Der sechste Cross-Country-Weltcup der Saison in luftiger Höhe in Andorra sorgte – wie fast in jedem Jahr – für hochinteressante Rennen der Elite- und U23-Klassen mit vielen unberechenbaren Wendungen, wenngleich auch einige Protagonistinnen und Protagonisten wie Superstar Tom Pidcock scheinbar keinerlei Einflüsse der außergewöhnlichen Bedingungen vor Ort zu spüren bekamen. Wir haben uns aufgemacht, die besten Bilder aller vier Cross-Country-Rennen zu sammeln – die Highlights des sechsten Weltcups der Saison in der Fotostory!
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Er kam, sah und siegte: Tom Pidcock produzierte in Andorra einmal mehr die Schlagzeile des Wochenendes und stellte bei seinem ersten und aller Voraussicht nach einzigem Einsatz im Mountainbike-Weltcup in diesem Jahr einmal mehr klar, welch großes Talent in ihm schlummert. In seiner Wahl-Heimat beschloss der Olympiasieger aus dem Vorjahr kurzerhand die wenige Kilometer Anreise in den Bikepark Pal Arinsal anzutreten, um dann die etatmäßige MTB-Elite wie blutige Anfänger aussehen zu lassen: Pidcock fuhr mit einer derartigen Dominanz und Leichtigkeit über Stock und Stein in der Höhe von Andorra, die der Konkurrenz das Fürchten lehren wird. Sollte Pidcock – wie angekündigt – nächstes Jahr also wieder vermehrt im MTB-Weltcup auftauchen, muss sich die Weltelite warm anziehen.
#Weltcupsieg-Wahrscheinlichkeit mehr als 60 % – Bei mehr als 60 % aller Weltcups, an denen Tom Pidcock bis dato in der Eliteklasse am Start stand, triumphierte der Brite auch. So wie auch in Andorra am vergangenen Wochenende!
Hauptakteur Nummer zwei im Feld der Herren war in Andorra der Franzose Luca Martin, der sich mehr oder weniger aus dem Nichts ins Rampenlicht fuhr: Erst distanzierte Martin alle Top-Favoriten im Short Track, dann musste sich der frisch gebackene französische Meister zwei Tage später in der Cross-Country-Disziplin nur Tom Pidcock geschlagen geben – letzteres auch noch mit zusätzlichem Defektpech eines Plattfußes. Bis dato kam der U23-Weltmeister des vergangenen Jahres nicht über einen siebten Rang im Weltcup hinaus, nun scheint der sagenumwobene Knoten wohl geplatzt zu sein.
Einen geplatzten Knoten konnte Samara Maxwell bereits zu Beginn der Saison verbuchen, als die Neuseeländerin in unwiderstehlichen Art und Weise beim Weltcup in Araxá erstmals aufs oberste Podest in einem Weltcuprennen klettern durfte. Seitdem läuft es für die U23-Weltmeisterin aus dem Jahr 2023 wie geschmiert: Bei keinem Weltcuprennen landete Maxwell seitdem auf einer schlechteren Position als der Zweiten. Dass diese Serie an Podestplätzen auch weiter Bestand haben würde, dafür legte sich Maxwell in Andorra jetzt besonders ins Zeug. Analog zu Luca Martin, biss sich Maxwell trotz eines Reifendefekts im Cross-Country-Rennen durch und belohnte sich schließlich nach einer beeindruckenden Aufholjagd mit dem zweiten Weltcupsieg ihrer Karriere. Profit schlug sie dabei gekonnt von der eher unerwarteten Schwäche der Siegerin der zwei vergangenen Rennen, Puck Pieterse, die einer der Leittragenden der dünnen Luft in Andorra war.
#Von Null auf 100 in die Weltspitze – Samara Maxwell war bei keinem Weltcuprennen in dieser Saison schlechter als Position zwei und nun bereits zum zweiten Mal auch auf Rang eins.
Blicken wir noch auf die Ereignisse in der U23-Klasse: Besonders hervorzuheben gilt es hier die Dominanz der Italienerin Valentina Corvi in der weiblichen Nachwuchsklasse und des Schweizers Finn Treudler in der männlichen Nachwuchsklasse.
Im Feld der U23-Herren scheint sich durch den erneuten Sieg Treudlers eine gewisse Tendenz abzuzeichnen: Während Treudler in den vergangenen Rennen immer wieder mit der Konkurrenz hart um den Sieg kämpfen musste und diesen auch teilweise verpasste – man denke nur an den Siegescoup von Paul Schehl in Nové Město na Moravě – schien Treudler in bereits in Val di Sole und noch verstärkter in Andorra in einer gänzlich eigenen Liga unterwegs zu sein. Es wird spannend zu sehen sein, inwiefern Treudler im kommenden Jahr in der Eliteklasse zurechtkommen wird: Das Beispiel des letztjährigen Dauersiegers in der U23-Klasse Riley Amos – bis dato kam der US-Amerikaner nicht über einen 14. Rang hinaus – zeigt, dass der Wechsel zu den „Erwachsenen“ eine nicht zu unterschätzende Hürde darstellt. Dennoch: Mit seinen Rundenzeiten in Andorra hätte Treudler durchaus Potenzial gehabt, in den Top-Fünf in der Eliteklasse mitzumischen.
