Alaba blickt in ungewisse Zukunft: „Nicht mal das weiß ich“
David Alaba kaum noch wettkampftauglich
MADRID. Eine Saison ist bei Real Madrid für gewöhnlich um die 50 Pflichtspiele lang – mindestens. Und obwohl David Alaba bereits seit knapp fünf Jahren zu den Königlichen gehört, kommt er nach dieser Rechnung kumuliert auf gerade mal etwas mehr als zwei Spielzeiten, die er auf dem Rasen gestanden hat. 129 Mal lief der 33 Jahre alte Österreicher seit der Saison 2021/22 bisher nämlich für das weiße Ballett auf.
Dass es nicht wesentlich mehr Einsätze sind, lässt sich mittlerweile simpel erklären: Am 17. Dezember 2023 riss er sich im linken Knie das vordere Kreuzband, auch der Meniskus soll dabei in Mitleidenschaft gezogen worden sein. Und wie es nach der langen Leidenszeit auf dem Weg zum Comeback bei so vielen Profis ist, folgen danach immer wieder Verletzungen muskulärer Natur. So auch bei Alaba, der seit jenem schicksalhaften Wintertag in seiner dritten Real-Saison auf nur 27 Partien kommt, in denen er mitwirkte. Bloß elfmal stand er in der Startelf.
Weil Alaba insbesondere auf dem Niveau des spanischen Weltvereins kaum noch wettkampftauglich ist und gefühlt mit jedem Einsatz eine neue Blessur davonträgt, gilt es unlängst als beschlossene Sache: Der zum 30. Juni auslaufende Vertrag wird nicht verlängert – zumal die Nummer 4 zu den Top-Verdienern im Team gehört. Über 20 Millionen Euro brutto soll Alaba pro Saison einstreichen. Das Verhältnis zwischen seiner Bezahlung und dem, was der Klub dafür an Leistung erhält, stimmt schon lange nicht mehr.
„Schritte bis zum Sommer – und dann schauen wir“
Auch wenn er in der spanischen Hauptstadt gerade seine letzten Wochen und Monate erlebt, zeichnet sich offenbar noch keinerlei Tendenz ab, wie es über den Sommer hinaus für ihn weitergeht. Wann entscheidet er wenigstens für sich selbst? „Nicht mal das weiß ich“, so der Innenverteidiger in einem Interview mit SERVUSTV, das in der Sushi-Bar KŌ by 99 unter dem Dach des Estadio Santiago Bernabéu geführt wurde.
„Umso älter ich geworden bin, umso kurzfristiger setze ich meine Ziele. Ich war generell nie ein Typ, der sich Fünf-Jahres-Pläne gesetzt hat. Ich gehe von Ziel zu Ziel, stecke mir die eher kurzfristiger und gehe dann von einem zum anderen Ziel. So ist es jetzt auch. Ich lebe im Hier und Jetzt und versuche, meine Schritte bis zum Sommer zu gehen – und dann schauen wir, wie es weitergeht“, sagte Alaba, dessen großes Ziel nun erst einmal ist, mit Österreich eine gute Weltmeisterschaft zu bestreiten. Eine WM absolvierte er noch nie.
David Alaba: „Wird sich zeigen, keine Ahnung“
Das Turnier könnte für ihn auch zu einer Plattform werden, um einen neuen Klub zu finden. Welche Liga reizt ihn nach der Bundesliga und der Primera División noch? Der Routinier: „Ich mache mich gar nicht so Gedanken um die Ligen. Ich möchte auf jeden Fall sicher irgendwo einfach erfolgreichen Fußball spielen.“ Also nicht nach Saudi-Arabien oder in die USA? „Da kann man ja auch erfolgreich sein“, antwortete Alaba – um nochmals zu betonen: „Wird sich zeigen, keine Ahnung. Ich müsste jetzt lügen, um zu sagen, dass ich sowas schon weiß. Ich weiß es noch nicht und beschäftige mich im Moment auch wirklich null damit, muss ich ehrlich sagen.“
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