Добавить новость
103news.com
World News
Июнь
2026
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26
27
28
29
30

Tom Rohrböck und die AfD: Wie sehr beherrscht das "Phantom" die Partei?

0
Ein Geschäftsmann soll die AfD maßgeblich beeinflussen. Dabei ist er kein Mitglied der Partei. Die AfD-Spitze will nun per Beschluss alle Verbindungen zu Tom Rohrböck kappen. Doch das dürfte Auswirkungen auf den anstehenden Bundesparteitag haben. In der AfD kursieren viele Namen für Tom Rohrböck. Das "Phantom". Der "Königsmacher". Der "Mehrheitsbeschaffer". Der "Chef". Mancher schätzt seinen Einfluss als so groß ein, dass er fast die Hälfte der Stimmen auf Bundesparteitagen steuern könne. Dabei ist Rohrböck nicht einmal Parteimitglied. Rohrböck selbst wischt solche Einschätzungen vom Tisch. Es gebe in der AfD so "einige notorische Panikmacher, die überall Verschwörungen wittern", schreibt er t-online auf Anfrage. "Werde gleich in die blaue Adria springen und sicher nicht an eine deutsche politische Partei denken." Doch der Bundesvorstand der AfD bewertet Rohrböcks Einfluss auf die Partei offensichtlich grundlegend anders als er selbst. Und er hat viele Gründe dafür. Am vergangenen Montag hat die AfD-Spitze einen Beschluss getroffen und in der Partei breit verschickt: Rohrböck dürfe ab sofort weder an Parteiveranstaltungen teilnehmen noch sie mitorganisieren. Wichtiger noch: Auch jede "Einbindung oder Zusammenarbeit in Parteiangelegenheiten" von und mit Rohrböck habe "zu unterbleiben", heißt es in dem Beschluss, der t-online vorliegt. Eine "Nichtbeachtung" werde als "Schädigung des Ansehens der Partei angesehen". Im Klartext bedeutet das: Jede Zuwiderhandlung ist ein Grund, aus der AfD ausgeschlossen zu werden. Es ist ein rabiates politisches Kontaktverbot, wie die Parteispitze es selbst bei Rechtsextremisten wie Martin Sellner nie verhängt hat. Und dessen enge Verbindungen in die Partei haben der AfD schon oft Negativschlagzeilen gebracht. Wer also ist der Mann, der den AfD-Bundesvorstand um Alice Weidel so nervös macht und zu dem er nun, kurz vor anstehenden Vorstandswahlen, jede Verbindung kappen will? Rohrböck kontaktiert so gut wie jeden Mandatsträger Tom Rohrböck ist im hessischen Seligenstadt aufgewachsen und hat hier seine ersten politischen Gehversuche gemacht. Doch als Politiker scheiterte er: Als Stadtverbandsvorsitzender der CDU wurde er nicht wiedergewählt, obwohl es keinen Gegenkandidaten gab. Nach der CDU wechselte er zur FDP , Kontakte pflegte er auch in die NPD. Er wollte schon früher Karrieren von Politikern aufbauen – oder beschädigte sie. Seit mehreren Jahren scheint er im Ausland zu leben. Die Nummer, unter der man ihn aktuell erreicht, hat eine kroatische Vorwahl. Dennoch richtet sich seine Aufmerksamkeit seit der Gründung der AfD offenbar mit einiger Kraft auf die mittlerweile in Teilen rechtsextreme Partei. Über Rohrböck kursieren viele Geschichten in der AfD – und noch mehr über Politiker der Partei, die sich angeblich von ihm unterstützen lassen. t-online wurde in der Vergangenheit aus mehreren Landesverbänden berichtet, dass Rohrböck so gut wie jeden Mandatsträger und viele Mitglieder aus der zweiten und dritten Reihe kontaktiert. Oft per WhatsApp oder über Parteikollegen, die bereits Kontakt zu ihm pflegen. Er soll sie nach persönlichen Treffen fragen, zu Abendessen, auf Reisen oder in Hotels nach Österreich einladen. Jene, die davon erzählen, wollen diese Angebote in der Regel nicht angenommen haben, aber von zahlreichen