Wiesberger und Steinlechner weiter auf Formsuche
Bernd Wiesberger und Max Steinlechner haben nach dem Missed Cut der Vorwoche auch bei den Bahrain Championship wieder enorm hart zu kämpfen und starten nach völlig verpatzten Auftaktrunden im Royal GC nur mit bereits mehr als unangenehmen Rückstand auf die erwartete Cutmarke in den zweiten Spieltag.
Nachdem der Start ins Jahr 2026 in der Vorwoche mit einem Missed Cut ziemlich daneben ging, hoffen Bernd Wiesberger und Max Steinlechner bei den Bahrain Championship auf mehr Spielglück. Den Royal GC kennt Bernd bereits aus den Vorjahren durchwegs gut und kam mit der Par 72 Anlage auch recht ansprechend zurecht, wie etwa 2024 ein 16. Platz untermauerte. Auch in der vergangenen Saison stellt der Cut kein Problem dar, allerdings wollte am Weg zum 38. Platz am Sonntag nicht mehr allzu viel zusammenlaufen. Ein Topergebnis würde dem 40-jährigen auch auf jeden Fall weiterhelfen, denn nach dem Verlust der vollen Kategorie, werden ihm aller Voraussicht nach wohl nur starke Platzierungen auch weiterhin einen Platz bei den hochdotierten Events garantieren.
Zwar macht Bernd zunächst sofort dort weiter wo er in Dubai aufgehört hat, denn auch der erste Abschlag in Bahrain hat mit der Spielbahn nichts zu tun, allerdings enden die Parallelen zum verpassten Cut damit auch sofort wieder, geht sich doch mit einem gefühlvollen Birdieputt aus knapp zehn Metern gleich auf der 10 ein anfänglicher roter Eintrag aus. Vom Tee will zwar auch danach weiterhin nicht wirklich vieles so gelingen wie geplant, nachdem er jedoch in der Anfangsphase keine wirklichen Probleme hat die Grüns zu finden, darf er sich bereits am Par 5 der 13 recht rasch über ein weiteres Erfolgserlebnis freuen.
Die Probleme nehmen zu
Am nächsten Par 5 direkt danach fallen die Ungenauigkeiten im langen Spiel dann aber erstmals unangenehm ins Gewicht, denn erst mit dem vierten Schlag erreicht er auf der langen Bahn das Kurzgemähte und da der Putt aus einem guten Meter nicht fällt, leuchtet schließlich auch das erste Bogey auf. Auch danach sind es vor allem die Abschläge die den Burgenländer in die Bredouille bringen, wie etwa auch ein gewasserter Drive auf der 15 untermauert. Nur dank eines starken Pitches aus dem Rough kann er ein Doppelbogey noch abwenden. Da er sich danach jedoch am Par 3 auch aus dem Grünbunker einen Fehler einfängt, rutscht er in Windeseile mit dem schwarzen Hattrick sogar in den Plusbereich ab.
Nur kurz kann er sein Spiel dann stabilisieren, ehe er nach weiterem verfehlten Fairway auf der 18 zwar das Grün erreicht, sich aus gut 20 Metern mit einem Dreiputt aber noch vor dem Turn einen weiteren Schlagverlust umhängt. Immerhin findet er danach wieder einigermaßen einen gewinnbringenderen Rhythmus, wie auch ein Chip & Putt Birdie am Par 5 der 3 untermauert. Ab der 6 ziehen jedoch dann wieder deutlich finstere Wolken auf, denn zunächst fängt er sich mit einem Dreiputt vom Vorgrün das bereits fünfte Bogey ein und kann danach auch auf der 7 mit einem verpassten Up & Down einen Schlagverlust nicht mehr abwenden. Da sich am Par 5 Schlussloch dann nach versandeter Attacke kein Birdie mehr ausgeht, startet Bernd sogar lediglich mit der 75 (+3) ins Turnier und wird so den zweiten Spieltag bereits mit einem mehr als unangenehmen Rückstand auf die erwartete Cutmarke in Angriff nehmen.
Max Steinlechner weiterhin zu fehleranfällig
Für Max Steinlechner geht es in seiner Rookie Saison auf der DP World Tour primär darum das mittlerweile doch recht hartnäckige Formtief endlich abschütteln zu können. Der Drittplatzierte des abgelaufenen Hotelplanner Tour Rankings wartet derzeit noch auf das erste zählbare Resultat, denn sowohl bei seinen beiden Starts vor Weihnachten in Australien, als auch in der Vorwoche beim Rolex Series Event war für den Tiroler schon nach 36 gespielten Löchern wieder Endstation. Im langen Spiel zeigt er sich zunächst in den Morgenstunden durchwegs souverän, allerdings kann er eine Top-Chance aus zwei Metern am Par 3 der 2 nicht nur nicht zu einem schnellen Birdie nützen, sondern tritt sich aus der kurzen Distanz sogar ein mehr als vermeidbares Dreiputtbogey ein.
Nachdem sich der Konter am darauffolgenden Par 5 nicht ausgeht, er sich nach zu kurzer Annäherung auf der 6 den nächsten Fehler einfängt und sich auch am Par 3 danach mit gemisstem Grün nicht mehr zum Par scramblen kann, schlagen auch die Bahrain Championship schon in der frühen Phase wieder bereits eine recht unangenehme Richtung ein. Immerhin gibt es noch vor dem Wechsel auf die Backnine auch erstmals etwas Grund zu jubeln, nachdem er aus einer gelungenen Attacke am Par 5 der 9 in Form eines Birdies Kapital schlagen kann. Das scheint das Spiel des 26-jährigen so richtig anzuheizen, denn am kurzen Par 4 der 10 parkt er den Abschlag nur kurz vor dem Grün und hat mit Chip & Putt kein Problem sofort das nächste Birdie aufzusammeln.
Die gewinnbringende Phase endet dann aber just am Par 5 Doppel der 13 und 14, wo er sich mit gleich zwei verpassten Up & Downs die nächsten Fehler aufbrummt. Das lässt ihn endgültig in eine wahre Negativspirale abdriften, denn auch auf der 15 will vom Tee weg nichts wie geplant gelingen und mit dem dritten Bogey in Folge rasselt er im Klassement endgültig richtiggehend ins Niemandsland ab. Zwar kann er die 17 nach gelochtem Viermeterputt als ziemlich positiv abhaken, am Ende steht aber auch er lediglich mit einer 75 (+3) wieder beim Recording, womit er wie Landsmann Bernd Wiesberger mit bereits gehörigem Rückstand auf die gezogene Linie in den Freitag starten wird.
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