Die Bundesregierung will die finanziellen Mittel zur Filmförderung fast verdoppeln. Braucht Deutschland wirklich so viel Geld für Filme und Serien? Schon im nächsten Jahr sollen Filmschaffende finanziell besser unterstützt werden. Damit mehr erfolgreiche Filme in Deutschland produziert werden, will der Bund ab 2026 deutlich mehr Geld ausgeben. Allein die Mittel für die Filmförderfonds sollen von zurzeit 133 Millionen Euro auf 250 Millionen Euro erhöht werden. Das erklärte Kulturstaatsminister Wolfram Weimer zum geplanten Bundeshaushalt. Zudem kündigte Weimer "zeitnah" den Entwurf für ein Gesetz zur Investitionsverpflichtung an. Dieses würde zum Beispiel Streamingdiensten vorschreiben, Geld in Produktionen oder Studios in Deutschland zu stecken. Pläne dazu gab es schon unter Weimers Vorgängerin, der Grünen-Politikerin Claudia Roth . "Wir brauchen mehr Blockbuster und Serienhits made in Germany", betonte Weimer und schwärmte weiter: "Diese Reform wird der Soundtrack zum Aufbruch." Finanzminister Lars Klingbeil (SPD) ergänzte: "Wir wollen ein Top-Standort für Film- und Serienproduktionen sein, die international erfolgreich sind." Doch weil die Einnahmen sinken und die Schulden hoch sind, ist die Erhöhung umstritten. Das führt zur Frage: Braucht die deutsche Filmförderung wirklich so viel Geld?