Die deutsche Bilanz fällt nach den Rennen in Andorra zwiegespalten aus: Mit Nina Benz als Siebtplatzierte in der Eliteklasse der Damen und dem doppelten Podium von Nachwuchsfahrerin Sina van Thiel in der U23-Klasse der Damen demonstrierten vor allem die deutschen Frauen Stärke. Auch in der U23-Klasse der Herren lässt sich angesichts des vierten Rangs von Benjamin Krüger und Paul Schehls neuntem Rang nur bedingt meckern.
Die Eliteklasse der Herren stellt hingegen das Sorgenkind in Andorra dar: Durch den Ausfall von David List und Max Brandl galt es für Luca Schwarzbauer und Julian Schelb allein die Kohlen aus dem Feuer zu holen. Mit Rang 18 für Luca Schwarzbauer und Rang 24 für Julian Schelb gelang nur zu geringen Teilen.
#Eine feste Größe in der Weltspitze – Nina Benz eilt aktuell von einer Top-Ten-Platzierung im Weltcup zur nächsten.
Fotostory XC Elite Damen
#Dichte Wolken am Himmel von Andorra – Nach zwei Tagen voller Wetterkapriolen und Verschiebungen des Zeitplans am Freitag und Samstag, hatte der Wettergott am Sonntag mit den Cross-Country-Athletinnen und -Athleten ein Einsehen und bescherte ihnen ideale Wetterbedingungen.
#Zurück zu alter Stärke? – Mit ihrem Sieg im Short Track ließ Alessandra Keller nach einem eher unglücklich verlaufenen Frühjahr aufhorchen.
#Die Durchstarterin der Saison – Samara Maxwell sollte auch in Andorra eine entscheidende Rolle spielen...
#Neben Maxwell ist Jenny Rissveds eine der Fahrerinnen, die bisher so ziemlich in jedem Rennen vorne mitmischen konnten. – Auch in Andorra sollte das nicht anders sein...
#Los geht's für die schnellsten Mountainbikerinnen des Planeten auf den Rundkurs in Andorra. – Bemerkenswert: Am Anfang stürmte die Britin Isla Short mit einem überraschend großen Abstand an die Spitze. Im Nachgang erklärte sie, dass sie nach Rang 14 im Short Track es nicht gewohnt gewesen sei, derart weit vorne zu starten und daher ihre übliche Startroutine mit besonders viel Einsatz auf den ersten Metern abspulte. Dabei merkte sie gar nicht, dass an der Spitze ein derart hohes Tempo gar nicht vonnöten sei.
#Ronja Blöchlinger, Gesamtweltcupsiegerin der U23-Klasse vor zwei Jahren, mischte erstmals in ihrer Karriere in Andorra ganz vorne in der Eliteklasse mit. – Zu Beginn des Cross-Country-Rennens übernahm die Drittplatzierte des Short Tracks, das Zepter an der Spitze, verlor dann etwas an Boden und wurde letztlich sehr respektable Achte.
#Nachdem Ronja Blöchlinger zurückfiel und Puck Pieterse kurzzeitig das Feld anführte, rollte das Spitzenfeld der Damen eng zusammen. – In den letzten Runden ging es schließlich richtig zur Sache.
#In der letzten Runde duellierten sich schließlich Jenny Rissveds und Samara Maxwell an der Spitze. – Alessandra Keller (im Bild) kämpfte dahinter um den Anschluss und schob sich auf den letzten Metern an Jenny Rissveds vorbei an Rang zwei.
#Martina Berta mischte im Spitzenfeld ebenfalls mit und belohnte sich für ihr starkes Rennen mit Rang vier.#Fährt die Saison ihres Lebens – Nicole Koller war bei keinem Weltcuprennen in dieser Saison schlechter als Rang acht – in Andorra belegte sie Rang fünf – und liegt daher verdient auf dem zweiten Rang in der Weltcupgesamtwertung.
#Evie Richards jagt über die Steilwandkurven im Bikepark Pal Arinsal. – Die Britin landete in Andorra auf Rang sechs.
#Fix und alle nach einer bemerkenswerten Aufholjagd – Samara Maxwell rollte das Feld nach einem frühen Reifendefekt von hinten auf und schob sich mit einem Kraftakt in der letzten Runde auf Rang eins.
#Das französische Meistertrikot musste schnell her... – Im Short Track stand Luca Martin noch mit dem französischen Meistertrikot, das ihm eine Woche zuvor der nationale Verband überreichte, am Start. Nach seinem Sieg und einem potenziellen weiteren Erfolg im Cross-Country-Rennen musste es also schnell gehen im Cannondale Factory Racing Team...
