreien Israels Angriffe im Iran haben nach Aussagen des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu "weitreichende regionale Möglichkeiten" eröffnet – einschließlich der Befreiung der Geiseln im Gazastreifen. "Zunächst einmal müssen wir die Geiseln befreien", sagte Netanjahu beim Besuch einer Einrichtung des Inlandsgeheimdienstes. Seine Äußerung wurde laut der "Times of Israel" von heimischen Medien so interpretiert, dass Netanjahu jetzt die Rückkehr der Geiseln priorisiert – vor allem anderen, wie etwa dem Sieg über die Hamas. "Natürlich müssen wir auch das Gaza-Problem lösen und die Hamas besiegen, aber ich glaube, dass wir beide Aufgaben bewältigen werden", wurde Netanjahu zitiert. Hintergrund seiner Äußerungen sei, dass sich Israel zunehmendem Druck seitens der USA ausgesetzt sehe. Diese fordert eine Einigung zur Beendigung des seit mehr als 20 Monaten andauernden Krieges zu erzielen, schrieb die "Times of Israel". US-Präsident Donald Trump hatte gesagt, er gehe davon aus, dass in dieser Woche eine Waffenruhe erreicht werden könne. Netanjahu leitete am Sonntagabend laut israelischen Medienberichten eine Kabinettssitzung in einem Hauptquartier der Streitkräfte. Die Teilnehmer berieten über den Krieg im Gazastreifen und die Bemühungen, einen Austausch der von der Hamas weiter festgehaltenen Geiseln gegen palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen zu erzielen. Die Sitzung sei ohne eine Entscheidung beendet worden, weitere Gespräche seien für heute angesetzt, hieß es. Iran droht Trump indirekt mit dem Tode Im Iran gelten Drohungen gegen den obersten Führer Chamenei als Todsünde. Trump hatte ihm indirekt gedroht. Nun droht ein einflussreicher iranischer Kleriker seinerseits – und ebenfalls indirekt. Mehr dazu lesen Sie hier. Trump: Iran brachte vor US-Angriffen kein Uran in Sicherheit US-Präsident Donald Trump geht nach eigener Aussage nicht davon aus, dass der Iran vor den US-Angriffen auf seine Atomanlagen angereichertes Uran in Sicherheit gebracht hat. Medienberichte über möglicherweise verlagerte Uranmengen wies der Republikaner in einem Interview des Senders Fox News zurück. "Sie haben nichts weggebracht", sagte Trump. Die USA hätten die Angriffe nicht angekündigt, daher habe es kaum Vorbereitungszeit gegeben. "Sie wussten nicht, dass wir kommen", sagte Trump. Angereichertes Uran zu verlagern, sei zudem äußerst schwierig, gefährlich und wegen des Gewichts auch logistisch aufwendig. Laut dem US-Präsidenten gab es Hinweise auf Aktivitäten an einer Anlage kurz vor dem Angriff. Zwar nannte er den Standort Fordo nicht ausdrücklich, sprach aber von einer "sehr tief gelegenen" Einrichtung. Vor Ort seien Fahrzeuge und Bauarbeiter gesehen worden, die versucht hätten, Eingänge zu versiegeln. "Das waren Leute, die mit Beton gearbeitet haben. Sie wollten den Eingang abdichten, wo die Bombe wahrscheinlich einschlagen würde", sagte Trump. Es sei seiner Einschätzung nach jedoch kein Uran verlagert worden. Die US-Waffe habe die Versiegelung außerdem "durchschlagen wie Butter". US-Botschafter: Israel-Iran-Krieg eröffnet Möglichkeit für Nahost Der Krieg zwischen Israel und dem Iran hat nach Angaben des US-Botschafters in der Türkei die Möglichkeit für einen "neuen Weg" im Nahen Osten geebnet. "Was gerade zwischen Israel und dem Iran passiert ist, ist eine Gelegenheit für uns alle zu sagen: 'Auszeit. Lasst uns einen neuen Weg schaffen'", sagte Tom Barrack der staatlichen türkischen Nachrichtenagentur Anadolu laut Angaben vom Sonntag. "Der Nahe Osten ist bereit für einen neuen Dialog, die Menschen sind der gleichen alten Geschichte müde", fuhr Barrack fort. Es sei unabdingbar, jahrzehntelange Feindschaften neu zu definieren. Israel befinde