Armand Duplantis stellt erneut einen Weltrekord im Stabhochsprung auf – schon zum 15. Mal. Finanziell lohnt sich das für den Schweden. Ein Ende ist nicht in Sicht für "Mondo". Die Weltrekordjagd von Armand Duplantis geht nämlich unentwegt weiter. Ohne Pause. Gerade erst hat der Stabhochsprung-Superstar die nächste Bestmarke aufgestellt: 6,31 Meter überquerte "Mondo" am Donnerstagabend bei "seinem" Heimturnier, dem "Mondo Classic" im schwedischen Uppsala. Der schwedische Ausnahmeathlet ließ schon anklingen, dass er eines Tages die 6,40 Meter für möglich hält. Mit weit mehr als 100 Sprüngen über 6,00 Meter ist er schon lange in einer anderen Liga als der Rest der Stabhochsprung-Welt. Die letzte Meisterschaftsniederlage liegt schon fast sieben Jahre zurück. Zum 15. Mal: Olympiasieger verbessert Weltrekord Und schon in der kommenden Woche könnten die 6,31 Meter wieder Geschichte sein. Dann will der 26-Jährige an der Hallen-Weltmeisterschaft im polnischen Torun teilnehmen und wieder einmal seinen eigenen Weltrekord brechen. 6,32 Meter sollen es dann werden. Es wäre bereits das 16. Mal, dass der zweimalige Olympiasieger einen Weltrekord in seiner Disziplin aufstellt. Am 8. Februar 2020 beim Meeting im schwedischen Torun ging es los. Damals übertraf er die alte Bestmarke des Franzosen Renaud Lavillenie um zwei Zentimeter, schraubte den Wert auf 6,16 Meter. Seitdem ging es voran – stets in Ein-Zentimeter-Schritten. Es ist ein Millionen-Geschäft für Duplantis. "Das macht ihn zur Nummer eins der Welt" Denn finanziell sind diese kleinen Verbesserungen weitaus lukrativer: Schätzungsweise insgesamt 1,5 Millionen US-Dollar wird Duplantis durch seine 15 Weltrekorde mittlerweile verdient haben – 100.000 US-Dollar (rund 85.000 Euro) zahlt der Leichtathletik-Weltverband schließlich als Prämie für neue Bestmarken, unabhängig davon, ob ein alter Rekord um einen, zwei oder auch fünf Zentimeter übertroffen wird. Deshalb ist es für den Hochbegabten einträglicher, stets nur in Ein-Zentimeter-Schritten voranzugehen. Dazu kommen hohe Antrittsgelder bei den Leichtathletik-Meetings. "Die Veranstalter wissen, was sie bekommen. Er ist niemand, der bei 5,80 Meter aufhört, und die Chance auf einen Weltrekord ist ziemlich groß. Das macht ihn zur Nummer eins der Welt", erklärte sein Manager Daniel Wessfeldt einst der schwedischen Tageszeitung "Aftonbladet". Dazu erhält er auch von Sponsoren wie dem Sportartikelhersteller Puma, dem Luxusuhrenfabrikanten Omega oder dem Energydrinkbrauer Red Bull hohe Prämien bei neuen Weltrekorden. So wird sein Gesamtvermögen mittlerweile sogar auf umgerechnet 4,6 Millionen Euro geschätzt, Tendenz steigend. Und ein Ende ist nicht in Sicht für "Mondo".