Kollegen wissen, die es taten. Ein Ort ist in der Partei dabei untrennbar mit Rohrböck verbunden: das Schlosshotel Fuschl in Österreich. Hierher lädt Rohrböck die Parteiprominenz ein, die es besonders zu umgarnen lohnt. Auch Alice Weidel hat dort nach Recherchen der "Zeit" am 17. November 2017 unter falschem Namen eingecheckt, um sich mit Rohrböck zu treffen. Ideologie scheint für Rohrböck dabei nicht an erster Stelle zu stehen. Er will sich mit fast allen vernetzen – ob es vergleichsweise Konservative oder harte Rechtsradikale sind. Jeder Kontakt ein Gewinn, ein potenzieller Profit in der Zukunft, so scheint er es zu halten. Das Portfolio, das Rohrböck angeblich jenen anzubieten hat, die er umgarnt und in sein Netzwerk ziehen will, ist vielfältig. Er scheint sie nicht nur strategisch zu beraten, in Sachen der eigenen Karriere oder des Landesverbands. Er verspricht angeblich auch Mehrheiten und Mandate und soll gegen ihm offenbar unliebsames Parteipersonal mit Druck und Intrigen vorgehen. Mittelsmann für potenzielle Spender? Rohrböck hat in der AfD nicht nur den Ruf, Politikberater, sondern auch Mittelsmann zu sein – zwischen der Partei und Mitgliedern anderer Parteien oder potenziellen Spendern, die selbst nicht direkt mit der Partei in Kontakt treten wollen, weil sie um ihren Ruf fürchten. Das ihm zugerechnete Firmennetzwerk scheint dabei so verzweigt wie berüchtigt. Zuerst berichteten "Zeit", NDR und WDR 2021 nach ausgiebigen Recherchen darüber. Die Journalisten waren auf zahlreiche Unternehmen gestoßen, die dazu dienen sollen, Finanzströme in die Partei zu verschleiern. Zahlreiche Mandatsträger und Parteigrößen wurden als Empfänger dubioser Zahlungen gehandelt. Geldgeber, so die Vermutung damals, könnten auch Milliardäre wie der mittlerweile verstorbene Bankier und Investor August von Finck junior sein. Die AfD versprach, den Vorwürfen nachzugehen, und hielt einige davon in einem Untersuchungsbericht fest. Die AfD ist anfällig für solche verdeckten Spenden, die nach dem deutschen Gesetz illegal sind. Anfälliger als andere Parteien. Immer wieder verhängte die Bundestagsverwaltung hohe Strafen wegen solcher sogenannten Strohmann-Spenden. Erst im Mai scheiterte die AfD mit einem Widerspruch dagegen vor dem Verwaltungsgericht Berlin . Wegen einer Spende, die über einen Mittelsmann von dem Milliardär und Immobilieninvestor Henning Conle gekommen sein soll, muss sie 2,3 Millionen Euro zahlen. Die heutige AfD-Chefin Alice Weidel sagte dem NDR bereits 2021 für einen Beitrag zu Rohrböck: "Da steckt Geld dahinter." Woher dieses Geld komme, sei ihr ein "völliges Rätsel". Rohrböck selbst weist einen Zusammenhang zu den zahlreichen Unternehmen, die mit ihm in Verbindung gebracht werden, zurück. "Lächerlich" sei dieses "Sammelsurium an Unternehmen mit erratenem Bezug zu mir", schreibt er t-online. Ob Weidel Angst vor Rohrböck habe? "Respekt", sagt Weidel Egal mit welchen Methoden: Rohrböck gilt in der Partei als einflussreich. Er soll mehrere AfD-Politiker von der Hinterbank in die erste Reihe der Partei begleitet haben. Darunter: die inzwischen verstorbene bayerische AfD-Landeschefin Corinna Miazga – und die heutige Bundeschefin Alice Weidel. In der "Zeit" räumte Weidel 2021 ein, dass sie 2017 bis 2019 Kontakt zu Rohrböck gehabt habe. 2017 zog Weidel erstmals in den Bundestag ein, wurde zudem Chefin der AfD-Fraktion dort. Weidel erklärte damals, sie sei Rohrböck erstmals in Österreich begegnet, bei einem Treffen zwischen Politikern und