sich "im Prozess der Neudefinition" und seine Nachbarn in der Region müssten eine Einigung mit dem Land erzielen. Der syrische Übergangspräsident Ahmed al-Scharaa habe angedeutet, dass er Israel nicht hasse und Frieden an der Grenze wolle, so Barrack. "Ich denke, dass das auch mit dem Libanon passieren wird. Eine Einigung mit Israel ist nötig." Was in Syrien passiere, sei "zu einem großen Teil" der Türkei zu verdanken. Die Türkei ist ein wichtiger Unterstützer der Islamisten, die den langjährigen Machthaber Baschar al-Assad gestürzt hatten und nun die Regierung in Damaskus stellen. Sonntag, 29. Juni Dobrindt bei Netanjahu: Unterstützung für Angriffe auf Iran Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hat sich bei einem überraschenden Besuch in Israel uneingeschränkt hinter dessen Angriffe auf die iranischen Atomanlagen gestellt. "Israel hat mit der Zerstörung des iranischen Atom- und Raketenprogramms einen bedeutenden Beitrag zur Sicherheit Israels und zur Sicherheit Europas geleistet", sagte der CSU-Politiker nach einem Treffen mit Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. "Die Welt ist ohne ein iranisches Atomprogramm sicherer geworden. Deswegen unterstützen wir dieses Vorgehen." Dobrindt besuchte gemeinsam mit dem israelischen Außenminister Gideon Saar den Ort eines tödlichen iranischen Raketenangriffs auf Bat Jam, eine Vorstadt Tel Avivs. Man sehe, "dass hier ein Kampf gegen die Zivilbevölkerung geführt wird", sagte der Innenminister. Er äußerte sich überzeugt, dass der Iran eine Atombombe gegen Israel einsetzen würde, sollte er sie entwickeln. Zudem versicherte er, Deutschland werde weiter alles tun, um Israels Existenz zu sichern. Dobrindts Besuch ist der erste eines hochrangigen ausländischen Politikers seit dem Zwölf-Tage-Krieg gegen den Iran. Trump: Nächste Woche Feuerpause in Gaza Wenige Tage nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran rechnet US-Präsident Donald Trump kommende Woche auch mit einer Feuerpause im Gaza-Krieg. Man sei nahe dran, er habe erst kürzlich mit einigen Beteiligten gesprochen, sagte Trump im Weißen Haus – wohl mit Blick auf laufende Vermittlungsbemühungen. "Wir denken, dass wir innerhalb der nächsten Woche eine Waffenruhe bekommen." UN-Generalsekretär António Guterres sagte, die Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran gebe Anlass zur Hoffnung, dass es auch in Gaza dazu kommen werde. Es blieb zunächst unklar, worauf Trump seine optimistische Aussage stützte. Die zwischen Israel und der islamistischen Hamas vermittelnden Länder Katar und Ägypten bemühen sich seit Langem um eine erneute Waffenruhe in dem abgeriegelten Küstengebiet. Im Rahmen einer solchen Vereinbarung sollen auch die im Gazastreifen weiter von der Hamas und anderen islamistischen Terrorgruppen festgehaltenen Geiseln freikommen. Im Gegenzug sollen viele palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen werden. Iran: Israel tötete 71 Menschen bei Angriff auf Gefängnis Bei dem israelischen Angriff auf das Ewin-Gefängnis in Teheran am 23. Juni sind iranischen Justizangaben zufolge 71 Menschen getötet worden. Unter den Opfern seien Verwaltungsangestellte, Wehrdienstleistende, Häftlinge sowie deren Angehörige und Anwohner, erklärt ein Sprecher. Die verbliebenen Häftlinge wurden nach Angaben der Justiz in andere Gefängnisse verlegt. Israel hatte mit dem Angriff seine Ziele über militärische und nukleare Anlagen hinaus auf Symbole des iranischen Herrschaftssystems ausgeweitet. Wadephul: Unser Platz ist im Zweifel an der Seite Israels Außenminister Johann Wadephul (CDU) hat auf einer Veranstaltung der Wochenzeitung "Die Zeit" Verständnis für den israelischen Angriff auf den Iran Mitte Juni gezeigt. "Wir Deutschen haben nicht alle nachrichtendienstlichen Informationen, die die Vereinigten Staaten und auch die Israelis haben.  