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Kontokündigung beim Organisator der EU-Bargeldpetition

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Zu Ende Februar hat die Deutsche Bank dem Initiator einer Bargeld-Petition an das EU-Parlament, Hansjörg Stützle, das Geschäftskonto gekündigt. Das Konto diente dem Unternehmensberater und Bargeldexperten als Spendenkonto für seine Initiativen zum Erhalt es Bargelds. Wie der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring Anfang der Woche auf seinem Nachrichtenportal berichtete, sei die Kündigung seitens der Deutschen Bank ohne Angabe von Gründen erfolgt.

Anlässlich der aktuellen Verhandlungen über eine neue Bargeld-Verordnung in der EU fordert Stützle das EU-Parlament in seiner Petition dazu auf, für eine weitere Verfügbarkeit von Bargeld zu sorgen. Bargeld soll zudem nicht gegenüber Digitalwährungen benachteiligt werden. Die laufende Petition wurde inzwischen von 315.000 Menschen (Stand 7. Februar 2026 ) unterschrieben.

Das gekündigte Konto sei ein seit fünf Jahren bestehendes Fyrst-Konto, ein Konto der Deutschen Bank für Geschäftskunden. Laut der Webseite von Hansjörg Stützle Bargeldverbot.info können Unterstützer künftig ein von ihm neu eröffnetes Sparkassenkonto für ihre Spenden nutzen.

Im Januar hatte die Wochenzeitung Die Zeit einen kritischen Bericht über Stützles Bargeld-Petition veröffentlicht. Dazu hatte sich der Zeit-Journalist Fabian Franke mit Hansjörg Stützle zum Gespräch getroffen und mit dem Petitions-Mitinitiator Hakon von Holst korrespondiert. Norbert Häring fasste am 14. Januar zusammen, wie der Zeit-Journalist die Bargeldverfechter und ihre Petition verfemt und in die rechte Ecke gestellt habe. In der Reportage vom 7. Januar schrieb Franke, die Bargeldverfechter fänden besonders von rechts Zuspruch. Norbert Häring zitiert aus dem Zeit-Beitrag:

"Bargeldverfechter finden, am 50-Euro-Schein hänge unsere Freiheit. Und finden Zuspruch. Besonders von rechts."

Im weiteren Verlauf des Artikels habe die Wochenzeitung Bargeldverteidiger mit Kritikern der Coronamaßnahmen verglichen. Die Aussage von Stützle, "Digitalzahler handelten unreflektiert", klinge für den Zeit-Autoren "wie einst die Kritiker der Coronamaßnahmen, die andere als 'Schlafschafe' bezeichneten".

Dann habe Zeit-Journalist Franke den für Bargeld zuständigen Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz zitiert. Der Bundesbank-Vorstand widerspreche "der Gefahr eines Überwachungsstaates" und warne "vor dem Narrativ eines Feldzugs gegen das Bargeld". Die Bargeldverfechter würden demnach vieles durcheinanderwerfen und miteinander vermengen. "Denn abschaffen wolle das Bargeld in Wahrheit niemand, und die Bundesbank baue ihr Verteilnetz in Deutschland sogar aus," gibt Häring die in der Zeit veröffentlichte Aussage des Bundesbank-Vorstands wieder.

Häring erinnert daran, dass Balz' Vorgänger, Carl-Ludwig Thiele, bereits im Jahr 2017 den internationalen Kongress "War on Cash" veranstaltet habe. Das Kreditkartenunternehmen Mastercard habe diesen "Krieg gegen das Bargeld" sogar schon vor 20 Jahren ausgerufen. Mittlerweile hätten auch im Deutschen Bundestag Veranstaltungen unter dem Titel "Welt ohne Bargeld" stattgefunden. Der Wirtschaftsjournalist Häring bezweifelt die Versprechen zum Bargelderhalt und kommentiert den Zeit-Artikel: 

"Niemand will also das Bargeld abschaffen? Bei Herrn Balz geht tatsächlich einiges durcheinander, und bei der Zeit, die das unkritisch abdruckt, auch."

Schließlich weist Häring noch darauf hin, dass der Mitstreiter von Stützle, Hakon von Holst, im Multipolar-Magazin eine fortlaufende Chronik über die Fälle von gekündigten Bankkonten bei Regierungskritikern erstellt. Dort könne von Holst nun auch seinen Kompagnon Stützle eintragen.

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