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Merz fliegt nach Saudi-Arabien: Das hat der Kanzler am Persischen Golf vor

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Am Persischen Golf geben sich deutsche Regierungsvertreter derzeit die Klinke in die Hand. Jetzt jettet auch der Kanzler nach Riad, Doha und Abu Dhabi. Was hat er dort vor, und welche Bedeutung hat die Region für Deutschlands Wirtschaft? Erst flog der Umweltminister hin, dann die Wirtschaftsministerin, am Mittwoch bricht nun auch der Kanzler zu einer mehrtägigen Reise in die Golfregion auf: Die Staaten auf der Arabischen Halbinsel sind dieser Tage ein beliebtes Ziel für die Bundesregierung . Und das nicht ohne Grund. Angesichts der wackeligen Weltordnung und geopolitischen Verschiebungen suchen Friedrich Merz und seine Kabinettsmitglieder derzeit immer stärker die Nähe zu neuen möglichen internationalen Partnern, denen Deutschland früher nur eine nachgeordnete Bedeutung beigemessen hat. Doch worum geht es außerdem bei der Reise des Kanzlers? Und wieso sind die Golfstaaten so wichtig für die deutsche Wirtschaft? Wohin fliegt der Kanzler? Friedrich Merz bricht mit Mittwochnachmittag zunächst nach Saudi-Arabien auf, dem größten und wirtschaftlich stärksten Land in der Region. Noch für den Abend sind erste politische Gespräche auf höchster Ebene angesetzt, unter anderem mit dem saudischen Regierungschef, Kronprinz Mohammed bin Salman. Tags darauf geht es für Merz von Riad weiter nach Doha, der Hauptstadt von Katar . Auch dort sind nach Angaben von deutschen Regierungsvertretern politische Gespräche geplant sowie Gespräche der mitreisenden Wirtschaftsdelegation. Zum Abschluss des zweitägigen Trips jettet der Kanzler am Freitag in die Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) , ehe er und seine Delegation am Freitagabend wieder in Deutschland landen. Was ist das Ziel der Reise? Politisch geht es für Merz zunächst darum, die Beziehungen zu den drei Ländern wieder ein Stück weit zu normalisieren, nachdem sie sich zu Zeiten der Ampelregierung abseits einzelner Erdgas-Deals teils eher verschlechtert hatten. Damals war es unter anderem die frühere Innenministerin Nancy Faeser (SPD), die sich wegen der Menschenrechtslage gegen die Fußball-WM 2022 in Katar aussprach und so Verstimmungen hervorrief. Der Kanzler dürfte sich nun anschicken, die Beziehungen wieder zu stabilisieren. Bestenfalls gelingt es ihm, in den Golfstaaten das zu finden, was im politischen Berlin derzeit unter dem Label "neue strategische Partner" läuft, die – wieder Diplomatendeutsch – an einer "regelbasierten Ordnung" interessiert sind. Gemeint sind damit Länder, mit denen Deutschland langfristig und verbindlich zusammenarbeiten und handeln kann; Regierungen, auf die man sich in Berlin zumindest ein Stück weit verlassen kann. Der Grund für die Suche nach solchen Partnern ist naheliegend: Mit Donald Trump als US-Präsident erodiert die bislang gekannte Weltordnung, der werteorientierte Westen wird durch Trumps Geopolitik immer mehr infrage gestellt. Weniger naheliegend, zumindest historisch betrachtet, ist dabei ein Anbandeln mit den arabischen Ölstaaten. Immer wieder gab es in der Vergangenheit Probleme mit den teils streng autoritär geführten Ländern. 2018 löste der Mord an dem Journalisten Jamal Kashoggi im saudischen Generalkonsulat in Istanbul international Entsetzen aus. Den VAE wird derweil bis heute vorgeworfen, die Rebellen im Jemen sowie im Sudan militärisch zu unterstützen. So sehr Merz und seine Regierung derzeit die Nähe zu den Arabern suchen, unkompliziert dürften die Gespräche darum nicht an jeder Stelle werden. Und doch ruhen in Berlin nach Merz' erfolgreicher Indien-Reise in ähnlicher Angelegenheit einige Hoffnungen auf dem Trip. Besonders gilt das für Saudi-Arabien : Mit Riad will Merz demnach die bilateralen Beziehungen deutlich ausbauen, etwa durch neue Wirtschaftsvereinbarungen sowie Energie- und Rüstungsabkommen – die zugleich auch die handfesten Mitbringsel für die derzeit so schwächelnde deutsche Wirtschaft werden. Warum sind die Golfstaaten für die Wirtschaft so wichtig? Die kurze Antwort lautet: Weil die Golfstaaten über drei Dinge verfügen, die Deutschland gut gebrauchen kann: Geld, Gas und Öl. Künftig dürfte zudem grüner Wasserstoff, vor Ort hergestellt mithilfe von Wind- und Sonnenenergie , von wachsender Bedeutung sein. Kurzfristig geht es denn auch im Rahmen der Merz-Reise um weitere Energie-Deals, wie sie zuletzt schon Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) angestoßen hatte. Wichtig sind die für die deutsche Wirtschaft, weil Deutschland nach Russlands Überfall auf Flüssiggas-Importe angewiesen ist. Damit das nicht fast ausschließlich aus den USA herangeschifft werden muss, braucht es zusätzliche Lieferanten, also "diversifizierte Lieferketten", die Deutschlands Abhängigkeit von Amerika verringern und den Preis für Gas drücken. Für die Zukunft, wenn Deutschland klimaneutral sein will, spielt auch Wasserstoff eine größere Rolle. Im Geleit von Reiche hatten am Sonntag bereits die deutschen Energieunternehmen EnBW und VNG mit dem saudischen Konzern Acwa und dem Hafen Rostock eine Lieferkette für grünen Wasserstoff für Deutschland vereinbart. Doch die Energie-Deals sind nicht das einzige Interesse, das Deutschlands Unternehmen in den Golfstaaten verfolgen. Zusätzlich geht es ihnen auch um Investitionen vor Ort – und umgekehrt um Geld der Saudis, das nach Deutschland fließen könnte: Die prall gefüllten Staatsfonds, gespeist aus dem Rohölgeschäft, könnten, so die Hoffnung, noch stärker als bislang deutschen Firmen zugutekommen, durch Investitionen hierzulande. Bei einigen Konzernen ist das bereits heute der Fall: Katar hat etwa erheblich in den Volkswagen-Konzern und Hapag-Lloyd investiert und will seinen Einfluss bei RWE ausbauen. Zugleich haben aber auch die arabischen Länder, vor allem Saudi-Arabien, ein Interesse an einem stärkeren Engagement deutscher Firmen bei ihnen. Ein Grund dafür: Die Führung in Riad braucht Einnahmen jenseits des Ölverkaufs und schätzt deutsche Technologie. Längst hat das Königshaus erkannt, dass das Ölgeschäft allein kaum die Zukunft des Landes sichern kann. Der niedrige Ölpreis reißt schon jetzt Löcher in den Staatshaushalt, und die wachsende Bevölkerung braucht Arbeitsplätze. Deshalb verfolgt die saudische Regierung einen Plan mit dem Namen "Vision 2030". Damit will das Königshaus die Lebensqualität der Menschen im Land verbessern, die Wirtschaft breiter aufstellen und das Land für die Welt öffnen. Mit diesem Reformprogramm läuft ein großer Wirtschaftsumbau, um die Abhängigkeit vom Öl zu verringern und den Privatsektor zu stärken. Deutsche Firmen, so der Wunsch hierzulande, können daran mitwirken – und mitverdienen.






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