Sie haben uns gesagt, dass das aus ihrer Sicht notwendig ist und das müssen wir so akzeptieren", so Wadephul gegenüber der Zeitung. Israel habe wegen der wiederholten Angriffe des Iran in der Vergangenheit ernsthafte Gründe, Maßnahmen zu ergreifen. "Dann ist unser Platz im Zweifel an der Seite Israels", so der Außenminister. Es seien aber "vernünftige Zweifel daran erlaubt", ob das iranische Atomprogramm vollständig zerstört wurde. Dobrindt trifft sich mit Angehörigen von Geiseln Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (CSU) hat sich bei seinem Besuch in Israel zunächst mit Angehörigen von in den Gazastreifen verschleppten Geiseln getroffen. Sein Ministerium verbreitete am Samstagabend im Onlinedienst X einen entsprechenden Post von Deutschlands Botschafter in Israel, Steffen Seibert , weiter. Auf dem beigefügten Foto sind Dobrindt und Seibert mit Geiselangehörigen zu sehen, der Minister hält ebenso wie die Angehörigen Fotos von Geiseln hoch. Chef von Atombehörde: Iran könnte Uran schnell anreichern Nach den Angriffen der israelischen und der US-Armee auf den Iran könnte die Islamische Republik nach Einschätzung der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) bereits in einigen Monaten wieder mit der Anreicherung von Uran beginnen. Das iranische Atomprogramm sei nicht völlig zerstört worden, sagte IAEA-Chef Rafael Grossi laut einem am Samstag veröffentlichten Transkript am Freitag in einem Interview mit dem US-Sender CBS. Die Iraner könnten "binnen Monaten" oder sogar "weniger" wieder mit einigen Kaskaden von Zentrifugen Uran anreichern, sagte Grossi. Abgesehen davon sei unbekannt, was nach den Bombardements aus den schätzungsweise gut 408 Kilogramm Uran geworden sei, die der Iran bereits auf einen hohen Grad von 60 Prozent angereichert hat. "Wir wissen nicht, wo dieses Material sein könnte", räumte der IAEA-Chef ein. Weiter angereichert auf 90 Prozent würde dieses Uran für mindestens neun Atombomben reichen. Trump kritisiert "Hexenjagd" gegen Netanjahu Ex-US-Präsident Donald Trump hat sich mit scharfen Worten hinter den israelischen Premierminister Benjamin Netanjahu gestellt. In einem auf seiner Plattform Truth Social veröffentlichten Beitrag bezeichnete er die juristischen Verfahren gegen Netanjahu als "politische Hexenjagd". Es sei "wahnsinnig", was "außer Kontrolle geratene Staatsanwälte" mit Netanjahu machten, so Trump. Netanjahu sei ein "Kriegsheld" und habe in der Zusammenarbeit mit den USA "große Erfolge" im Umgang mit der iranischen Nuklearbedrohung erzielt, schrieb Trump. Zudem sei der israelische Regierungschef derzeit in Verhandlungen mit der Hamas, unter anderem zur Freilassung von Geiseln. Dass Netanjahu dennoch täglich im Gerichtssaal sitzen müsse, sei für Trump unverständlich. "Wie ist es möglich, dass der Premierminister von Israel wegen NICHTS – Zigarren, Bugs-Bunny-Puppe usw. – stundenlang im Gericht sitzen muss?", fragte Trump. Tausende bei Protestkundgebung in Tel Aviv Auf einer Protestkundgebung in der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv forderten Tausende Menschen die Regierung von Netanjahu zu einem Abkommen mit der Hamas auf. An Netanjahu und Trump gewandt rief eine frühere Geisel laut Medienberichten: "Sie haben eine mutige Entscheidung zum Iran getroffen. Treffen Sie nun eine mutige Entscheidung, die die Kämpfe in Gaza beendet und alle (Geiseln) zurückbringt". Die Demonstrantin bezog sich dabei auf die kürzlich erzielte Waffenruhe zwischen Israel und dem Iran. Trump: Netanjahu verhandelt mit Hamas US-Präsident Donald Trump zufolge verhandelt