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Silbereisen und die ARD-Shows: Millionenloch der Öffentlich-Rechtlichen

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Bei den Öffentlich-Rechtlichen regiert ein harter Sparkurs. Die Kosten im Programm müssen drastisch reduziert werden. Besonders der MDR ächzt unter den Auflagen. Als der MDR-Chef Ralf Ludwig am Wochenende in einem Interview mit dem RND über die Zukunft seines Senders sprach, konnte man den Eindruck gewinnen, beim Mitteldeutschen Rundfunk handele es sich um einen Sanierungsfall. Der Intendant zeichnete ein düsteres Szenario: Die 600 Millionen Euro, die der Sender durch den Rundfunkbeitrag bekommt, reichten hinten und vorn nicht. Der MDR habe ein "Strategie- und Sparprogramm von 160 Millionen Euro bis Ende 2028 aufgelegt" und wenn die vorgeschlagenen Beitragserhöhungen nicht umgesetzt werden, kämen weitere 60 Millionen Euro obendrauf. Einsparungen von 220 Millionen Euro? Das klingt in der Tat nicht nach einem Pappenstiel. Und doch erscheint eine solch astronomische Summe zunächst schwer greifbar. Führt das zu Stellenstreichungen? Zu einem Kahlschlag im Programm oder der Abschaltung ganzer Hörfunkwellen? Im Prinzip sei alles denkbar, so Ludwig. Sowohl "Einschnitte im Haus" als auch im Programm müssten vorgenommen werden. Beschlossen sei bereits, dass drei Radiosender dem Rotstift zum Opfer fallen: MDR Tweens, MDR Schlagerwelt und MDR Klassik gehören bald der Geschichte an. Da sei ein "Sturm der Entrüstung" über ihn hereingebrochen, sagte Ralf Ludwig. Das wertvollste Pferd im Stall: der MDR-Silberpfeil Was muss der MDR-Intendant dann erst aushalten, wenn der Sender Publikumserfolge wie den "Tatort" aus Dresden , den "Polizeiruf 110" aus Magdeburg oder den Dauerbrenner "In aller Freundschaft" aus Leipzig einstellt? Oder sein vermutlich größtes Schwergewicht im Programmportfolio absägt: Florian Silbereisen . Dessen Schlagershows werden vom MDR federführend für die ARD produziert. Wenngleich auch diese Zusammenarbeit zuletzt zurückgefahren wurde. Früher strahlte die Senderanstalt noch eigene Shows mit dem Schlagerstar im Dritten Programm aus, inzwischen nicht mehr. "Wir gehen längst ans Eingemachte", sagte Ludwig im Hinblick auf die Silbereisen-Produktionen. Im September 2024 hatte der MDR-Rundfunkrat in einer offiziellen Sitzung die Produktion von vier Schlagershows mit Florian Silbereisen pro Jahr für 2025 und 2026 beschlossen. Eine weitere Sendung mit dem Moderator verantwortete zuletzt der Bayerische Rundfunk: die Silvestershow mit Silbereisen, die mit Blick auf die Reichweite zugleich das erfolgreichste Format im Ersten war. Mit im Schnitt 4,78 Millionen Zuschauern war sie noch stärker als das traditionell quotenstärkere "Adventsfest". "Der MDR hat eine dringende Frischzellenkur nötig" Ob solch ein Fakt für den MDR zum Problem wird, lässt sich schwer sagen. Die Expertise des Senders in der Schlagerbranche hat sich über Jahrzehnte aufgebaut. Nicht nur das Sendegebiet des Mitteldeutschen Rundfunks gilt als schlageraffin, auch die "Sommerfeste der Volksmusik" haben schon weit vor Florian Silbereisens Ankunft im Jahr 2004 Tradition beim MDR: Seit 1994 sind sie Aushängeschild der Rundfunkanstalt. Und doch stellt sich so mancher Zuschauer schon die Frage, wie lang der Sender sein Zugpferd noch halten kann, wenn andere ARD-Anstalten zeigen, dass sie mit dem "Traumschiff"-Kapitän ebenfalls Quotenerfolge einfahren können – oder sogar die MDR-Werte übertrumpfen. Als t-online am Montag über die Sparzwänge des MDR berichtete, sammelten sich schnell Zuschriften von Lesern, in denen es etwa hieß: "Der MDR hat eine dringende Frischzellenkur nötig. Bitter nötig ist das Absetzen von Silbereisen und Konsorten." Andere verorteten in ihren Mails den Grund für die finanzielle Schieflage woanders: "Es sollte nicht an den Formaten gespart werden, sondern zuerst an den horrend hohen Gehältern und Boni der Intendanten und Führungsposten." Allein Ralf Ludwig, der seit November 