Der Patriarch des schwäbischen Textil-Herstellers Trigema erklärt seinen Krankenhausaufenthalt. Er leide an Altersdepressionen und habe sein Leben beenden wollen, schreibt er. Wolfgang Grupp hat sich mit einem Brief an seine ehemaligen Mitarbeiter und die Öffentlichkeit gewandt. Zehn Tage, nachdem sein Aufenthalt im Krankenhaus bekannt wurde, erklärt er die Hintergründe. Er leide an Altersdepressionen und habe versucht, sein Leben zu beenden, schreibt der 83-Jährige. Den Brief hat die "Bild" zuerst veröffentlicht. Der Brief : Wolfgang Grupps Nachricht im Wortlaut "Mir geht es den Umständen entsprechend gut", so Grupp. Er bedanke sich bei den Ärzten sowie Rettungs- und Pflegekräften, die sich um ihn kümmern. Er sei im 84. Lebensjahr und habe sich Gedanken darüber gemacht, ob er überhaupt noch gebraucht werde. Details zu dem Suizidversuch nannte Grupp nicht. Es könne nun aber etwas länger brauchen, bis er wieder ganz gesund sei, schreibt er. "Ich bedauere sehr, was geschehen ist und würde es gerne ungeschehen machen." Grupp schließt den Brief mit der Bitte an alle, die an Depressionen leiden, sich professionelle Hilfe zu suchen und sich in Behandlung zu begeben. Der Textilunternehmer Wolfgang Grupp wurde 1942 in Burladingen auf der Schwäbischen Alb geboren. 1969 übernahm Grupp die von seinem Großvater gegründete Firma. Trigema ist ein Hersteller von Wäsche, Freizeit- und Sportbekleidung und wirbt damit, zu 100 Prozent "Made in Germany" anzubieten. 2023 lag der Produktionsumsatz bei 129,3 Millionen Euro, die Mitarbeiterzahl bei gut 1.140. Anfang 2024 räumte Grupp den Chefposten und gab die Geschäftsführung an seinen Sohn Wolfgang Grupp junior und seine Tochter Bonita ab. Mehr in Kürze Hinweis: Falls Sie viel über den eigenen Tod nachdenken oder sich um einen Mitmenschen sorgen, finden Sie hier sofort und anonym Hilfe.