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Deutsche Soldaten in Litauen: Neue Stufe der Einsatzfähigkeit erreicht

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Die Litauen-Brigade wächst um einen weiteren Kampfverband – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur vollen Einsatzfähigkeit. Verteidigungsminister Pistorius spricht von einem Meilenstein, doch die großen Baustellen liegen noch vor ihm. Es ist ein Vorhaben von historischer Tragweite: Erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs stationiert Deutschland einen militärischen Großverband dauerhaft im Ausland. Die Litauen-Brigade markiert damit nicht nur eine neue Phase deutscher Verteidigungspolitik, sondern sendet zugleich ein deutliches Signal der Abschreckung an Putins Russland . Für die Bundeswehr ist der Aufbau der Brigade das wohl ambitionierteste Projekt ihrer Geschichte. Für die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik soll die Brigade zugleich als Beleg dienen, dass sie den Ruf der Verbündeten nach einer stärkeren deutschen Rolle ernst nimmt. Und dass man nicht nur den großen Epochenbruch beschwört , sondern handelt. Doch bislang war die Panzerbrigade 45, wie sie offiziell heißt, vor allem ein Papiertiger: Bis Ende des vergangenen Jahres waren nur rund 500 Soldaten in Litauen stationiert, ein Bruchteil der geplanten 4.800 Soldaten und 200 zivilen Mitarbeiter. Denn zunächst musste der Stab der Brigade aufgebaut werden, mussten die Logistiker, Planer und Strategen der Bundeswehr den Grundstein für den militärischen Großverband legen. Das ändert sich nun schlagartig. Mit einem feierlichen Appell wurde am Mittwoch der bisherige multinationale Nato-Gefechtsverband in Litauen ("Multinational Battlegroup Lithuania"), der bereits unter deutscher Führung stand, der Litauen-Brigade unterstellt. So wächst die Litauen-Truppe unter Brigadegeneral Christoph Huber um rund 1.300 Soldaten. Drei neue Kampfverbände Rund 1.500 Soldaten nahmen im Zentrum der zweitgrößten litauischen Stadt Kaunas an der Zeremonie teil. Für die Bundeswehr war der Inspekteur des Heeres, Christian Freuding, vor Ort. Das Bundesverteidigungsministerium vertrat Staatssekretär Sebastian Hartmann (SPD), zugegen war auch der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas. Ende Januar wurden bereits die anderen beiden Kampfverbände in die Litauen-Brigade eingegliedert: das Panzergrenadierbataillon 122 aus Oberviechtach und das Panzerbataillon 203 aus Augustdorf (jeweils rund 600 Soldaten). Die beiden Bataillone werden vorerst an ihren deutschen Standorten bleiben, solange die Infrastruktur in Litauen noch im Aufbau ist. Mit der Unterstellung der drei Kampfverbände wächst die Brigade auf insgesamt 2.800 Soldaten. Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) sprach am Mittwoch von einem Meilenstein. Tatsächlich markiert die Unterstellung der drei Verbände eine entscheidende Etappe des mehrjährigen Aufbaus der Brigade. Denn: Mit dem Nato-Gefechtsverband und den zwei Bataillonen in Deutschland erhält die Brigade erstmals militärische Schlagkraft, auch wenn es bis zur vollen Einsatzfähigkeit Ende 2027 noch ein weiter Weg ist. Aufbau der Brigade verläuft "planmäßig" Bis dahin steht die Bundeswehrführung vor erheblichen Herausforderungen. Neben Ausrüstung und Infrastruktur für rund 5.000 Soldaten und ihre Familien ist vor allem die Personalfrage heikel. Denn das Verteidigungsministerium setzt zunächst auf Freiwilligkeit. Ob sich in den nächsten zwei Jahren 2.000 Bundeswehrsoldaten freiwillig für eine dauerhafte Stationierung an der Nato-Ostflanke melden, ist offen. Offiziell gibt man sich optimistisch. Laut Brigadegeneral Huber verläuft der Aufbau planmäßig. Auch im Ministerium verweist man auf eine hohe Bewerberzahl für bereits ausgeschriebene Dienstposten. Dienst soll attraktiver werden Hinter vorgehaltener Hand wird jedoch eingeräumt: Sollten sich nicht genug Freiwillige finden, könnte am Ende auch eine verpflichtende Versetzung stehen. Doch zuvor will man alles versucht haben, Freiwillige mit Anreizen an die Ostflanke zu locken. Als entscheidender Hebel gilt das "Artikelgesetz Zeitenwende", das die schwarz-rote Bundesregierung vor einem Jahr beschlossen hat und das eine Reihe an Maßnahmen enthält, um den Soldatendienst attraktiver zu machen. Es reicht von Reisebeihilfen über bessere soziale Absicherung bis hin zu höheren