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Eltern prägen Geldanlage: Warum familiäre Finanzmuster kopiert werden

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Sparbuch, Tagesgeld, keine Aktien – für viele ist das bis heute selbstverständlich. Doch genau diese Muster stammen häufig aus dem Elternhaus. Wie es besser geht. Wer heute an die Geldanlage denkt, trifft seine Entscheidungen selten im luftleeren Raum. Vieles entsteht über Jahre – durch Erfahrungen, Gewohnheiten und das, was man in der Familie mitbekommen hat. Wie stark die Elterngeneration das Anlageverhalten ihrer Kinder prägt – selbst dann, wenn diese längst erwachsen sind –, erklärt Finanzverhaltensforscher Oscar Stolper von der Universität Marburg . Der Wirtschaftswissenschaftler hat im Auftrag von Union Investment untersucht, wo sich die junge Generation Rat holt. Sein zentrales Ergebnis: Die Generation Z sucht bei der Geldanlage den Rat hauptsächlich offline – bei den eigenen Eltern. Die Folgen können weit reichen: Wer in der Familie vor allem gelernt hat, zu sparen und Risiken zu meiden, setzt später oft ebenfalls auf vermeintlich sichere Produkte wie Spar- oder Tagesgeldkonten – und lässt Chancen auf Vermögensaufbau am Kapitalmarkt liegen. Damit stellt sich eine entscheidende Frage: Müssen erwachsene Kinder – und auch erfahrenere Anleger – diesem finanziellen Erbe zwangsläufig folgen, oder können sie sich von der eigenen Finanzsozialisation lösen und bewusst andere Entscheidungen treffen als ihre Eltern? Eltern als wichtigste Finanzquelle – mit weitreichenden Folgen Laut der Studie, die im Magazin "Profil" des Genossenschaftsverbands Bayern (GVB) erschienen ist, geben fast drei Viertel der zwischen 1995 und 2012 Geborenen an, dass ihre Eltern einen wichtigen Einfluss auf ihr Finanzwissen haben. Bei grundsätzlichen Finanzfragen vertrauen sogar 77 Prozent der jungen Erwachsenen auf den Rat aus dem Elternhaus. Bank- oder Finanzberater spielen dagegen eine geringere Rolle. Für Stolper ist diese enge Bindung erklärbar. Finanzentscheidungen entstehen selten spontan, sondern wachsen über Jahre. Eltern vermitteln nicht nur Fakten, sondern vor allem Haltungen – etwa, ob Geldanlage als Chance oder als Risiko wahrgenommen wird. "Junge Erwachsene bleiben in der familiären Finanz-DNA verhaftet und kopieren die tradierten Sparmuster", sagt Stolper. Das betrifft vor allem Familien, in denen Sicherheit und Sparsamkeit im Vordergrund standen und Aktien kaum eine Rolle spielten. Viel Selbstvertrauen, aber oft wenig Wissen Auffällig ist dabei die Diskrepanz zwischen dem Selbstbild vieler Eltern und ihrem tatsächlichen Finanzwissen. In der Befragung gaben 89 Prozent der Eltern an, sich selbst als wichtigste Ratgeber ihrer Kinder zu sehen, wenn schulische Finanzbildung fehlt. Gleichzeitig konnten nur rund 54 Prozent mindestens zwei von drei einfachen Wissensfragen zu Aktien und Fonds korrekt beantworten. Fast die Hälfte verfügte also nur über sehr begrenzte Kenntnisse. Etwas besser schneiden Eltern ab, die selbst in Aktien oder Fonds investieren. Von ihnen beantworteten immerhin 69 Prozent zwei oder mehr Fragen richtig. Dennoch zeigt sich: Selbstbewusstsein ersetzt nicht automatisch Wissen. Stolper warnt davor, dass lückenhafte Kenntnisse von einer Generation an die nächste weitergegeben werden. "Hängt die Vermögensbildung vom lückenhaften Finanzwissen der Eltern ab, fehlen vielen Kindern solide Startbedingungen", sagt er. Vom Traum vieler Anleger: Geldanlage ohne Risiko – gibt's die? Hinzu kommt, dass Eltern je nach eigenem Anlageverhalten ganz unterschiedlich über Geld sprechen. Während der Durchschnitt vor allem allgemeine Themen wie Sparsamkeit oder Ausgabenkontrolle anspricht, reden Eltern mit aktienbasierten Anlagen deutlich häufiger über konkrete Finanzprodukte und über Chancen am Kapitalmarkt. Genau diese Gespräche prägen das Verständnis für Geldanlage nachhaltig. Sparen als Stabilitätsanker – und als Wachstumsbremse Besonders deutlich zeigt sich der