DFB-Pokal: Das Fehlen des VAR offenbart eine bittere Wahrheit
Nach der 2. Runde im DFB-Pokal diskutiert Fußball-Deutschland über den fehlenden Videoassistenten. Dabei ist das nur ein Teil der Wahrheit. Ein nicht gegebener Handelfmeter für Elversberg in Berlin, eine klare Abseitsposition von Bayerns Luis Díaz vor seinem 1:1-Ausgleichstreffer in Köln, zweifelhafte Strafstöße für Hoffenheim und Hamburg. In der 2. Runde des DFB-Pokals gab es einige Aktionen, bei denen das Fehlen des Videoassistenten (VAR) offensichtlich wurde. Denn den gibt es aus "Kapazitätsgründen" erst ab dem Achtelfinale. Einige Fehler der Unparteiischen blieben daher ohne Korrektur. Bayerns Sportvorstand Max Eberl , Kölns Trainer Lukas Kwasniok und Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann sprachen sich nach den Spielen bereits für eine Einführung ab der 2. Runde aus. Das sollte aber nicht die einzige Lehre aus den Partien vom Dienstag und Mittwoch sein. Denn die bittere Wahrheit ist: Die deutschen Schiedsrichter befinden sich insgesamt nicht auf dem erforderlichen Niveau. Der DFB ist gefordert. Keine knappen Entscheidungen, sondern deutliche Fehler Fehler sind menschlich, sie passieren Spielern wie Fans, Journalisten und eben auch Schiedsrichtern. Ob mit oder ohne Videoassistent: Fehlerfrei wird die Leistung der Unparteiischen also nie sein können. Dennoch sollte die schiere Zahl der falschen Entscheidungen im DFB-Pokal den Verantwortlichen zu denken geben. Die Schiedsrichter geben kein gutes Bild ab. Es geht nicht um knappe Abseitssituationen oder um umstrittene Zweikämpfe, sondern um deutliche Fehler. Das Handspiel des Berliners Diego Demme war schwer zu übersehen, die Sicht des Schiedsrichters gut. Auch die Abseitsposition von Luis Díaz vor seinem Treffer in Köln hätte der Linienrichter aufgrund der Klarheit erkennen müssen. Beim Spiel FC St. Pauli gegen die TSG Hoffenheim gab der Unparteiische Daniel Schlager für zwei nahezu identische Vergehen einmal einen Handelfmeter, einmal verweigerte er ihn. Eine einheitliche Linie sollte der Anspruch jedes Schiedsrichters sein. In der Bundesliga kann der Videoassistent die Zahl der Fehler reduzieren. Genau das führt aber dazu, dass die Schiedsrichter in ihren Entscheidungen eher schlechter werden. Sie sind es gewohnt, den VAR als eine Art Airbag zur Verfügung zu haben. Kölns Trainer Lukas Kwasniok zog einen interessanten Vergleich: "Wenn du immer mit Navi unterwegs bist, lernst du irgendwann diese Straßen nicht mehr, du vergisst es. Sie können sich auf den VAR verlassen, und auf einmal ist er halt nicht da. Ich glaube, dass das die Entscheidungsfindung ein wenig beeinflusst." Die zweite Runde im DFB-Pokal hat nicht nur gezeigt, dass die Diskussion über eine frühere Einführung des Videoassistenten sinnvoll ist. Und sie hat vor allem gezeigt, dass das deutsche Schiedsrichterwesen weit von seinem Maximum entfernt ist. Eine Lösung könnte sein, den Job des Schiedsrichters zu professionalisieren, sodass die Unparteiischen mehr Zeit für ihr Training haben. Eine andere Lösung könnte die Optimierung der Aus- und Weiterbildung sein, um die Fehlerquote auch ohne den VAR zu verringern. In jedem Fall muss sich etwas ändern, denn dafür geht es im DFB-Pokal um zu viel Geld.
Moscow.media
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