der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu momentan mit der radikal-islamischen Hamas über die Freilassung der israelischen Geiseln. Trump teilte dies über seine eigene Social-Media-Plattform Truth Social mit. Samstag, 28. Juni Dobrindt reist spontan nach Israel Bundesinnenminister Alexander Dobrindt ist überraschend nach Israel gereist. Am Sonntag will der CSU-Politiker dort mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und Außenminister Gideon Saar zusammenkommen. Auch Treffen mit Verteidigungsminister Israel Katz und dem Minister für strategische Angelegenheiten, Ron Dermer, sind nach Angaben einer Sprecherin geplant. Über den Besuch hatte zuerst das Magazin "Focus" berichtet. "Unterstützung für Israel heißt auch, vor Ort Gespräche zu führen und sich ein Bild von der Situation zu machen. Ich will zeigen, dass wir Israel als engsten Partner im Kampf gegen den Terror unterstützen", sagte Dobrindt. Der Minister will aber auch von Israels Erfahrungen in der militärischen und zivilen Verteidigung profitieren. Beides gehöre zusammen, sagte er. "Gerade bei Cyberabwehr und Bevölkerungsschutz ist uns Israel voraus. Auch wir müssen uns stärker auf neue Bedrohungslagen einstellen. Dabei werden wir eng mit Israel zusammenarbeiten", so Dobrindt. "Deutschland braucht einen Cyber Dome!" Damit gemeint sei ein schlagkräftiger, digitaler Schutzschild gegen Spionage und Sabotage und zum Schutz kritischer Infrastruktur, etwa von Energie- und Kommunikationsunternehmen. Israel greift Ziele im Libanon an Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben Ziele der Hisbollah im Libanon angegriffen. Bei einem Angriff in der Nähe von Kounin im Süden des Landes sei ein Terrorist der vom Iran unterstützten Miliz getötet worden, teilte das Militär mit. Der Mann sei für die Koordinierung der Panzerabwehrraketen der Hisbollah zuständig gewesen und habe während des Krieges Angriffe mit Panzerabwehrraketen auf israelisches Gebiet geleitet. Das Gesundheitsministerium in Beirut bestätigte den Toten in Kounin und meldete außerdem zwei Tote sowie Verletzte nach einem israelischen Drohnenangriff in der Gemeinde Mahrouna in der Nähe der Stadt Tyros im Süden des Landes. Von Israels Militär gab es dazu zunächst keine Angaben. Israel: Ranghoher Hamas-Kommandeur in Gaza getötet Bei einem israelischen Angriff im Gazastreifen ist nach Angaben der Armee ein hochrangiger Kommandeur der islamistischen Hamas getötet worden. Wie das Militär weiter mitteilte, galt Hakem Al-Issa als einer der Gründer der Hamas. Er war demnach vor allem im militärischen Flügel der Terrororganisation tätig. Er soll zudem eine wichtige Rolle bei der Planung und Durchführung des Massakers in Israel am 7. Oktober 2023 gespielt haben. Al-Issa war nach Armeeangaben einer der letzten hochrangigen Kommandeure der Hamas im Gazastreifen. Zuletzt fungierte er demnach als Chef einer wichtigen Einheit der Terrororganisation und arbeitete am strukturellen Wiederaufbau der Hamas nach rund anderthalb Jahren Gaza-Krieg. Chamenei fehlt bei Zeremonie für getötete Generäle In der iranischen Hauptstadt Teheran haben zehntausende Menschen an einer staatlich organisierten Trauerfeier für Dutzende von Israel getötete Generäle der Revolutionsgarden (IRGC) teilgenommen. Geehrt wurden unter anderem Generalstabschef Mohammed Bagheri, IRGC-Oberkommandeur Hussein Salami und Amir-Ali Hadschisadeh, der Chef der Luft- und Raumfahrtdivision der IRGC. Die drei galten als das Top-Trio der Streitkräfte und waren auch politisch sehr einflussreich. Unter den Gästen waren Präsident Massud Peseschkian und Außenminister Abbas Araghtschi, nicht aber Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei. Dass der mächtigste Mann im Land bei