Bei der Nachfolge in der iranischen Führung will US-Präsident Donald Trump Einfluss haben. Er schließt einen Kandidaten bereits aus. US-Präsident Donald Trump will bei der Frage, wer den Iran zukünftig führen soll, ein Mitspracherecht haben. Das iranische Regime hat einen Expertenrat einberufen, der einen Nachfolger für den im Krieg gegen den Iran getöteten Ajatollah Ali Chamenei finden soll. Als möglicher Kandidat gilt einer der Söhne Chameneis, Modschtaba Chamenei. Doch Trump sieht das anders. "Sie verschwenden ihre Zeit. Chameneis Sohn ist ein Leichtgewicht. Ich muss bei der Ernennung mitreden, so wie bei Delcy [Rodriguez] in Venezuela", sagte Trump dem Nachrichtenportal "Axios". "Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel. Wir wollen jemanden, der Harmonie und Frieden in den Iran bringt", sagte Trump. Krieg im Nahen Osten: Alle aktuellen Entwicklungen Iran-Krieg: USA zerstören offenbar iranischen Drohnenträger Trump: "Ich werde großen Einfluss haben" "Wir werden mit dem Volk und dem Regime zusammenarbeiten, um sicherzustellen, dass jemand an die Macht kommt, der den Iran gut aufbauen kann, aber ohne Atomwaffen", sagte der 79-Jährige. Er wolle bei der Neugestaltung des Iran mitgestalten, sagte Trump auch im Interview mit dem Politikmagazin "Politico". "Ich werde einen großen Einfluss haben, oder sie werden keine Einigung erzielen, denn wir werden das nicht noch einmal machen müssen", so der US-Präsident. Er bezog sich darauf, dass die USA in naher Zukunft nicht noch einmal gegen den Iran Krieg führen wollten. Kurz nach Beginn des Iran-Kriegs hatte Trump gesagt, dass bei den Angriffen von USA und Israel einige der von den USA als mögliche Kandidaten für eine Nachfolge ausgewählten Personen getötet wurden. Noch ist unklar, ob die USA wirklich einen Regimewechsel durchführen wollen. Trump sagte zu "Axios": "Ich kann mir Zeit lassen und die ganze Sache übernehmen oder sie in zwei oder drei Tagen beenden und den Iranern sagen: 'Wir sehen uns in ein paar Jahren wieder, wenn ihr mit dem Wiederaufbau [eurer Atom- und Raketenprogramme] beginnen solltet'", sagte Trump. Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte erst vor einigen Tagen gesagt, man führe "keinen Regimewechselkrieg ". Reza Pahlavi steht weiter bereit Auch der iranische Oppositionspolitiker Reza Pahlavi bezeichnet die Wahl eines neuen obersten Religionsführers als aussichtslos. Auf der Plattform X schrieb der Sohn des 1979 gestürzten Schahs, jeder Kandidat werde ohne Legitimität dastehen und "als Komplize der blutigen Vergangenheit dieses Regimes" gelten. Pahlavi nannte ausdrücklich Modschtaba Chamenei, Sohn des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei, sowie Hassan Chomeini, Enkel des Revolutionsführers Ruhollah Chomeini. Beide gehören zum Kreis möglicher Nachfolger. Der 65-Jährige brachte sich nach der Tötung des Staatsoberhaupts und Religionsführers erneut als Übergangsführer ins Gespräch. Sein Vorschlag: ein Referendum über eine neue Verfassung, gefolgt von freien Wahlen unter internationaler Aufsicht. Danach soll die Übergangsregierung aufgelöst werden.