2022 holte sie in Peking Silber und im November 2025 beim Copper Mountain ihren jüngsten Podestplatz. Aktuell strauchelt Lena Dürr allerdings – und das kurz vor Olympia. Rechts, links, rechts, links. Lena Dürr brettert im Slalom die Piste hinunter, bis sie in einer der Torstangen hängen bleibt und einfädelt. Sie schlittert bäuchlings über die Flachauer Piste. So endet ihre letzte Abfahrt beim Nachtslalom im Weltcup, knapp einen Monat vor Beginn der Olympischen Winterspiele. Olympia 2026: Zeitplan, TV-Übertragung, Sportarten Die deutsche Skirennfahrerin scheint aktuell in einer Formkrise zu stecken, die ihre Hoffnung auf eine Olympiamedaille trüben könnte. Zuletzt landete sie beim Slalom in Spindlermühle in Tschechien nur knapp unter den ersten zehn – immerhin. Ihre deutsche Kollegin Emma Aicher hingegen schaffte es mit dem dritten Platz auf das Podest. Der US-amerikanische Superstar Mikaela Shiffrin holte sich, wie schon zuvor beim Weltcup in Flachau, den Sieg. Dürr kann Rückschläge wegstecken Eigentlich ist Dürr andere Abfahrten gewohnt. Als Tochter des ehemaligen Skirennläufers Peter Dürr stand die heute 34-Jährige bereits früh selbst auf Skiern. 2006, im Alter von 15 Jahren, bestritt sie ihr erstes FIS-Rennen, 2008 gab sie ihr Weltcup-Debüt. Dass sie auch Rückschläge wegstecken kann, hat sie in den vergangenen 20 Jahren ihrer Karriere gezeigt. 2022 holte sie bei den Olympischen Winterspielen in Peking die Silbermedaille im Team, 2023 Bronze bei der Ski-WM in Méribel, und 2025 kletterte sie beim Copper Mountain auf das zweite Treppchen. Sie gilt mittlerweile als eine der weltbesten Skirennfahrerinnen und tritt bei den Olympischen Winterspielen 2026 in den Disziplinen Slalom und Riesenslalom an. Hoffnung auf den schnellen Schwung "Ich muss weitermachen und darf nicht vergessen, dass ich diesen Winter schon einen schnellen Schwung hatte", sagte Dürr nach ihrem Weltcup-Abgang Anfang Januar, "der kommt bestimmt auch schnell wieder." Doch genau dieser Schwung scheint bislang noch nicht so recht zurückgekehrt zu sein, obwohl die Olympischen Winterspiele bereits in wenigen Tagen beginnen. Am Freitag, dem 6. Februar, gehen die Wettkämpfe in Mailand und Cortina d'Ampezzo los. Bei der Einkleidung der Olympioniken in München zeigt sich Dürr trotzdem gelassen. Durststrecken seien im alpinen Skisport "ganz normal", die Sportart "unglaublich komplex", sagt Dürr. "Es lief wirklich gut, doch plötzlich spielt einem etwas nicht so in die Karten – und prompt ist man nicht mehr ganz vorn dabei", erklärt sie. Dürr vertraut zudem auf ihre langjährige Erfahrung und bleibt trotz der schwächeren Leistung der vergangenen Wochen – und wie schon oft in ihrer Zeit als Skirennläuferin – optimistisch. Vielleicht auch, weil es die letzten olympischen Abfahrten ihrer Karriere im Slalom und Riesenslalom sein könnten. Ob es für eine Medaille reicht oder ob Aicher und Shiffrin ihr erneut davonfahren, wird sich spätestens am 18. Februar in Cortina zeigen. Dann geht es für Dürr und ihre Kontrahentinnen auf der Piste um alles.