Update | Grundsatzprogramm: Mitgliederboom zwingt Linke zu Neuausrichtung
Bundeskanzlerin Angela Merkel befand sich mitten in ihrer zweiten Amtszeit, als im Oktober 2011 in Erfurt das bis heute gültige Grundsatzprogramm der Linkspartei beschlossen wurde. In Syrien hatte der inzwischen nach mehr als 13 Jahren beendete Bürgerkrieg gerade erst begonnen. Eine Partei namens Alternative für Deutschland gab es nicht. Kaum jemand konnte sich vorstellen, dass Donald Trump einmal in die Politik gehen würde. Und die G7 hießen G8, bis zum Ausschluss Russlands sollte es noch drei Jahre dauern. Der Klimawandel galt vielen als Problem, aber als durchaus abwendbares – im 100 Seiten langen Text des Erfurter Programms taucht er als Randthema auf und findet nur wenige Male Erwähnung.
Erst vier Jahre zuvor war die Linkspartei aus der Fusion von PD
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