Sich einfach mal die Tür auf die Nase knallen lassen: Joshua Cohens Roman „Die Netanjahus"
Ruben Blum will einfach nur dazugehören. Es ist das Jahr 1959 und er ist Amerikaner und Historiker, unauffälliger geht es kaum – Jude ist er mehr so nebenher. Ihm macht das nichts aus, wenn nur sein Umfeld ihn nicht immer wieder daran erinnern würde: „Ein jüdischer Historiker?“ Und so nimmt er die Aufgabe seiner fiktiven Universität im Bundesstaat New York nur widerwillig an: Er soll den für eine Professur infrage kommenden Benzion Netanjahu und dessen Familie betreuen, als sie in die Stadt kommen. So beginnt, was der Untertitel von Joshua Cohens Die Netanjahus prägnant zusammenfasst: der Bericht über ein nebensächliches und letztlich sogar unbedeutendes Ereignis in der Geschichte einer sehr berühmten Familie.
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