Israel macht Ernst: Das Sicherheitskabinett hat die Einnahme von Gaza-Stadt beschlossen. Israels Führung will die Stadt Gaza einnehmen und die islamistische Hamas entwaffnen. Das Sicherheitskabinett habe einen entsprechenden Militäreinsatz gebilligt, teilte das Büro von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu mit. Der Regierungschef hatte zuvor angedeutet, später solle das Küstengebiet an "arabische Kräfte" übergeben werden, die das Gebiet dann "ordnungsgemäß regieren". "Wir wollen es nicht behalten", sagte Netanjahu. "Wir wollen eine Sicherheitsgrenze haben. Wir wollen es nicht regieren. Wir wollen dort nicht regieren." Ob sich Netanjahus Plan so umsetzen ließe, ist fraglich. Aus jordanischen Regierungskreisen hieß es, die arabischen Staaten würden nur Lösungen unterstützen, die von den Palästinensern selbst getragen würden: "Araber werden nur das unterstützen, worauf sich die Palästinenser einigen und was sie beschließen." Die Sicherheit in Gaza müsse durch legitime palästinensische Institutionen gewährleistet werden. "Die Araber werden weder Netanjahus Politik zustimmen noch seinen Schlamassel beseitigen." Hamas sieht Pläne als "Putsch" Bei der Hamas hieß es, Netanjahus Pläne kämen einem "Putsch" gleich. Sie zeige zudem, dass Netanjahu bereit sei, die israelischen Geiseln für seine persönlichen Interessen zu opfern. Die Vereinten Nationen sehen eine mögliche Ausweitung der israelischen Offensive im Gazastreifen als falschen Schritt. "Wir stehen entschieden gegen jede Eskalation des Konflikts", sagte UN-Sprecher Farhan Haq in New York . Der Krieg sei bereits extrem verheerend und habe mehr als 60.000 Opfer gekostet. "Es droht enormes humanitäres Leid", so Haq weiter. Die Zahl der Todesopfer durch Verhungern könnte weiter steigen.