Die geplante Mütterrente III bringt mehr Rente für Eltern. Doch der Verwaltungsaufwand für Rentenkasse, Länder und Kommunen ist groß. Die geplante Ausweitung der Mütterrente ist ein kostspieliges Projekt – und das nicht nur wegen der höheren Rentenzahlungen selbst. Wie "Table Media" mit Verweis auf den Gesetzesentwurf berichtet, verschlingen allein der Druck und der Versand der Bescheide 13,4 Millionen Euro. Weil die Leistung rückwirkend ausgezahlt werden soll, fallen auch Zusatzkosten in Höhe von 2,7 Millionen Euro an, unter anderem für die erneute Abrechnung von Erstattungsansprüchen anderer Sozialleistungsträger. Insgesamt summieren sich die zusätzlichen Ausgaben auf mehr als 50 Millionen Euro. 32 Millionen Euro entstehen bei der Rentenversicherung , weitere 19 Millionen Euro bei Ländern und Kommunen. Wie viel mehr Rente die Mütterrente bringt Mit der Mütterrente erhalten Eltern, meist Mütter, zusätzliche Rentenpunkte für Kinder , die vor 1992 geboren wurden. Seit 2014 wurden pro Kind bis zu zwei Jahre Erziehungszeit anerkannt, also bis zu zwei Rentenpunkte gutgeschrieben. Das nannte sich Mütterrente I. Zuvor war ab 1986 nur ein Rentenpunkt pro Kind möglich. 2019 folgte eine zweite Verbesserung: Seitdem werden bis zu 2,5 Rentenpunkte pro Kind anerkannt (Mütterrente II). Seit 1992 gibt es für Kinder, die ab diesem Jahr geboren wurden, bereits drei Rentenpunkte. Die nun geplante Mütterrente III soll drei Rentenpunkte für alle bringen. Komplexe Umsetzung: Neue Mütterrente wird frühestens 2028 ausgezahlt Mütterrente bis Eintrittsalter: Bei der Rente könnte es noch Überraschungen geben Für Mütter (und Väter), deren Kinder vor 1992 geboren wurden, soll es künftig also einen halben Rentenpunkt mehr pro Kind geben. Da ein Rentenpunkt seit 1. Juli 2025 40,79 Euro wert sein wird, würden 0,5 Rentenpunkte mehr die Rente um 20,40 Euro pro Monat und Kind erhöhen. Eine Mutter oder ein Vater mit zwei Kindern bekäme künftig knapp 41 Euro mehr Rente pro Monat. Wer drei Kinder hat, könnte mit gut 61 Euro mehr Rente rechnen. Armin Grau, sozialpolitischer Sprecher der Grünen, kritisierte die Pläne bei "Table Media" scharf: Der "irrsinnige Verwaltungsaufwand" stehe in keinem Verhältnis zum Nutzen. Die zusätzlichen 20 Euro monatlich seien für viele ärmere Rentnerinnen kaum spürbar, während wohlhabende Rentnerhaushalte die Leistung gar nicht benötigten.