2023 den MDR leitet, kassiert 280.750 Euro Jahresgehalt. Eine Zahl, die üppig erscheinen mag, aber in Relation zu den anderen Häusern der ARD das alte Ost-West-Ungleichgewicht veranschaulicht: Die Topverdiener kommen ausnahmslos aus den alten Bundesländern – vom SWR über den NDR bis zum WDR und BR verdienen alle Senderbosse weit mehr als Ralf Ludwig. Ein Problem, das mehr als 35 Jahre nach der Wiedervereinigung nicht nur bei den Öffentlich-Rechtlichen vorherrscht. Und doch: Im Fernsehgeschäft zeigt sich die ungleiche Verteilung der Gelder nicht nur auf den Gehaltszetteln des Spitzenpersonals, sondern auch in den Rücklagen, die die Anstalten gebildet haben. In den älteren ARD-Häusern ist deutlich mehr Spielraum vorhanden als bei den erst nach der Wiedervereinigung gegründeten Häusern MDR und RBB. "Mehr finanzielle Verantwortung" für die ARD-Partner Dass der Sparkurs bei ARD, ZDF und seinen angeschlossenen Anstalten Schwierigkeiten bereitet, ist also nur die halbe Wahrheit. Die Tatsache, dass es besonders die Sender aus dem Osten sind, die unter den Auflagen ächzen, wird dabei oft verschwiegen. Und dass der MDR bereits Teile seines Tafelsilbers abtreten musste, ebenfalls. Denn aktuell verantwortet der Sender nur noch vier Liveshows und damit eine weniger als im Zeitraum vor 2025. "Schlagerbooom", "Schlagerchampions" und Co. blieben dem MDR zwar erhalten – aber unter Schmerzen. "Für die Kosten für die zweijährige Laufzeit der insgesamt acht Shows bis Ende 2026 übernehmen die Partner innerhalb der ARD mehr finanzielle Verantwortung. Das entlastet den MDR", hieß es bereits 2024 vom MDR-Rundfunkrat. Zwischen 2020 und 2023 zahlte der MDR laut einer Recherche des "Business Insider" mehr als 45 Millionen Euro für Florian Silbereisens Sendungen. Dies gehe aus internen Senderdokumenten hervor. Darin fanden sich dem Bericht zufolge auch weitere drei Millionen Euro, die der MDR jährlich allein aufgrund von Reisekosten des Moderators, Kosten für Kostüme, Maskenbildner und das Silbereisen-Honorar aufbringen musste – letzteres lag laut der Enthüllung 2021 bei 900.000 Euro. Dass der Moderator fünf Jahre später deutlich mehr einstreicht, wäre ein branchenüblicher Vorgang. Sendertreue lässt sich auch der Schlagerkönig der ARD versilbern. Zumal die Zukunft mit Florian Silbereisen trotz aller Sparzwänge über dieses Jahr hinaus gesichert ist: Dessen "Feste"-Shows werden auch in den Jahren 2027 und 2028 fester Bestandteil des Ersten bleiben. Das genehmigte der Rundfunkrat des MDR im Februar dieses Jahres, wie eine Sprecherin des Senders t-online bestätigt. Zu den Kosten hüllt sich der MDR in Schweigen Man werde den "Rahmenvertrag im bisherigen Umfang für die Feste mit Florian Silbereisen für die ARD unter Federführung des MDR" für die nächsten zwei Jahre weiterführen, heißt es. Wie hoch die Kosten dafür sind? Darüber schweigt der Sender. "Wir bitten um Verständnis, dass wir uns zu vertraglichen Details und mit Rücksicht auf weitere Gremienbefassungen in der ARD nicht weiter dazu äußern." Ob Florian Silbereisen auch über den bisher genehmigten Zeitraum hinaus vom MDR bezahlt werden kann, bestätigt die Sendersprecherin nicht. Sie verweist auf die komplizierten Prozesse um die finanziellen Engpässe. "Wir haben in den vergangenen Jahren bereits in allen Bereichen Einsparungen umgesetzt", heißt es und weiter: "96 Prozent aller Mittel fließen direkt oder indirekt ins Programm." Man werde "aufgrund der nicht erfolgten Anpassung des Rundfunkbeitrags auch im Programm weitere Fokussierungen vornehmen" müssen, so die Sprecherin. Die Zukunftsplanung werde so erschwert. Denn klar sei nur, dass vieles noch unklar sei. Nicht umsonst betonte Intendant Ralf Ludwig, dass es verschiedenste Szenarien und Überlegungen gibt, wie man das Millionenloch stopfen könne. "Wir bitten um Verständnis, dass es diesen Prozess erst einmal abzuwarten gilt", ordnet die Sprecherin die Aussagen ihres Intendanten abschließend ein.






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