Grönland: US-Politiker will Insel in Red-White-Blueland umbenennen
JD Vance verhandelt am Mittwoch über Grönlands Zukunft. Eine Gesetzesinitiative in den USA fordert die Umbenennung der Insel. Historiker wissen, wie viel in einem Namen steckt. Am Mittwoch bittet US-Vizepräsident JD Vance zu Gesprächen über die Zukunft Dänemarks. Nach dem Sturz von Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro hatte US-Präsident Donald Trump seinen Wunsch erneuert, dass die USA die Insel übernehmen sollten. So wird erneut auf ein Gesetz verwiesen, das derzeit im US-Parlament debattiert wird. Eingebracht hat es bereits vor knapp einem Jahr der Republikaner John "Buddy" Carter. Es geht dabei nicht allein um die Übernahme der Insel. Carter schlägt auch gleich einen neuen Namen für Grönland vor: "Red, White and Blueland" – nach den Farben der US-Flagge. Überblick: Alle aktuellen Entwicklungen im US-Newsblog Grönland: Darum will Trump die Insel Bereits in der Vorwoche hatte ein Post von Katie Miller Ärger ausgelöst. Die Frau von Trumps Vizestabschef Stephen Miller verpackte die Insel dazu als Geschenk in der US-Nationalflagge "Stars and Stripes". Der Ärger in Dänemark und Grönland war ihr gewiss. Kongressmitglied Carter geht nun noch einen Schritt weiter. "Red, White und Blueland Act", heißt das Gesetz, das seit dem Herbst in verschiedenen Unterausschüssen des US-Parlaments beraten wird. Offiziell sieht es nicht nur die Umbenennung Grönlands vor. Es soll Trump auch den Kauf der Insel erlauben. Nun denkt Carter gar über eine Annexion nach. So heißt Grönland wirklich Namen sind mehr als Schall und Rauch. Das zeigt in vielen Städten der erbitterte Namensstreit um Straßen- und U-Bahn-Stationen. Auch Mittelalterhistoriker wie Arno Borst und Helmut Beumann kennen das. Sie entwickelten unter Rückgriff die sogenannte Namenstheorie. Sehr zugespitzt formuliert: Der Name einer Sache sollte auch ihren Charakter ausdrücken. Nur so konnte sich Karl der Große vor 1.200 Jahren am Weihnachtstag des Jahres 800 in Rom die Kaiserkrone sichern und die römische Würde nach Norden übertragen: Auch deshalb der sperrige Name "Heiliges Römisches Reich deutscher Nation". Später wurden mit Namensbezeichnungen oft Größen der Geschichte geehrt. Das Neubritannien-Archipel im Pazifik wurde 1885 nach der Übernahme durch das Deutsche Reich in Bismarck-Archipel umbenannt. Grönland etwa wurde um 985 von Erik dem Roten so benannt. Ein Marketingtrick: Der Wikinger wollte mit dem Verweis auf die angeblich grüne Insel Siedler anlocken. Dabei war Grönland schon damals weitgehend von Eis bedeckt. Nun locken Trump Bodenschätze und strategische Gründe. Und natürlich sein möglicher Nachruhm in den Geschichtsbüchern. Immerhin ist die US-Hauptstadt nach George Washington benannt. Von Trump-Island ist in Carters Gesetzesantrag aber nicht die Rede. Bleibt die Frage, wie Grönländs Bevölkerung eigentlich ihre begehrte Insel nennt? Kalaallit Nunaat – Land der Menschen. So stellte Grönlands Außenministerin Vivian Motzfeldt zu Trumps Ansinnen klar: "Unser Land gehört uns und wird nicht von anderen kontrolliert oder besessen werden."
Moscow.media
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