Autofahrer müssen am Mittwoch mit Verkehrsbehinderungen in der Kölner Innenstadt rechnen. Das Taxi-Gewerbe protestiert mit einem Autokorso gegen die Preispolitik von Fahrdiensten wie Uber und Bolt. Das Taxi-Gewerbe hat für diesen Mittwoch (2. Juli) Proteste in mehreren deutschen Großstädten angekündigt, darunter auch in Köln . Mit einem Autokorso und Kundgebungen wollen die Taxifahrer für höhere Preise bei der Konkurrenz von Uber und Co. demonstrieren. In Köln werden sich die Teilnehmer des Autokorsos ab 11 Uhr an der Deutzer Werft sammeln und anschließend durch die Stadt fahren. Bundesverband Taxi und Mietwagen fordert gleiche Bedingungen für alle Michael Oppermann, Geschäftsführer des Bundesverbands Taxi und Mietwagen, fordert gleiche Bedingungen für alle Anbieter: "Wir fordern Waffengleichheit: Mindestpreise für alle, statt nur für uns." Die Branche sieht in den Mietwagenplattformen wie Uber und Bolt einen unfairen Wettbewerb, da deren Preise nicht behördlich reguliert werden. Neben Köln sind auch in Berlin , Frankfurt , Stuttgart und Mainz Protestaktionen geplant. In der Hauptstadt soll ein Taxikorso durch den Tiergarten führen. Verkehrsteilnehmer müssen sich in allen betroffenen Innenstädten auf erhebliche Behinderungen einstellen. Die Taxi-Branche fordert die Kommunen auf, Mindestpreise für die digitalen Plattformen einzuführen. Der Deutschland-Chef von Bolt, Christoph Hahn, lehnt diese Forderung ab. Mindestpreise würden das Taxi-Gewerbe nicht retten, betont er. Eine solche Maßnahme würde ausschließlich zulasten der Verbraucher gehen, die dann wohl wieder aufs eigene Auto umsteigen würden.