Unternehmern. Dorthin sei sie von AfD-Kollegen eingeladen worden. Rohrböck habe ihr angeboten, sie zu beraten. Textnachrichten, die der "Zeit" vorlagen, zeigen: Der Kontakt damals war offenbar eng. Nach Informationen von t-online soll mindestens ein Mann, der in direktem Kontakt zu Rohrböck steht, damals zudem in Weidels Büro angestellt gewesen sein. Auch das ist eine Methode, die Rohrböck heute noch pflegen soll, um Einfluss auf Politiker auszuüben und Informationen aus ihren Büros zu gewinnen: die Vermittlung von Mitarbeitern. "Rohrböck installiert seine Leute in vielen Büros", sagt ein AfD-Funktionär t-online. Das Interview mit dem NDR vor laufenden Kameras sagte Weidel erst mehrfach ab, schließlich kam sie doch. Die Journalisten fragten Weidel: Ob sie Angst vor Tom Rohrböck habe? Weidel zögerte etwas, wog den Kopf. "Also", sagte sie dann, "man hat natürlich schon Respekt vor bestimmten Sachen, wenn man nicht ausreichend Kenntnis hat, ja." Sein Einfluss in den größten Landesverbänden soll groß sein Weidel hat das Anstellungsverhältnis zu dem Mann in ihrem Büro, der Rohrböck nahe steht, seit einer Weile beendet. Einiges dürfte das mit ihrem Sprecher Daniel Tapp zu tun haben, der inzwischen als Weidels zentraler Berater gilt. In den vergangenen Jahren hat sich die AfD-Chefin einerseits ein eigenes Netzwerk unter Leitung des Fraktionsvizes Sebastian Münzenmaier aufgebaut, das gezielt für sie arbeitet. Die Rohrböck-Verbindungen sind für dieses Netzwerk Konkurrenz, zum Teil gibt es aber auch Überschneidungen. Weidel hat sich zudem dem Lager um Björn Höcke angenähert, dessen Leute in dem Ruf stehen, Rohrböck am feindlichsten gesinnt zu sein. Rohrböcks Einflussnahme auf die AfD setzte das aber kein Ende. Wie weit dieser Einfluss reicht, darüber gehen die Schätzungen weit auseinander. Manche gehen davon aus, dass alle Funktionäre ganzer Landesverbände direkt oder indirekt von ihm angesteuert und sogar gesteuert werden könnten. Andere halten solche Schätzungen für maßlos überzogen. Niemand aber leugnet Rohrböcks Aktivitäten in der Partei. In den vergangenen Monaten erreichten mehrere Hilferufe aus unterschiedlichen Landesverbänden die Parteizentrale. Es sind Brandbriefe, die vor Rohrböcks Strippenzieherei warnen und die Parteispitze auffordern, endlich einzuschreiten. In diesen Briefen wird Rohrböck besondere Macht in den West-Verbänden der AfD Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Bayern nachgesagt. Es sind die größten Landesverbände der Partei. Im Osten soll Rohrböck zudem vor allem in Sachsen wirken. Gegen "Remigration", für eine schwarz-blaue Koalition Vieles an Rohrböck ist mysteriös. Das größte Geheimnis aber ist: Was will er? Wofür will er seinen Einfluss nutzen; in welche Richtung will er die AfD lenken? Keiner der Gesprächspartner von t-online aus der Partei hat auf diese Frage eine abschließende Antwort. Man frage sich das schon seit Jahren, keiner könne es genau sagen, heißt es da. Doch einige Hinweise auf Rohrböcks gewünschte politische Ausrichtung für die AfD hat er in der Vergangenheit selbst gegeben. Deutlich positionierte er sich bei dem Rechercheportal Correctiv zum Beispiel in diesem Januar gegen das Konzept der "Remigration", das Rechtsextreme so gern befeuern und auch der Höcke-Flügel als zentrales politisches Ziel formuliert. "'Remigration' ist aus meiner Sicht menschlich und wohl auch rechtlich unmöglich", sagte Rohrböck da. Die Brandbriefe an die Parteispitze, in denen es um Rohrböck geht, stützen diese