Am grünen Tisch: Marokko und Brahim doch noch Afrika-Cup-Sieger
Das kommt wohl für alle überraschend: Die marokkanische Nationalmannschaft rund um Brahim Díaz ist doch noch Afrika-Cup-Sieger! Das hat der afrikanische Verband CAF am Dienstagabend offiziell bekannt gegeben – und das fast genau zwei Monate nach dem Endspiel zwischen Marokko und dem Senegal.
The CAF Appeal Board decided that in application of Article 84 of the Regulations of the CAF Africa Cup of Nations (AFCON), the Senegal National Team is declared to have forfeited the Final Match of the TotalEnergies CAF Africa Cup of Nations (AFCON) Morocco 2025 (“the Match”),…
— CAF Media (@CAF_Media) March 17, 2026
Bei diesem war es nach der 90. Minute beim Stand von 0:0 zu wilden Szenen gekommen: Erst wurde ein Senegal-Tor durch Niakhaté aberkannt (90.+2), dann holte Brahim einen strittigen Elfmeter heraus (90.+4), wonach einige Senegalesen den Platz verließen. Rund 20 Minuten kehrten sie zwar zurück und das Spiel konnte fortgesetzt werden – inklusive Brahims Panenka-Fail sowie Pape Gueyes Siegtor in der anschließenden Verlängerung –, aber: Dadurch, dass die Senegalesen vom Platz gegangen waren, konnte der marokkanische Verband Einspruch einlegen. Und dieser wurde nun vom CAF stattgegeben, so teilt dieser mit: „Der CAF-Berufungsausschuss entschied, dass gemäß Artikel 84 der Bestimmungen des CAF Africa Cup of Nations die senegalesische Nationalmannschaft das Finalspiel verloren hat, wobei das Ergebnis des Spiels mit 3:0 zugunsten des marokkanischen Fußballverbands festgehalten wird.“
Zwei Monate nach dem Endspiel in Rabat kann Marokko also doch noch feiern – und zwar seinen erst zweiten Afrika-Cup-Titel nach 1976, wohingegen der Senegal bei einem Erfolg (2022) bleibt. Für Brahim handelt es sich nach dem Horror um den vergebenen Elfmeter so noch um Genugtuung, zumal er nach dem Turnier mit fünf Treffern ohnehin als bester Torschütze ausgezeichnet wurde. Und jetzt nachträglich am grünen Tisch eben auch als Turniersieger. Wie überraschend das selbst für den 26-Jährigen angekommen sein muss, der während der Entscheidung gegen ManCity im Einsatz war, deutete Aurélien Tchouaméni nach Abpfiff an: „Ich bin mir sicher, dass Brahim zufrieden ist. Ich weiß gar nicht, was da passiert ist. Wenn Brahim ein Champion ist, werden wir ihm als Mannschaft ein Geschenk machen.“
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