Der erste Eremit: Wie Antonius das Mönchtum erfand
- wie ein junger Erbe aus dem ägyptischen Niltal alles aufgibt, was Sicherheit verspricht,
- warum er für seinen Glauben in die Wüste zieht,
- was Antonius zum Begründer des Mönchtums macht,
- wie aus einem Einsiedler eine der prägendsten Gestalten des frühen Christentums wird.
Antonius wächst behütet auf, bis der frühe Tod der Eltern sein Leben erschüttert. Kaum zwanzig Jahre alt, hört er in der Kirche einen Satz aus dem Matthäus-Evangelium, der ihn nicht mehr loslässt: Verkaufe alles und folge mir nach. Antonius nimmt diese Worte wörtlich. Er versorgt seine Schwester, verschenkt seinen Besitz und zieht sich zurück.
Was folgt, ist ein radikales Leben in Askese: wenig Schlaf, kaum Nahrung, Gebet statt Komfort. Antonius stirbt hochbetagt im Jahr 356, längst als gläubiger Einsiedler berühmt. Er prägt ein Ideal, das bis heute nachwirkt: Konzentration auf das Wesentliche.
Das sind unsere wichtigsten Quellen und Interviewpartner:
- Peter Gemeinhardt, Kirchenhistoriker, Universität Göttingen
- Athanasius von Alexandrien: Leben des Antonius. Eingeleitet, übersetzt und kommentiert von Peter Gemeinhardt, Freiburg im Breisgau 2017
- Benedicta Ward (Hg.): The Desert Fathers. Sayings of the Early Christian Monks, London 2003
- Peter Gemeinhardt: Antonius. Der erste Mönch. Leben, Lehre, Legende, München 2023
Weiterführende Links:
- Kloster Habsthal: Der Hl. Antonius und seine Briefe. Übersetzt von Pius Agreiter
- Zeitzeichen 14.9.1715: Dom Pérignon - der Mönch und der Champagner-Mythos
- Planet Wissen: Ordensleute - Mönche und Nonnen
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Redaktion: Carolin Rückl und Sefa Suvak
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