mutmaßliche Zielsetzung entgegen einflussreicher Teile der Partei. Sie lassen darüber hinaus erahnen, dass Rohrböck sich die AfD in Regierungsverantwortung wünscht – und zwar unter Umständen auch in einer Koalition mit der CDU. Die Briefe liegen t-online vor. In einem Brandbrief aus dem Landesverband Niedersachsen, den die EU-Abgeordnete Anja Arndt Anfang des Jahres an die Parteispitze richtete, sind WhatsApp-Nachrichten dokumentiert, die der AfD-Politiker Main Müller mit Rohrböck selbst sowie mit seinem Landeschef Ansgar Schledde austauschte. Müller ist eigentlich kein relevanter Funktionär – doch die von ihm dokumentierten Nachrichten zählen zu den jüngeren Belegen für Rohrböcks mögliche Ziele sowie seine Methoden im Umgang mit AfD-Politikern. Maximilian Krah: "Ich fragte nach seinem Rat" Müller schreibt in einer Nachricht an Rohrböck, Maximilian Krah – ehemaliger EU-Spitzenkandidat der AfD und heutiger Bundestagsabgeordneter – habe ihm den Kontakt zu Rohrböck empfohlen. Krah bestätigt das t-online. "Rohrböck kennt die Partei bekanntermaßen lange, verfügt über tiefen Einblick", so Krah. Er selbst habe sich mit Rohrböck ein einziges Mal persönlich getroffen, nachdem er 2024 einer parteiinternen "Intrige" zum Opfer gefallen sei. "Ich fragte nach seinem Blick auf die Dinge, nach seinem Rat." Seither habe er "isoliert, sporadisch, in keiner Art und Weise systematisch" Handykontakt mit Rohrböck. Zudem hat Krah außerdem eine inhaltliche Kehrtwende vollzogen: War er früher ein Verfechter der "Remigration" und bewarb den Begriff offensiv, kämpft er seit circa anderthalb Jahren mit Vorträgen in der Partei sowie mit Äußerungen in Medien öffentlich dagegen an. Seinem Parteikollegen Main Müller habe er den Kontakt zu Rohrböck empfohlen, weil der in einer ähnlich schwierigen Lage gewesen sei wie er 2024 und unter parteiinternem Druck gestanden habe, so Krah. "Ich habe ihm gesagt: Pass auf, es gibt jemanden, der weiß, wie die Partei funktioniert. Hör dem einfach mal zu." Doch wie andere WhatsApp-Nachrichten zeigen, hörte Müller sich weiter zu Rohrböck um. Seinen Landeschef Ansgar Schledde fragte er, ob Rohrböck für "M+M" sei – ein Kürzel für eine gewünschte Parteispitze aus Maximilian Krah und dem gemäßigt auftretenden NRW-Landeschef Martin Vincentz. "So in der Art", antwortete Landeschef Schledde demnach. Und: "Er ist für schwarz blau." "Sie können nichts tun, ohne dass wir es wissen" Müller und Rohrböck traten also über WhatsApp in Kontakt. Doch Rohrböck brach diesen Kontakt offenbar rasch ab. Der Grund: Müller hatte einen Bürgerdialog mit Björn Höcke zum Thema "Remigration" besucht. In einer WhatsApp-Nachricht ließ Rohrböck Müller deutlich wissen, dass er von dessen Teilnahme dort wisse. "Es ist nicht möglich sich da zu bewegen ohne dass es unsere Leute wissen", schrieb er unter anderem an Müller. Und: "Mein Umfeld kennt jeden. Und sie können nichts tun ohne dass wir es wissen". Offenbar kappte er wegen des Kontakts zu Höcke und Müllers Weigerung, ihn zu beenden, den Draht zu Müller. "Vertrauen vorm dem Anfang (sic!) schon beschädigt", schrieb er da. "Empfehle den Wechsel in den LV [Landesverband] Thüringen". Auf Anfrage von t-online nach diesem WhatsApp-Austausch teilt Rohrböck mit: Müller habe "irgendwie wie von Björn Höcke verzaubert" gewirkt. Er habe Müller empfohlen, "doch seinen Wohnsitz ins romantische Thüringen zu verlegen", so Rohrböck. "Mehr Kontakt war nie." Erstaunt sei er gewesen, dass Krah ihm den Kontakt zu einem "offensichtlichen