Nach über zwei Jahrzehnten politischer Karriere bei den Grünen kehrt Robert Habeck der Politik den Rücken. Sein Ausscheiden sehen zahlreiche t-online-Leser mit Bedauern, andere begrüßen seinen Schritt. Zum 1. September legt Robert Habeck (Grüne) sein Bundestagsmandat nieder, wie zu Beginn der Woche bekannt wurde . Er verkündet, an Universitäten im Ausland forschen und lehren zu wollen. Mayra Vriesema aus Schleswig-Holstein rückt für den früheren Bundeswirtschaftsminister in den Bundestag nach. Zum Abschied findet Habeck kritische Worte , die sich gegen Markus Söder und Julia Klöckner richten. Über die Bundestagspräsidentin sagt er: "Sie war noch nie in der Lage, Dinge zusammenzuführen. Sie hat immer nur polarisiert, polemisiert und gespalten." Und dem CSU-Chef wirft er vor, mit seinem "fetischhaften Wurstgefresse" keine Politik zu betreiben. t-online-Reporterin Julia Naue hält Habeck für einen schlechten Verlierer: "Sein vergifteter Abschied zeugt von schlechtem Stil." Ihren vollständigen Kommentar lesen Sie hier . Ihm folgten zahlreiche Zuschriften aus der Leserschaft. "Ein Verlust für die deutsche Politik" Ursula Grothues schreibt: "Ich finde es bedauerlich, dass Herr Habeck sich politisch zurückzieht. Es ist ein Verlust für die deutsche Politik. Verständlich ist es allerdings auch. Ein Nachkarten gegen Frau Klöckner und Herrn Söder kann ich nicht erkennen. Er bediente sich nur deren Mittel, die ja leider mittlerweile hoffähig sind. Ich wünsche ihm alles Gute für seine Pläne." "Es tut mir nicht leid, dass Robert Habeck weggeht", sagt hingegen Sandra Gregoran . "Seine selbstgefällige Art kam nicht bei jedem gut an. Schade ist, dass er jetzt mit seinem Rundumschlag verbrannte Erde hinterlässt. Er brachte mit seinen Grünen der BRD keinen wirtschaftlichen Erfolg. Denn er versprach viel, bewirkte aber nichts." "Habeck sollte sich an die eigene Nase fassen" Gisela Kleinhenz mailt: "Ich verstehe Herr Habeck sehr gut. Er ertrug die Schmähungen unseres bayerischen Bierzeltkönigs stets, ohne darauf zu reagieren. Er argumentierte immer sachlich, ohne persönlich zu werden. Nun platzte ihm halt doch einmal der Kragen. Wer kann ihm das übel nehmen? Ich wünsche Herr Habeck eine glückliche Zukunft." "Bevor Habeck unqualifizierte, persönliche Angriffe gegen Politiker anderer Parteien austeilt, sollte er sich lieber an die eigene Nase fassen", meint Norbert Schüpferling . "Noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik gab es einen unfähigeren, dilettantischeren Wirtschaftsminister, der genau das Gegenteil von dem erreichte, was das Amt erfordert: nämlich Stagnation und Rezession in der Wirtschaft sowie Angst und Unsicherheit in der Bevölkerung." "Schade, dass er jetzt geht" Christine Petri äußert: "Endlich einmal teilte Herr Habeck aus. Was ihm unterstellt und wie er runtergeputzt wurde, war schon einmalig. Besonders aus Bayern wurde Hetze gegen ihn betrieben. Er war wohl ein sehr guter und beliebter Chef in seinem Ressort. Anders kann ich den minutenlangen Applaus bei seiner Verabschiedung nicht deuten. Das war sehr bewegend. Es ist schade, dass er jetzt geht. Er war ein ganz großer Politiker, dem an der Umwelt und unserer Gesellschaft etwas lag." "Als ich die Abschiedsworte von Robert Habeck las, verschlug es mir die Sprache", verrät Barbara Fuchs . "Ich wählte nie Grün, schätzte Habeck trotzdem. Mit seinen Worten hat er alles kaputt gemacht. Dass er auf diese unrühmliche Weise zurücktritt, zeigt mir ganz deutlich, dass er etwas nicht verdaut hat und gekränkt ist. Ich hoffe, nichts mehr von ihm zu hören." Andre Häusler schreibt: "Ich bin noch nicht mal ein großer Freund von Herrn Habeck, aber er war einer, der für ein Miteinander und ein Einander zuhören stand, im Gegensatz zu dem Polarisierer Söder. Er musste in der Vergangenheit sehr viel einstecken, jetzt darf er auch mal austeilen."