einem solchen Anlass fehlt, ist ungewöhnlich. Bei derart hochrangigen Beerdigungen spricht der oberste Führer in der Regel das Totengebet. Der Staatssender IRIB berichtete sogar von mehr als einer Million Teilnehmern in Teheran; unabhängig überprüfen ließ sich diese Zahl nicht. Teilnehmer riefen im Iran übliche Slogans wie "Tod Amerika!" und "Tod Israel!". Iran äußert Bereitschaft zu Gesprächen über Atomprogramm Der Iran signalisiert seine grundsätzliche Bereitschaft zu erneuten Atomverhandlungen mit den USA – fordert dafür aber von Präsident Donald Trump eine Mäßigung seines Tonfalls. "Wenn Präsident Trump es mit seinem Wunsch nach einem Abkommen ernst meint, sollte er seinen respektlosen und inakzeptablen Ton gegenüber dem obersten Führer des Iran, Großajatollah Ali Chamenei, ablegen und aufhören, seinen Millionen treuen Anhängern zu schaden", schrieb Außenminister Abbas Araghtschi auf der Plattform X. "Guter Wille erzeugt guten Willen, und Respekt erzeugt Respekt." Trump hatte beim Nato-Gipfel neue Gespräche mit dem Iran für die kommende Woche angekündigt, ohne jedoch Details zu nennen. Auf die Frage, ob er die Atomanlagen des Iran erneut bombardieren lassen würde, falls es wieder Sorgen über Teherans Urananreicherung gebe, erwiderte Trump am Freitag: "Sicher, ohne Frage, absolut." Der Iran dürfe keine Atomwaffen besitzen. Die jüngsten Angriffe hätten das Atomprogramm um Jahre zurückgeworfen, bekräftigte er. Nach den israelischen und amerikanischen Angriffen auf iranische Atomanlagen hat das iranische Parlament diese Woche ein Gesetz verabschiedet, das die Zusammenarbeit mit der Internationalen Atomenergieorganisation (IAEA) aussetzt. Ohne die technische Aufsicht der UN-Atombehörde wären laut Experten jedoch Atomverhandlungen nicht möglich. Berichte über Explosionen in Teheran In der Nacht zum Samstag gab es in der iranischen Hauptstadt Teheran mehrere Explosionen. Wie Augenzeugen in den sozialen Medien berichten, seien mehrere Drohnen über dem Dorf Bid Kaneh und der Stadt Malard im Westen von Teheran gesichtet worden. Die Flugabwehr sei aktiv geworden und habe die Flugobjekte abgeschossen. Über mögliche Schäden oder die Herkunft der abgeschossenen Drohnen gibt es keine Berichte. Eine offizielle Stellungnahme des iranischen Regimes liegt nicht vor. Verhaftungswelle gegen iranische Juden – weitere Hinrichtungen Nach dem Krieg mit Israel nimmt das Regime im Iran wohl die jüdische Minderheit im Land ins Ziel. Die aus dem Exil agierende Menschenrechtsorganisation Association Femme Azadi (AFA) schreibt in einem Facebook-Post am Freitag, dass die Häuser von mindestens 20 Rabbinern und weiteren jüdischen Geistlichen in der Hauptstadt Teheran durchsucht und elektronische Geräte beschlagnahmt worden seien. Es sei zu mehreren Verhaftungen gekommen. Auch das Tehran Jewish Comittee, die Dachorganisation der jüdischen Iraner, wird im AFA-Bericht erwähnt. Das Regime soll die Organisation dazu zwingen, SMS an ihre Mitglieder zu senden, in denen ihnen harte Strafen angedroht werden, sollten sie mit Vertretern anderer Staaten Kontakt aufnehmen. Seit dem Ende des Krieges mit Israel soll das Regime in Teheran mindestens 700 Menschen verhaftet haben. Am Donnerstag und Freitag sollen außerdem sechs Menschen hingerichtet worden sein, denen das Regime Verbindungen zum israelischen Geheimdienst Mossad vorwirft, berichtet der israelische Fernsehsender Kan. Trump: Berichte über Iran-Hilfsprogramm sind falsch US-Präsident Donald Trump hat Medienberichte über Hilfen für den Iran im Wert von bis zu 30 Milliarden Dollar für den möglichen Aufbau eines Atomprogramms zur Erzeugung ziviler Energie zurückgewiesen. "Wer in den Fake-News-Medien ist der Widerling, der sagt, dass