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Июль
2025

Debatte um stärkere Nutzung der E-Patientenakte

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Fast alle Kassenpatienten haben inzwischen auch einen digitalen Speicher für Untersuchungsbefunde oder Laborwerte. Viele haben ihn aber noch gar nicht selbst aktiviert und hineingeschaut. Was tun? Angesichts einer bisher noch geringen aktiven Nutzung der neuen elektronischen Patientenakten (ePA) bei Millionen Versicherten werden Rufe nach mehr Informationen und einem leichteren Zugang laut. Hausärzte warnten vor einer "Bruchlandung" des Projektes und forderten von den Krankenkassen bessere Aufklärung. Patientenvertreter sehen die Praxen und Kliniken in der Verantwortung, wichtige Daten in die E-Akten einzustellen. Die gesetzlichen Kassen setzen auf einen Schub im Herbst, wenn Ärzte dazu verpflichtet sind. "Die Zahl der aktiven Nutzer ist ernüchternd", sagte der Bundesvorsitzende des Hausärzteverbandes, Markus Beier, der "Rheinischen Post". Wenn die Verantwortlichen weitermachten wie bisher, werde eines der wichtigsten versorgungspolitischen Projekte "langsam, aber sicher scheitern". Er wies auf einen komplizierten Registrierungsprozess und störanfällige Technik hin. Die meisten Patienten hätten auch noch kaum etwas von der ePA mitbekommen. 70 Millionen Versicherte haben eine E-Akte Hintergrund ist, dass Millionen Versicherte für sie eingerichtete E-Akten bisher noch nicht aktiv nutzen, um eigene Gesundheitsdaten anzusehen oder auch sensible Inhalte zu sperren. Nach einer Reform der Ampel-Koalition haben 70 Millionen der gut 74 Millionen gesetzlich Versicherten seit Januar eine ePA von der Kasse angelegt bekommen. Dabei gilt: Wer keine möchte, muss aktiv widersprechen. Und: Man kann in seine ePA hineinschauen, muss es aber nicht. Der Betrieb in Praxen und Kliniken wird derzeit bundesweit ausgedehnt. Dabei können Ärzte die ePA mit Dokumenten füllen, auch wenn Versicherte sich noch nicht selbst per App eingeloggt haben. Nur dann können Patienten aber online für sich festlegen, welche Ärzte welche Daten sehen können und was nicht. Patientenbeauftragter fordert Verbesserungen Der Patientenbeauftragter der Bundesregierung , Stefan Schwartze, forderte Nachbesserungen: "Mich erreichen Zuschriften von Bürgerinnen und Bürgern, die Probleme bei der Einrichtung der ePA beklagen", sagte der SPD-Politiker Ippen Media etwa mit Blick auf ungeeignete Smartphones oder andere Zugangsprobleme. "Das muss sich dringend verbessern." Die ePA müsse auch anwendungs- und patientenorientierter werden – für jede Altersgruppe. Die Deutsche Stiftung Patientenschutz erklärte, für eine Bruchlandung der ePA wären niedergelassene Ärzte und Kliniken selbst verantwortlich. "Schließlich müssen sie die Daten der Patienten einpflegen", sagte Vorstand Eugen Brysch. "Versicherte können nur Inhalte steuern, die da sind." Eine Informationspflicht liege außerdem auch bei den Leistungserbringern, nicht nur bei den Kassen. Kassen setzen auf "wichtigen Schub" im Oktober Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherungen betonte, jetzt gehe es darum, die Akzeptanz und den praktischen Nutzen weiter zu erhöhen, damit die ePA in der Breite der Versorgung ankomme. Vorstand Martin Krasney sagte, er sei zuversichtlich, dass es einen wichtigen Schub gebe, wenn alle Ärztinnen und Ärzte ab 1. Oktober verpflichtet seien, neue Diagnosen und Befunde in der E-Akte abzulegen. "Das unberechtigte Schlechtreden der ePA ist sicher kein konstruktiver Beitrag zur notwendigen Digitalisierung." Bisher nutzen Millionen Versicherte ihre ePA noch nicht für sich selbst, wie es auf Anfrage bei großen Kassen hieß. Bei der Techniker Krankenkasse sind elf Millionen E-Akten angelegt, aktiv nutzen sie 750.000 Versicherte. Die Barmer hat 7,8 Millionen angelegte ePAs und etwa 250.000 aktive Nutzer. Zur ersten Verwendung der App muss man sich generell zunächst identifizieren und freischalten lassen. Bei den elf Allgemeinen Ortskrankenkassen (AOK) mit 25,8 Millionen bestehenden E-Akten haben bisher 200.000 Versicherte dafür eine persönliche Gesundheits-ID angelegt, die ihnen den Zugriff ermöglicht.






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