Guardiola düpiert und quasi raus: „Wir haben keine große Chance“
Guardiola und sein misslungenes Jubiläum
MADRID. Es ist passiert, was sonst eigentlich nie passiert: Real Madrid absolviert im Estadio Santiago Bernabéu gegen einen namhaften Kontrahenten ein Spitzenspiel in der prestigeträchtigen Champions League und an dem Tag selbst sind beim Verein noch Karten verfügbar.
Warum eigentlich? Im Nachhinein darf diese Frage allemal erlaubt sein. Dass zu Originalpreisen Stunden vor dem Anstoß dieses Achtelfinal-Hinspiels gegen Manchester City noch Tickets zu ergattern waren, lässt sich mit dem, was die 90 Minuten am Mittwoch letzten Endes bereithalten sollten, jedenfalls nicht vereinbaren.
Die Königlichen haben die „Skyblues“ mit einem 3:0 abgefertigt – und Pep Guardiola damit düpiert. In seinem erst 14. Einsatz als Chefcoach von Real ließ Álvaro Arbeloa seinen Trainerkollegen ziemlich alt aussehen. Denjenigen, für den Duelle mit den Blancos längst zu einer Routine geworden sind, der sie aus dem Effeff kennen muss. Denjenigen, der eine Art Jubiläum feierte. „Es war heute mein 50. Spiel als Spieler und Trainer gegen Real Madrid. 50. Es war heute mein ‚Geburtstag‘“, berichtete der 55-Jährige danach in der Pressekonferenz.
„War nicht so schlecht, um 0:3 zu verlieren“
Zum 29. Mal bekam er es als Coach mit Real zu tun, dabei setzte es seine neunte Pleite. Dem stehen 14 Siege und sechs Unentschieden gegenüber. Mit der Abreibung kann Guardiola vor dem Hintergrund des Auftritts seines Ensembles nur schwer leben. „Unser Spiel war nicht so schlecht, um 0:3 zu verlieren. Ein hartes Ergebnis, das können wir nicht abstreiten. Mit unseren Fans im Rücken werden wir es versuchen. Wir haben keine große Chance, aber wir werden es probieren“, blickte er bereits auf das Rückspiel im Etihad Stadium (Dienstag, 21 Uhr).
Ein „0:3 ist besser als 0:4“, merkte Guardiola zudem an. Es hätte in der Tat nämlich beinahe auch ein viertes Mal im eigenen Netz gezappelt, hätte Vinícius Júnior nicht leichtfertig einen Foulelfmeter vergeben. Torwart Gianluigi Donnarumma parierte den laschen Strafstoß des Brasilianers beim Stand von 3:0 (57.). Der Endstand war durch einen Hattrick von Federico Valverde (20./27./42.) bereits zur Halbzeit erreicht.
Guardiola moniert fehlende Abschlüsse
Die Madrilenen seien „in der ersten Halbzeit dreimal vor das Tor gekommen und haben dreimal getroffen. Real Madrid hat qualitativ gute Spieler und eine gute Mannschaft. Das wissen wir. Wir haben versucht, nicht so viele Umschaltsituationen zuzulassen. Am Ende waren es mehr als erwartet. Wir sind oft ins letzte Drittel gekommen, haben aber nicht das Tor erzielt, das wir gebraucht hätten“, konstatierte Guardiola.
Der 55-jährige Katalane haderte nach der Begegnung vor allem damit, dass seine Profis oft bis zur Grundlinie gekommen seien, den Ball dann oft ins Zentrum befördert hätten, jedoch stets der finale Abschluss ausgeblieben sei. „Dieses Detail hat uns gefehlt“ – und soll beim schnellen Wiedersehen auf englischem Boden wieder zum Vorschein kommen, wenn es nach den „Citizens“ geht. Sie werden einen Sieg mit vier Treffern Differenz benötigen, um sich nach 90 Minuten das Ticket zum Viertelfinale zu sichern.
Donnarumma: „Wir müssen im Rückspiel völlig anders auftreten. Ich bin enttäuscht, weil wir aufgrund einer schwachen Leistung verloren haben, aber wir spielen Zuhause und hoffen, das Ruder noch herumzureißen.“ Dieses 3:0 verheißt jedoch erst einmal eines: Auch in Manchester werden kurzfristig noch Tickets zu haben sein.
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