Einfluss der Eltern beim Blick auf die tatsächliche Vermögensstruktur. Junge Erwachsene aus Haushalten ohne Aktien- oder Fondserfahrung sparen überwiegend klassisch: auf dem Sparkonto, auf dem Tagesgeldkonto oder im Bausparvertrag. Aktienbasierte Anlagen nutzen in dieser Gruppe nur 36 Prozent. Stolper bringt das auf den Punkt: Viele Eltern ohne Anlageerfahrung setzen auf Sparen als vermeintlichen Stabilitätsanker. Das fördert zwar Disziplin, schränkt aber die Chancen auf Vermögensbildung ein. Denn Sparprodukte bringen oft nur geringe Zinsen, die die Inflation – also den Kaufkraftverlust des Geldes – kaum ausgleichen. Kapitalerträge, die langfristig beim Vermögensaufbau helfen könnten, bleiben aus. Eigenschaften und Verhaltensweisen: So bleiben reiche Menschen reich Ganz anders sieht es bei Kindern von Eltern aus, die selbst investieren. In diesen Familien sparen 74 Prozent der jungen Erwachsenen aktienbasiert, häufig über ETFs oder Investmentfonds . ETFs sind börsengehandelte Fonds, die einen ganzen Markt oder Index abbilden und damit breit streuen. Diese breitere Aufstellung spiegelt sich auch im Verhalten der Eltern wider, die neben klassischen Sparprodukten regelmäßig Wertpapiere nutzen. Ausbrechen aus dem Muster – aber nicht ohne Risiken Trotz der starken Prägung gibt es Bewegung. Gut ein Drittel der jungen Erwachsenen investiert in Aktien oder Fonds, obwohl die Eltern das nicht tun. In dieser Gruppe verlieren die Eltern als wichtigste Informationsquelle an Bedeutung. Stattdessen gewinnen Bankberater, soziale Medien und das persönliche Umfeld an Einfluss. Auffällig ist jedoch: Diese jungen Anleger gelten als besonders chancenorientiert, verfügen aber oft über wenig solides Wissen. Mehr als die Hälfte von ihnen konnte nur eine oder gar keine der einfachen Wissensfragen richtig beantworten. Stolper sieht darin ein Risiko. Eine höhere Risikobereitschaft ohne ausreichende Kenntnisse kann zu Fehlentscheidungen führen – etwa, wenn komplexe oder spekulative Anlagen gewählt werden, ohne deren Funktionsweise zu verstehen. Finanzmuster hinterfragen – und bewusst neue Wege gehen Die Ergebnisse der Studie zeigen: Das finanzielle Erbe aus dem Elternhaus wirkt oft ein Leben lang. Doch diese Prägung ist kein Schicksal. Auch ältere, erfahrene Anlegerinnen und Anleger können ihre eigene Finanzsozialisation hinterfragen und sich bewusst anders entscheiden als die Generation vor ihnen. Der Weg zum Investitionserfolg: Warum Sie nie zu alt sind, um zu lernen Oscar Stolper macht deutlich, worauf es dabei ankommt: Vermögensbildung gelingt nur, wenn Menschen Verantwortung für ihre Geldanlage übernehmen und sich mit Chancen und Risiken auseinandersetzen. Klassische Sparformen bieten zwar Sicherheit, gleichen aber langfristig häufig nicht einmal die Inflation aus. Ein erster Schritt kann sein, das eigene Finanzwissen ehrlich zu überprüfen . Heute stehen deutlich mehr Informationen zur Verfügung als der Elterngeneration früher. Schon ein grundlegendes Verständnis von Aktien, Fonds oder ETFs kann helfen, Risiken besser einzuordnen und langfristige Chancen zu erkennen. Vermögensbildung gelingt nur, wenn Menschen Verantwortung für ihre Geldanlage übernehmen und sich mit Chancen und Risiken auseinandersetzen. Wichtig ist auch der offene Umgang mit Geld – selbst dann, wenn die Kinder längst erwachsen sind. Stolper zeigt, dass Gespräche über konkrete Finanzthemen vor allem dort stattfinden, wo Eltern selbst investieren. Dabei geht es weniger darum, Ratschläge zu geben, sondern Erfahrungen zu teilen, Fragen zuzulassen und gemeinsam zu lernen. Nicht zuletzt lohnt es sich, das eigene Anlageverhalten regelmäßig zu überprüfen. Muss wirklich das gesamte Vermögen auf vermeintlich sicheren Konten liegen? Oder kann ein Teil langfristig investiert werden, um Renditechancen zu nutzen? Wer diese Fragen für sich beantwortet, trifft bewusstere Entscheidungen – unabhängig davon, was früher im Elternhaus galt.






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