Präsident Trump dem Iran 30 Milliarden Dollar geben will, um nicht militärische Nuklearanlagen zu bauen? Ich habe noch nie von dieser lächerlichen Idee gehört", schrieb Trump am späten Freitagabend auf seiner eigenen Social-Media-Plattform Truth Social. CNN berichtete am Donnerstag und NBC News am Freitag, dass die US-Regierung in den vergangenen Tagen mögliche wirtschaftliche Anreize für den Iran als Gegenleistung für die Einstellung der Urananreicherung erkundet habe. In den Berichten wurden sogenannte Insider zitiert. Hilfsorganisation: Keine Zwischenfälle bei Verteilzentren In einer Erklärung am späten Freitagabend sagte ein Sprecher der umstrittenen Hilfsorganisation Gaza Humanitarian Foundation (GHF) im Gazastreifen, dass es bisher keine Zwischenfälle oder Todesopfer an oder in der unmittelbaren Umgebung der Verteilungsstellen gegeben habe. "Die GHF hat keine Kenntnis von diesen Vorfällen, aber diese Anschuldigungen sind zu schwerwiegend, um sie zu ignorieren, und wir fordern Israel daher auf, sie zu untersuchen und die Ergebnisse zeitnah und transparent zu veröffentlichen", so der Sprecher. In der Erklärung heißt es weiter, dass das israelische Militär die Aufgabe habe, allen humanitären Organisationen, die im Gazastreifen tätig seien, einschließlich der GHF, sicheres Geleit zu gewähren. Mehrere Tote nach israelischem Angriff gemeldet Bei einem israelischen Luftangriff im Gazastreifen sind einem palästinensischen Medienbericht zufolge mindestens elf Zivilisten getötet worden. Es sei eine Zeltstadt für Kriegsvertriebene im Zentrum der Stadt Gaza getroffen worden, berichtete die palästinensische Nachrichtenagentur Wafa unter Berufung auf eigene Korrespondenten im abgeriegelten Küstengebiet. Mehrere Menschen erlitten Verletzungen, hieß es. Der Bericht ließ sich zunächst nicht unabhängig überprüfen. Steinmeier: Völkerrecht nicht ignorieren Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier (SPD) hat mit Blick auch auf Deutschland davor gewarnt, einen Bruch des Völkerrechts zu ignorieren. "Gerade wir sollten die Völkerrechtsordnung zum Teil unserer eigenen Identität erklären", sagte Steinmeier im Deutschlandfunk-"Interview der Woche" auf eine Frage nach Äußerungen von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) im Zusammenhang mit dem Nahostkonflikt. Steinmeier fügte hinzu: "Deshalb dürfen wir nicht ignorieren, wo Völkerrecht nicht nur missachtet wird, sondern wo heute - und das gilt ja nicht nur in der Politik, sondern ich bin Zeitungsleser, ich bin Fernsehzuschauer - mit leichter Hand Völkerrecht sogar verächtlich gemacht wird." Steinmeier war konkret auf die Ankündigung von Merz angesprochen worden, den Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs gegen Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu nicht zu akzeptieren. Zudem auf Merz' Einschätzung, dass Israel mit dem Angriff auf den Iran im Bestreben, dessen atomare Bewaffnung zu verhindern, "die Drecksarbeit" verrichtet habe. Freitag, 27. Juni Trump rechnet mit baldiger Waffenruhe im Gazastreifen US-Präsident Donald Trump rechnet kommende Woche mit einer Waffenruhe im Gaza-Krieg. Er habe erst kürzlich mit einigen Beteiligten gesprochen, man sei nahe dran, sagte Trump - wohl mit Blick auf laufende Vermittlungsbemühungen. Auf die Frage eines Journalisten, wie nahe man einer Waffenruhe im Gaza-Krieg sei, erwiderte der Präsident im Weißen Haus: "Wir denken, dass wir innerhalb der nächsten Woche eine Waffenruhe bekommen." Trump nannte dazu keine weiteren Details. Es blieb daher unklar, worauf sich seine optimistische Aussage stützt. Die Vermittler Katar und Ägypten bemühen sich seit langem, eine neue Waffenruhe zwischen Israel und der islamistischen Hamas zu