Zuschlägen bei Auslandseinsätzen (auch für mit ins Ausland ziehende Ehepartner). Man wolle insbesondere "die Leistung der Soldatinnen und Soldaten, die die Nato-Ostflanke stärken, stärker honorieren", so Pistorius damals. Gefährlicher Einsatz So weit, so nachvollziehbar aus Sicht der militärischen Planer. Denn der Kampfbereitschaft und Abschreckungsfähigkeit der Litauen-Truppe wäre es nicht dienlich, bestünde sie nur aus zu ihrem Glück Gezwungenen. Doch die Kehrseite der üppigen Zuschläge ist die Gefahr, in der die Litauen-Truppe operieren wird. Rudninkai, einer der Hauptstandorte der Brigade, liegt nur rund 30 Kilometer von Belarus entfernt. Das Land ist enger Verbündeter Russlands, dort üben regelmäßig russische Truppen. 2022 diente Belarus als Rampe für Putins Überfall auf Kiew . Sollte Moskau in den kommenden Jahren die Nato im Baltikum militärisch testen, stünde die deutsche Brigade an vorderster Front. "Von der ersten Minute an gegen eine Aggression bereit" Heeresinspekteur Christian Freuding lässt keinen Zweifel daran, dass seine Soldaten zum Kampf gegen einen russischen Aggressor bereit wären. Schon jetzt könne man sich gegen einen Angreifer zur Wehr setzen, so der Generalleutnant neulich in einem bundeswehreigenen YouTube-Format. "Die Verteidigungsplanungen sind so ausgelegt, dass wir von der ersten Minute an gegen eine Aggression bereit sind." Freuding ist der neue Mann fürs Grobe in der Bundeswehr. In seinem ersten Tagesbefehl als neuer Heereschef im Oktober 2025 setzte der Pistorius-Vertraute bereits einen neuen Ton. "Unsere Ambition für das Morgen muss einhergehen mit dem Willen, den Kampf heute aufzunehmen und zu gewinnen." Er wolle für ein Heer arbeiten, so Freuding, das "bereit zum Kampf" sei. Der Feind warte nicht. Der martialische Stil ist beabsichtigt. Die Brigade wird nur dann glaubwürdig Aggressoren abschrecken, wenn sie auf Kampf und militärischen Erfolg getrimmt ist. Freuding verkörpert diese Botschaft wie kaum ein anderer in der Bundeswehrführung. Beim Übergabeappell am Mittwoch bekräftigte der 54-Jährige, die Soldaten der Bundeswehr in Litauen seien "ab heute Nacht bereit zum Kampf, was immer auch nötig sein mag". Litauer stellen Infrastruktur bereit Doch ob der straffe Zeitplan eingehalten werden kann, hängt nicht nur von den Militärplanern in Berlin ab. Auch für die litauische Regierung ist die deutsche Brigade ein Kraftakt. Die logistischen Anforderungen sind enorm – von geeigneten Unterkünften bis zur wartungsintensiven Versorgung schwerer Panzertechnik. Das kleine baltische Land investiert dreistellige Millionenbeträge in neue Kasernen, Straßen, Übungsplätze und Wohnungen. Hinzu kommt zivile Infrastruktur wie Schulen, Kindertagesstätten und Busverbindungen für die mitreisenden Soldatenfamilien. Doch auch die Litauer geben sich zweckoptimistisch. Verteidigungsminister Kaunas sagte am Mittwoch, sein Land unternehme für die Brigade "das größte Militärinfrastruktur-Projekt der Geschichte". Der Bau schreite um etwa zehn Monate schneller voran als geplant. Bis Ende des Jahres sollen die nötigen Einrichtungen bereits abgeschlossen sein. Die nächsten Schritte 2026 wird zum Schlüsseljahr für das "Leuchtturmprojekt", wie Pistorius es nennt. Gemeinsame Übungen mit den litauischen Streitkräften sollen die Einsatzbereitschaft erhöhen. Zugleich wird die Bundeswehr mit Nachdruck versuchen, die noch 2.000 ausstehenden Dienstposten zu besetzen. Auch beim Material könnten sich Probleme auftun: So soll die Brigade mit den modernsten Waffensystemen ausgestattet werden, die sich derzeit im Arsenal der Bundeswehr befinden: dem Kampfpanzer Leopard II A8 und dem Schützenpanzer Puma S1. Doch angesichts der bekannten Mängel vor allem beim Puma und der trägen Beschaffungswege in Deutschland sind Verzögerungen nicht ausgeschlossen. Ob die Panzerbrigade 45 tatsächlich das hält, was sie politisch verspricht, wird sich in den kommenden zwei Jahren zeigen. Vieles spricht jedoch dafür, dass die Bundesregierung alles daransetzen wird, ihr zum Erfolg zu verhelfen. Für Berlin wie für Vilnius ist die Litauen-Brigade längst ein Projekt, das als "too big to fail" gilt, als zu groß, um es scheitern zu lassen. Zu groß ist die strategische Bedeutung, zu hoch der politische Einsatz. Die Probleme, so groß sie noch sein mögen, werden am Ende wohl gelöst werden.






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