#Konstanz in Person im Herrenfeld – Mathis Azzaro fährt bis dato eine bärenstarke Saison
#In Andorra war Ondrej Cink in seiner langjährigen Laufbahn häufig erfolgreich unterwegs – Nach seinem großen Coup in Leogang gehörte der Tscheche daher zweifelsohne zu den heißen Kandidaten auf einen Podestplatz im Bikepark Pal Arinsal.
#Noch ist das Herrenfeld eng beisammen... – Durch die außergewöhnlichen Bedingungen in Andorra waren die Abstände nicht nur im Herrenfeld am Ende besonders groß.
#Der Olympiasieger allein auf weiter Flur – Tom Pidcock stürmte bereits in der ersten Runde aus den hinteren Startreihen ins Spitzenfeld, gönnte sich anschließend einer Runde Verschnaufpause und blies dann vollends zur Siegesattacke.
#Luca Martin bestätigte sein starkes Auftreten im Short Track mit einem abermals beeindruckenden Rennen. – Lange Zeit war der Franzose als einziger ernstzunehmender Kontrahent zu Tom Pidcock unterwegs, nach einem Plattfuß verteidigte er schließlich Rang zwei souverän.
#Der erbitterte Kampf um Rang drei – Mathis Azzaro (vorne) und Charlie Aldridge (hinten) lieferten sich ein packendes Duell um den letzten verbliebenen Podestplatz.
#Charlie Aldridge bewies am Ende das größere Stehvermögen und schob sich auf Rang drei.
#Im Verfolgerfeld jagte Luca Braidot mit der schnellsten letzten Rennrunde von Rang neun auf Rang fünf.#Nach dem ersten Weltcupsieg in Val di Sole mischte Martin Vidaurre einmal mehr vorne im Spitzenfeld mit. – Knapp hinter Luca Braidot landete Vidaurre auf Rang sechs.
#Der Altmeister kann's noch! – Nino Schurter mischte in Andorre mächtig im Verfolgerfeld mit und fuhr mit Rang sieben sein zweitbestes Saisonergebnis ein.
#Wenn es auch nicht ganz zum Sieg oder einem Podestplatz gereicht hat, Ondrej Cink scheint sich in der Weltspitze wieder festzubeißen. – Der Tscheche belegte in Andorra Rang neun, lag aber noch eingangs der letzten Runde auf Rang fünf.
#Doppelte Freude im Cannondale Factory Racing Team – Luca Martin und Charlie Aldridge beglückwünschen sich zu ihrem jeweiligen Podestplatz.
#Mit wilder Helmfrisur zum Sieg – Hat sich da jemand etwa was von Tadej Pogačar abgeguckt?
#Alle Augen auf Valentina Corvi – Die Italienerin vom Canyon CLLCTV Team hatte das letzte Weltcuprennen in Val di Sole in der U23-Klasse der Damen gewonnen und galt damit als Favoritin auf den Sieg in Andorra.
#Und die Italienerin wurde ihrer Favoritenrolle auch mehr als gerecht! – Mit stolzem Vorsprung von 3:25 Minuten triumphierte Corvi auch in Andorra.
#Auf Rang zwei landete die U23-Europameisterin Monique Halter. – Von Rang acht aus schob sich die Schweizerin in der dritten Runde auf den zweiten Rang und gab diesen bis ins Ziel nicht mehr her.
#Eine ähnliche Aufholjagd wie von Monique Halter bescherte Sina van Thiel nach Rang drei im Short Track das zweite Weltcuppodium am gleichen Wochenende. – Van Thiel kletterte von Rang sechs aus nach und nach bis auf Rang drei vor.
#Die verdiente Siegerin am gestrigen Tage hieß aber Valentina Corvi. – Chapeau!
#Nimmt mehr und mehr die Rolle eines Dauersiegers ein – Finn Treudler siegte bereits bei drei Cross-Country-Rennen der Saison in der U23-Klasse der Herren und war bereits im Short Track in Andorra erfolgreich.
#Gleiches Bild an der Spitze wie im U23-Damenfeld – Finn Treudler stürmte wie sein weibliches Pendant Valentina Corvi solo an die Spitze und ließ der Rest der Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance.
#Nicolas Halter, der Bruder der Zweitplatzierten des U23-Damenrennens, fuhr überraschenderweise auf Rang zwei. – Der Schweizer befindet sich aktuell in seinem ersten Jahr in der U23-Klasse und dürfte daher in Zukunft in der Nachwuchskategorie noch öfters vorne vorzufinden sein.
#Enger Kampf um Rang drei mit deutscher Beteiligung – Benjamin Krüger (hinten) musste dem Schweizer Maxime L'Homme (vorne) letztlich den Vortritt lassen und mit Rang vier vorliebnehmen.
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