vereinbaren. Im Rahmen einer solchen Vereinbarung sollen auch die im Gazastreifen verbliebenen Geiseln freikommen und viele palästinensische Häftlinge aus israelischen Gefängnissen entlassen werden. Schüsse an Verteilzentren in Gaza – Israel startet offenbar Ermittlungen Nach UN-Angaben sind bei der Verteilung von Hilfsgütern im Gazastreifen seit Mai 410 Menschen getötet worden. Jetzt untersucht Israel mögliche Kriegsverbrechen. Den ganzen Artikel lesen Sie hier . Trump droht Iran mit neuen Angriffen US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit neuen Luftangriffen gedroht, sollte das Land weiter Uran anreichern. Auf die Frage einer Journalistin, ob er im Fall entsprechender Geheimdiensterkenntnisse neue Angriffe plane, sagte Trump am Freitag in Washington: "Zweifellos, absolut." Zuvor hatte der Präsident darauf beharrt, durch die US-Luftangriffe vom Wochenende seien die Anreicherungsanlagen im Iran vollständig zerstört und "ausgelöscht" worden. Der Iran habe zudem keine Gelegenheit mehr gehabt, bereits angereichertes Uran vorab in Sicherheit zu bringen, erklärte das Weiße Haus. Die amerikanische Regierung bezog sich auf Medienberichte, die das Ausmaß der Zerstörungen infrage gestellt hatten. Beim Nato-Gipfel in Den Haag hatte Trump zudem für die kommende Woche neue Verhandlungen mit dem Iran über sein Atomprogramm angekündigt. "Der Iran will sich treffen", sagte er nun. Details zu Ort und Datum für die Gespräche nannte er nicht. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hatte zuvor eine Rückkehr Teherans an den Verhandlungstisch verneint. Iran will alle Ausländer ohne Papiere ausweisen Nach dem Krieg mit Israel will der Iran alle Ausländer ohne gültigen Aufenthaltstitel ausweisen – darunter viele Afghanen. Häuser und Wohnungen, die an Afghanen vermietet sind, sollen beschlagnahmt oder versiegelt werden, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Mehr unter Berufung auf einen Brigadegeneral der Grenzpolizei. Im Iran leben nach unterschiedlichen Schätzungen mehrere Millionen Afghanen, viele ohne legalen Aufenthaltsstatus. In den Metropolen arbeiten viele von ihnen im Niedriglohnsektor, etwa in kleinen Supermärkten oder auf Baustellen. Im Zuge des Krieges mit Israel hatten iranische Sicherheitsdienste auch Afghanen für Sabotageakte und verdeckte Operationen verantwortlich gemacht. Berichtet wurde von Angriffen kleiner, mit Sprengstoff beladener Drohnen, die im Land gefertigt worden sein sollen. Bereits in den vergangenen Tagen war von Hunderten Festnahmen mutmaßlicher Kollaborateure die Rede. Der iranische Justizchef droht mit Strafen im Schnellverfahren. Iran verlängert weitgehende Sperrung seines Luftraums Der Iran hat die weitgehende Sperrung seines Luftraums trotz der Waffenruhe mit Israel erneut verlängert. Die Maßnahme gelte zunächst für einen weiteren Tag bis Samstag, 14 Uhr Ortszeit (12.30 Uhr MESZ), berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Irna unter Berufung auf einen Ministeriumssprecher. Einige Lockerungen und Überfluggenehmigungen gelten aber bereits, und zwar für den Osten des Landes. Der Flughafen in Teheran, Hauptziel internationaler Flüge, bleibt weiterhin geschlossen. Das Tracking-Portal "Flightradar24" verzeichnete vereinzelte Flüge im Osten und entlang der Südostküste des Iran. Israels Luftwaffe greift Hisbollah-Stellungen im Libanon an Die israelische Luftwaffe hat nach eigenen Angaben Stellungen der Terrororganisation Hisbollah im Libanon angegriffen. Es habe sich um einen Teil eines unterirdischen Hisbollah-Stützpunkts gehandelt, der bereits zuvor Ziel israelischer Angriffe gewesen sei, zitierten israelische Medien einen Armeesprecher. Die Hisbollah habe versucht, unterirdische Stellungen