Er wollte wohl über Proteste gegen das Vorgehen der US-Einwanderungsbehörde ICE in Minnesota berichten, doch dann wurde er selbst festgenommen. Der ehemalige CNN-Moderator Don Lemon ist am späten Donnerstagabend in Los Angeles festgenommen worden. Das teilte sein Anwalt Abbe Lowell mit. Dem Journalisten wird vorgeworfen, während einer Protestaktion in einer Kirche im US-Bundesstaat Minnesota gegen Gesetze verstoßen zu haben. Das wies Lemons Anwalt jedoch entschieden zurück. Wie unter anderem das US-Medium "New York Times" berichtete, unterbrachen Demonstrierende am 18. Januar einen Gottesdienst in einer Kirche in St. Paul. Sie hätten "ICE raus" skandiert, weil dort ein ICE-Beamter als Pastor tätig gewesen sein soll. US-Bürgerrechtlerin: "Dann explodierte die MAGA-Basis von Donald Trump" Minneapolis im Ausnahmezustand: "Der Präsident ist ein Mörder" Lemon wird vorgeworfen, an der Protestaktion beteiligt gewesen zu sein. Der Festgenommene betonte jedoch, er habe sich in der Kirche lediglich als Journalist aufgehalten und die Protestaktion gegen die US-Einwanderungspolitik beobachten wollen. Anwalt kritisiert Trump-Regierung scharf Anschließend hatte die Trump-Regierung versucht, acht Personen wegen des Vorfalls anzuklagen, darunter auch Lemon. Sie beriefen sich auf ein Gesetz, das Personen schützt, die an einem Gottesdienst in einem Gotteshaus teilnehmen. Lemons Anwalt äußert nun scharfe Kritik an dem Vorgehen der US-Behörden: "Anstatt gegen die Beamten zu ermitteln, die zwei friedliche Protestierende in Minnesota erschossen haben, verwendet Trumps Justizbehörde ihre Zeit, Aufmerksamkeit und Ressourcen auf diese Festnahme." Das sei das wahre Fehlverhalten, so Lowell.