Bevölkerung: Prognose: Zahl der über 67-Jährigen in Sachsen-Anhalt steigt
Sachsen-Anhalts Bevölkerung wird nicht nur immer weniger, der Anteil alter Menschen wird auch immer größer. Wie sehen die Prognosen der Statistiker genau aus?
Der Anteil der über 67-Jährigen in Sachsen-Anhalt nimmt in den kommenden Jahren bei parallel sinkender Bevölkerungszahl zu. Wie das Statistische Landesamt mitteilte, steigt die Zahl der Menschen im Rentenalter von 531.900 im Jahr 2022 kontinuierlich auf 561.100 im Jahr 2040 an. In diesem Zeitraum wird das Land voraussichtlich rund 322.000 Einwohnerinnen und Einwohner weniger zählen, was einem Rückgang von 15. Prozent entspricht. Ende September 2025 gab es etwa 2,12 Millionen Sachsen-Anhalter.
Die Zahl der Hochbetagten mit 80 Jahren und älter wird laut Prognose von 195.600 (2022) auf 217.200 Personen (2040) steigen. Der Anteil älterer Menschen ist den Statistikern zufolge in ländlichen Regionen höher als in Städten, was sich in den kommenden Jahren noch verstärken wird.
Immer mehr Rentner, immer weniger Erwerbstätige
Was diese Alterstruktur-Entwicklung bedeutet, verdeutlicht der sogenannte Altenquotient. Dieser beschreibt, wie viele Personen im Rentenalter (67 Jahre und älter) auf 100 Personen im erwerbsfähigen Alter kommen. Lag der Wert 2022 noch bei 42,21, könnte er laut Prognose bis 2040 auf 56,91 steigen, hieß es. Demnach müssen also künftig immer weniger Personen im erwerbsfähigen Alter für immer mehr Personen im Ruhestand sorgen.
Der höchste Altenquotient wird 2040 für den Altmarkkreis Salzwedel (69,83) prognostiziert. Magdeburg (43,46) und Halle (Saale) (40,34) werden voraussichtlich weiterhin die niedrigsten Altenquotienten im Land aufweisen.
