Der 1. FC Heidenheim ist im DFB-Pokal am Hamburger SV gescheitert. Grund dafür war auch eine umstrittene Entscheidung kurz vor Schluss. Mit viel Disziplin und Leidenschaft kämpfte der 1. FC Heidenheim in der zweiten DFB-Pokalrunde um den Einzug ins Achtelfinale. Aufgrund einer Roten Karte gegen Tim Siersleben in der 44. Minute spielte Heidenheim die komplette zweite Hälfte in Unterzahl, rannte, biss und verteidigte als Kollektiv gegen die Gäste aus Hamburg. Doch in der 83. Minute feierte der HSV dann den Durchbruch. Stürmer Robert Glatzel verwandelte einen Strafstoß, der am Ende auch den Sieg bringen sollte. Die Entstehung des Elfmeters aber war zweifelhaft. Hamburgs Fabio Vieira ging nach einem Duell mit Gegenspieler Julian Niehues zu Boden. Ein deutlicher Kontakt, der auch einen Sturz nach sich ziehen würde, war aber kaum zu erkennen. Heidenheims Trainer Frank Schmidt war in seiner Wortwahl noch etwas deutlicher. "Man sieht's doch, er lässt sich fallen. Ich sehe keinen Kontakt, für mich kein Elfmeter", sagte er am Sky-Mikrofon und kritisierte den Unparteiischen Benjamin Brand: "Wenn man genau hinschaut, wo der Schiedsrichter steht, das kann er gar nicht sehen." "Deswegen bin ich ausgerastet" Das war aber nicht die einzige Situation, die Schmidt ärgerte. Der 51-Jährige sah bereits in der 29. Minute die Gelbe Karte, in der Nachspielzeit der zweiten Hälfte folgte dann sogar Gelb-Rot. "Die erste Gelbe Karte kann man geben", gab Schmidt bei Sky zu. Grund für die Verwarnung war ein Zweikampf zwischen Heidenheims Luca Kerber und dem Hamburger Luka Vušković. "Für mich ist das ein klares Foulspiel an Luca Kerber mit dem Ellenbogen im Gesicht und die Argumentation vom Vierten Offiziellen kann ich nicht akzeptieren. Deswegen bin ich ausgerastet. Und wenn der Schiedsrichter mich sieht, dann ist die Gelbe Karte berechtigt", erklärte Schmidt. Die Gelb-Rote Karte zweifelte er hingegen an, da seine Kritik in der Situation nicht dem Vierten Offiziellen galt, sondern den Gästen. Der Schiedsrichter hatte das offenbar anders wahrgenommen. Abschließend betonte Schmidt: "Wir waren noch nie schlechte Verlierer. Aber wenn wir heute mit so einem Elfmeter ausscheiden, dann muss jeder, der Ahnung vom Fußball hat, unabhängig vom Verein verstehen, dass ich die Dinge dann aber auch klar ansprechen muss."