Käsestreit um Emmentaler: Österreich schaltet sich ein
Der Streit über die Bezeichnung Emmentaler geht in die nächste Runde. Jetzt kommt Österreich anderen EU-Ländern gegen die Schweiz zu Hilfe. Der Emmentaler muss aus dem Emmental kommen – so sieht es die Schweiz. Doch Österreich widerspricht und fährt juristische Geschütze auf. Die Schweiz pocht auf eine geschützte Ursprungsbezeichnung, schließlich liegt der Herkunftsort in ihrem Staatsgebiet. Das Nachbarland Österreich sieht das anders: Emmental sei lediglich eine Variante von Käse. Wien schließt sich jetzt einer Klage anderer EU-Länder vor dem Gericht der Europäischen Union an. "Emmentaler ist in Österreich seit Jahrzehnten ein Begriff für eine Käsesorte – nicht für eine Herkunft", stellt Landwirtschaftsminister Norbert Totschnig (ÖVP) laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" klar. Der Tiroler hat seine Juristen bereits aufmarschieren lassen: "Wir kämpfen jetzt auf dem Rechtsweg für unsere bäuerlichen Betriebe und unsere Verarbeitungsbetriebe." EU-Kommission lehnte Antrag der Schweiz ab In Österreich wird der Käse mit den charakteristischen Löchern seit den 1930er-Jahren hergestellt. Im Jahr 2023 wurden laut "Kronen Zeitung" 13.700 Tonnen produziert. Nun liegt der Fall beim Europäischen Gericht in Luxemburg . Die EU-Kommission hatte sich bereits gegen die Schweiz gestellt. In einem Beschluss vom Januar 2025 entschied das Gremium, einen entsprechenden Antrag aus Bern abzulehnen. Es handele sich um eine Käsesorte, hieß es damals. Vor dem Europäischen Gericht war die Schweiz bereits vor zwei Jahren abgeblitzt. Doch dann beantragte der Schweizer Branchenverband Emmentaler Switzerland bei der Weltorganisation für geistiges Eigentum (WIPO) erfolgreich die Registrierung von "Emmentaler" als geschützte Ursprungsbezeichnung. Deshalb zieht die Schweiz nun erneut vor das EU-Gericht in Luxemburg. Doch die EU-Kommission bekommt Unterstützung von Deutschland, Frankreich , Polen und den Niederlanden vor dem EU-Gericht in Luxemburg. Österreich will sich jetzt beim Europäischen Gericht als Streithelfer eintragen lassen. Dabei handelt es sich aber nicht um einen Vermittler, sondern eine Partei, die den Kläger unterstützt – in diesem Fall die EU-Länder. Österreichs Landwirtschaftsminister Totschnig warnt vor den wirtschaftlichen Folgen: "Wir reden hier nicht nur über Etiketten. Es geht um Arbeitsplätze, um Wertschöpfung im ländlichen Raum und um Rechtssicherheit für unsere Betriebe." Sein Fazit laut "Kronen-Zeitung": "Wenn Begriffe, die sich seit Generationen eingebürgert haben, plötzlich monopolisierbar werden, wäre das ein fatales Signal."
Moscow.media
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