Saudi-Arabien: Baustopp an den Mega-Projekten "Neom" und "The Line"
Es ist das Prestige-Projekt des saudi-arabischen Königshauses: die futuristische Stadt Neom. Doch der Bau zentraler Elemente soll wohl auf Eis liegen. Es sollte das größte Bauvorhaben der Welt werden: Mit Neom plante Saudi-Arabien eine Hightech-Metropole der Superlative. Herzstück des Projekts: die Stadt The Line, 170 Kilometer lang, 500 Meter hoch, vollständig klimaneutral. Doch aus dem ambitionierten Science-Fiction-Traum wird für das saudische Königshaus zunehmend ein Milliardenproblem. Wie die Schweizer Zeitung "Blick" berichtet, hat der saudische Staatsfonds PIF am 16. September die Bauarbeiten an The Line sowie am Luxusresort Magna am Roten Meer vorläufig gestoppt. Bereits zuvor war bekannt geworden, dass die Länge der geplanten Megastadt drastisch reduziert wurde – auf zunächst nur noch 2,4 Kilometer bis 2030. Wertverlust liegt wohl bei fast 40 Milliarden Euro Auch der wirtschaftliche Druck wächst: Der PIF musste im aktuellen Geschäftsbericht einen Milliarden-Abschreiber für die sogenannten Gigaprojekte hinnehmen. Laut "Blick" liegt der tatsächliche Wertverlust bei umgerechnet rund 37,5 Milliarden Euro. Tausende Mitarbeiter wurden entlassen oder in die Hauptstadt Riad verlegt. Personelle Veränderungen innerhalb der Projektstruktur deuten auf eine umfassende Umverteilung hin: Führende Manager von The Line wurden abgezogen, andere wechselten zum Teilprojekt Trojena, einem geplanten Skigebiet in den Bergen. Dieses sollte 2029 Austragungsort der Asiatischen Winterspiele sein – doch laut Insidern prüft das IOC bereits Alternativen. Als möglicher Ersatz werde Südkorea gehandelt. WM-Stadion in Gefahr? Auch ein hochmodernes Stadion für die Fußball-WM 2034 war in The Line geplant – 350 Meter hoch, ausgestattet mit digitaler Spitzentechnik. Doch nach dem Baustopp ist unklar, ob der Zeitplan noch eingehalten werden kann. Saudi-Arabien soll laut "Blick" bereits nach alternativen Spielorten suchen. Das Projekt Neom steht international wegen des Vorwurfs schwerer Menschenrechtsverstöße in der Kritik. Berichte von Organisationen wie Human Rights Watch gehen von mehr als 21.000 Todesfällen seit Baubeginn aus. Die saudische Regierung weist die Angaben entschieden zurück. Menschenrechtsorganisationen kritisieren zudem gewaltsame Umsiedlungen, insbesondere von Angehörigen der Huwaitat-Stämme, die seit Generationen in der betroffenen Region leben.
Moscow.media
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