im Bereich der strategisch gelegenen Kreuzritterfestung Beaufort wiederherzustellen und damit gegen die Waffenstillstandsvereinbarung verstoßen. Auf Bildern in libanesischen Medien waren mehrere hohe Rauchsäulen zu sehen. Aus Sicherheitskreisen in Beirut war zu hören, es habe mindestens fünf schwere Luftschläge auf Hügeln nahe der Stadt Nabatije gegeben. Über Tote und Verletzte gab es zunächst keine Angaben. Lokalen Medienberichten zufolge suchten die Menschen in Nabatije Schutz aus Angst vor den weithin hörbaren Explosionen. Israels Angriff auf Ewin-Gefängnis fordert zivile Todesopfer Bei Israels Angriff auf das berüchtigte Ewin-Gefängnis in der iranischen Hauptstadt Teheran sind Berichten zufolge mehrere Zivilisten ums Leben gekommen. Unter den Toten waren unter anderem eine Sozialarbeiterin und ihr Sohn, wie die Tageszeitung "Shargh" berichtete. Erst drei Tage nach dem Angriff seien die Leichen der 52-Jährigen und ihres fünf Jahre alten Sohnes aus den Trümmern geborgen worden. Die Leiche des Jungen wurde dem Bericht zufolge in den Armen eines Kollegen seiner Mutter gefunden. Seit zehn Jahren setzte sich die Sozialarbeiterin für Gefangene in der Haftanstalt am Fuße des Elburs-Gebirges ein. Am Tag des Angriffs hatte sie ihren Sohn mit zur Arbeit genommen, da der Kindergarten geschlossen war. Auch weitere iranische Medien berichteten über den Fall. USA wollen Iran offenbar Milliarden-Deal vorschlagen In der Trump-Regierung wird offenbar erörtert, dem Iran bis zu 30 Milliarden Dollar für den Aufbau eines zivilen Atomprogramms zu geben, die Sanktionen zu lockern und Milliarden von Dollar an gesperrten iranischen Geldern freizugeben. Voraussetzung sei, dass das Mullah-Regime an den Verhandlungstisch zurückkehrt, berichtet CNN und beruft sich auf vier mit der Angelegenheit vertraute Quellen. Es seien auch während der Angriffe auf den Iran Gespräche geführt worden. Beamte der Trump-Regierung betonten gegenüber dem Sender, dass mehrere Vorschläge unterbreitet wurden. Sie seien vorläufig, wobei eine einzige Bedingung nicht verhandelbar ist: Es soll keine iranische Urananreicherung geben, wie es der Iran wiederholt gefordert hat. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi bestätigte zwar den Austausch mit mehreren Kollegen, zeigte sich gegenüber neuen Atomverhandlungen mit den USA allerdings zurückhaltend. "Aber was die Verhandlungen mit den USA betrifft, so evaluieren wir gerade, was das Beste für unsere nationalen Interessen ist", sagte er dem Staatssender IRIB. Bislang gebe es weder Pläne noch Zusagen für eine Wiederaufnahme der Verhandlungen. Israel: Wissen nicht, wo das iranische Uran ist Der israelische Verteidigungsminister Israel Katz räumte ein, dass Israel seinen Krieg gegen den Iran begonnen habe, ohne zu wissen, ob US-Präsident Donald Trump sich an der Offensive beteiligen würde. Er betonte im Sender Channel 12 jedoch, dass Israel zuversichtlich gewesen sei, dass die USA bei der Verteidigung des Landes helfen würden. "Bei der Verteidigung wussten wir, dass sie [die USA] uns zur Seite stehen – und sie haben eine großartige Arbeit geleistet", sagte Katz. Katz gab auch zu, dass Israel nicht wisse, wo sich das gesamte angereicherte Uran des Iran befinde. Er behauptete aber, dass die Militärschläge die Anreicherungskapazitäten Teherans zerstört haben. "Das Uran selbst, das Material, war nicht das Ziel des Angriffs", sagte er. Katz wiederholte seine Äußerungen gegenüber anderen Nachrichtenagenturen und sagte, Israel hätte den Obersten Führer des Iran, Ajatollah Ali Chamenei, ermordet, "wenn wir ihn im Visier gehabt hätten". Hier lesen Sie ältere Nachrichten zum Krieg in Nahost.






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