Der Bundeswehr-Reservistenverband lädt Ex-Vizekanzler Habeck zur militärischen Ausbildung ein. Hintergrund ist seine Äußerung, anstelle seiner Kinder selbst kämpfen zu wollen. Der Reservistenverband der Bundeswehr hat den ehemaligen Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) eingeladen, eine militärische Ausbildung als Reservist zu absolvieren. Anlass ist eine Äußerung Habecks in der Talkshow "Markus Lanz", in der er betont hatte, im Ernstfall eher selbst kämpfen zu wollen als seine Söhne. "Ich freue mich, dass nun auch Ex-Minister Robert Habeck Deutschland verteidigen will", erklärte Verbandspräsident Patrick Sensburg, Oberst der Reserve, der "Bild". Man lade Habeck ein, eine Ausbildung zum Reservisten zu durchlaufen, die an seine Lebensumstände angepasst sei. Ziel sei es, "die Heimat zu verteidigen und hoffentlich auch regelmäßig Reservistendienst zu leisten", so Sensburg. Habeck hat noch nicht reagiert Habeck, der von 1989 bis 1991 Zivildienst leistete, hatte in jungen Jahren den Wehrdienst verweigert. Er kündigte an, sich nach seinem Ausscheiden aus dem Bundestag im September beruflich ins Ausland zu orientieren. Eine Reaktion auf die Einladung des Verbandes liegt bislang nicht vor. Bündnis mit Putin: Nordkorea weint Machtverlust Russlands: Putin steht mit leeren Taschen da Auch andere ehemalige Mitglieder der Bundesregierung engagieren sich in der Reserve. So nahm etwa Cem Özdemir (Grüne), früherer Landwirtschaftsminister, kürzlich an einer viertägigen Wehrübung als Feldjäger teil. Ex-FDP-Chef Christian Lindner ist als Reserveoffizier im Rang eines Majors regelmäßig für die Bundeswehr im Einsatz. Der Reservistenverband zählt nach eigenen Angaben rund 115.000 Mitglieder und versteht sich als Interessenvertretung ehemaliger und aktiver Soldatinnen und Soldaten. Er unterstützt unter anderem die Weiterbildung von Reservisten und deren Einbindung in die Bundeswehrstrukturen.