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Август
2025

Israel tötet im Gazastreifen mehrheitlich Zivilisten – Datenbank der Armee

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Israels Vorgehensweise im Gazastreifen zieht seit Kriegsbeginn massive Kritik nach sich. Neue Daten der Armee zeigen die erschreckend hohe Zahl an zivilen Opfern. Aus internen Daten der israelischen Armee geht hervor, dass Israel im Kampf gegen die Hamas im Gazastreifen mehrheitlich Zivilisten tötet. Mehreren Dokumenten zufolge, die dem britischen "Guardian", dem israelisch-palästinensischen Magazin "+972" und dem hebräischen Nachrichtenportal "Local Call" vorliegen, sind fünf von sechs (83 Prozent) der Getöteten Zivilisten, darunter häufig Frauen und Kinder. Nach offiziellen Zahlen der Armee liegt die Gesamtzahl der Todesopfer im Gaza-Krieg inzwischen bei rund 53.000 Palästinensern, von denen lediglich etwa 8.900 namentlich der Hamas zugerechnet werden. Die Daten stammen aus dem Mai 2025, zu diesem Zeitpunkt dauerte der Krieg bereits seit 19 Monaten an. Angesichts der Häufigkeit ziviler Opfer gehört der Konflikt zu den blutigsten der vergangenen Jahrzehnte. Selbst in Kriegen, die für scheinbar willkürliche Gewalt bekannt sind – wie der syrische Bürgerkrieg oder der Krieg im Sudan – wurde kein so hoher Anteil von Zivilisten getötet. Israels Angriff auf Gaza-Stadt: Vororte bereits erobert Baupläne im Westjordanland : Israel "begräbt die Idee eines palästinensischen Staates" Hoher Anteil ziviler Opfer Im Vergleich wiesen nur der Völkermord in Ruanda 1994, die russische Belagerung von Mariupol im Jahr 2022 sowie das Massaker von Srebrenica während des Bosnienkriegs eine noch höhere Quote ziviler Todesopfer auf, heißt es in der gemeinsamen Recherche der drei Medien. Der ungewöhnlich hohe Anteil an getöteten Zivilisten sei gerade angesichts der Dauer des Konflikts bemerkenswert, erklärt Therése Pettersson vom Uppsala Conflict Data Program, das weltweit zivile Opfer in Kriegen dokumentiert, gegenüber dem "Guardian". Viele Völkermordforscher, Menschenrechtsanwälte, NGOs und Akademiker – viele von ihnen mit israelischer Herkunft – kommen angesichts der Zahlen und der humanitären Lage vor Ort zu dem Schluss, dass Israel in Gaza einen Genozid begehe. Das israelische Militär bestritt weder die Existenz der Datenbank noch die Daten zu den Todesfällen im Gazastreifen, als es von "Local Call" und "+972 Magazine" um einen Kommentar gebeten wurde. Als der "Guardian" um einen Kommentar zu denselben Daten bat, sagte ein Sprecher, man habe sich entschieden, seine Antwort "umzuformulieren". Darin hieß es, die im Artikel genannten Zahlen seien falsch. Allerdings wurde nicht angegeben, welche Daten das israelische Militär bestreitet. Auf die Frage, warum das Militär auf Fragen zum selben Datensatz unterschiedliche Antworten gegeben habe, erhielt der "Guardian" keine Antwort. Netanjahu behauptet etwas anderes Die Datenbank selbst enthält nach Angaben der Recherchen die Namen von 47.653 mutmaßlichen Kämpfern der Hamas sowie des Palästinensischen Islamischen Dschihad. Sie basiert auf Dokumenten und Informationen, die die israelische Armee im Gazastreifen gesammelt hat. Geheimdienstquellen zufolge gilt sie innerhalb des Militärs als einzige verlässliche Zählung der getöteten Kämpfer. Zugleich berichtet "Local Call", dass das Militär die Zahlen des Gesundheitsministeriums von Gaza trotz öffentlicher Diffamierungen intern offenbar als durchaus glaubwürdig einstuft. Beide Statistiken könnten die Opferzahlen jedoch unterschätzen: Das Gesundheitsministerium listet nur geborgene Leichen, nicht aber die Tausenden, die noch unter den Trümmern verschüttet liegen. Weiter soll Israels Premierminister Benjamin Netanjahu laut den Recherchen wissentlich falsche Angaben gemacht haben. So sprach er im September 2024 von knapp 20.000 getöteten Hamas-Kämpfern und behauptete, das Verhältnis zwischen getöteten Zivilisten und Terroristen liege bei "eins zu eins". Die Geheimdienst-Datenbank, auf die Netanjahu vermutlich Zugriff hatte, entlarvt diese Aussagen jedoch als nachweislich falsch. Hinzu kommt, dass laut einer Geheimdienstlichen Quelle, innerhalb des Südkommandos der Armee gezielt dazu ermutigt wurde, Zahlen zu getöteten Hamas-Kämpfern künstlich nach oben zu treiben. "Manche Menschen werden nach ihrem Tod einfach zu Terroristen gemacht", zitiert der "Guardian" eine Quelle. Neue Gaza-Offensive gestartet Die aktuelle Lage im Gazastreifen verspricht keine Entspannung: Erst am gestrigen Tag startete die israelische Armee eine neue Großoffensive mit dem Ziel, Gaza-Stadt vollständig einzunehmen. Experten wie Mary Kaldor, Leiterin des Conflict Research Program, machen die Regeln der Kriegsführung für die hohen Opferzahlen verantwortlich. Demnach dürfen Soldaten auch größere Gruppen angreifen, selbst wenn sich darin nur wenige Kämpfer und überwiegend Zivilisten befinden. "In Gaza handelt es sich eher um gezielte Attentate als um Kämpfe, und diese werden ohne Rücksicht auf die Zivilbevölkerung geführt", sagte Kaldor. Die israelische Regierung bezeichnet ihr Vorgehen weiterhin als Akt der Selbstverteidigung nach den Hamas-Angriffen vom 7. Oktober 2023, bei denen 1.200 Menschen starben. Zugleich bedienen sich politische und militärische Entscheidungsträger immer wieder einer Sprache, die an Völkermord-Rhetorik erinnert. So forderte der damalige Leiter des Militärgeheimdienstes unmittelbar nach Kriegsbeginn, für jedes Opfer vom 7. Oktober müssten 50 Palästinenser sterben – unabhängig davon, ob es sich um Kinder handele. Sein Nachfolger Aharon Haliva, der im April 2024 zurücktrat, sprach in Aufnahmen, die kürzlich im israelischen Fernsehen gezeigt wurden, von der "Notwendigkeit" massenhafter Tötungen in Gaza, um "künftigen Generationen" der Palästinenser eine Botschaft zu senden. Mehrere israelische Soldaten berichten zudem von gezieltem Beschuss auf Zivilisten. Ein Soldat, der 2025 in Rafah stationiert war, schilderte, seine Einheit habe eine "imaginäre Linie" in den Sand gezogen und auf jeden geschossen, der sie überschritt – darunter zweimal Kinder und einmal eine Frau. "Niemand zielte auf ihre Beine", sie hätte geschossen, um zu töten, nicht zu warnen, sagte er.






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