Rechtsradikalen" gab. Main Müller teilte t-online nach Erscheinen dieses Textes mit: "Ich bin kein Rechtsradikaler, ich stehe fest auf dem Boden des Grundgesetzes." Nicht Rohrböck habe den Kontakt zu ihm abgebrochen, sondern er habe den "Psychoterror beendet", indem er Rohrböck auf WhatsApp gesperrt habe. "Mir war zu diesem Zeitpunkt gar nicht klar, dass ich mit Tom Rohrböck schreibe, denn er wurde mir von Krah nur als 'Ansgars Mehrheitsbeschaffer' vorgestellt", so Müller weiter. "Dass es sich dabei um Rohrböck handelt, habe ich erst später erfahren." * Krah, Vincentz, Schledde weisen Rohrböcks Einfluss zurück t-online hat Krah sowie den Landeschefs Schledde und Vincentz, denen eine besondere Nähe zu Rohrböck nachgesagt wird, lange Fragenkataloge geschickt. Sie antworteten mal mehr, mal weniger ausführlich. Ähnlich wie Krah räumte NRW-Landeschef Vincentz ein, Rohrböck einmal persönlich getroffen zu haben – er sei ihm vor ein paar Jahren am Rande einer Veranstaltung in Bayern vorgestellt worden. "Wir unterhielten uns, wir tauschten Nummern aus", so Vincentz. Seitdem schicke Rohrböck ihm hin und wieder aus dessen Sicht relevante Zeitungsartikel. "Das war's – eine Beratung, erst recht gegen Bezahlung, findet nicht statt", sagt Vincentz. Das betont auch Krah: Geld sei nie geflossen, weder von ihm an Rohrböck noch von Rohrböck oder ihm nahestehenden Unternehmen an ihn. Auch auf Schloss Fuschl sei man nie gewesen, sagen Vincentz und Krah. Ebenso wenig habe man Gespräche mit dem Ziel einer Koalition mit der CDU oder einer eigenen Kampfkandidatur um die Posten als Parteichefs geführt. Der niedersächsische AfD-Chef Ansgar Schledde antwortet auf den Fragenkatalog von t-online nicht selbst, sondern lässt Sonja Nilz, Generalsekretärin des Landesverbands, antworten: "Die AfD Niedersachsen nimmt zu Gerüchten, Spekulationen oder sonstigen Behauptungen aus dem politischen Raum grundsätzlich keine Stellung", teilt sie unter anderem mit. Sie könne jedoch versichern, dass die zuständigen Gremien der AfD Niedersachsen "eigenverantwortlich", "unabhängig" und "auf Grundlage der geltenden Satzungs- und Verfahrensbestimmungen" arbeiteten. Richtungsentscheid in Bayern – gegen Rohrböck Wie sehr Rohrböck Parteipolitik machen und Mehrheiten kippen kann, zeigte sich an diesem Wochenende dann in Bayern – allerdings nicht mehr im Sinne Rohrböcks. Auf einem Landesparteitag wählte die AfD Bayern einen neuen Vorstand, inklusive eines neuen Landeschefs. Zuvor hatte sich Reinhard Mixl gegen den bisherigen Landeschef Stephan Protschka in Position gebracht. Beide sitzen für die AfD auch im Bundestag. Die Verhältnisse im bayerischen Landesverband sind komplex, Frontlinien verlaufen durch unterschiedliche ideologische Lager. Zwei Männer aber positionierten sich deutlich: Auf der einen Seite trat Björn Höcke in Bayern als Unterstützer für das Lager um Protschka und die Co-Fraktionschefin Katrin Ebner-Steiner auf, auf der anderen Seite Maximilian Krah als Unterstützer für das Lager um Herausforderer Mixl. Der bayerische Landesverband gilt historisch gesehen als Einfallstor für Rohrböcks Einflussnahme in der AfD. Schon die Recherche von "Zeit", NDR und WDR dokumentierte anhand von WhatsApp-Nachrichten den engen Kontakt zwischen Rohrböck und der damaligen Landeschefin Corinna Miazga. Dieses Mal aber warnte der aktuelle Landeschef Stephan Protschka in einem Brandbrief an die Bundesspitze vor dem Parteitag vor einer Einflussnahme durch Rohrböck im Süden. "Mittelbar" habe dieser "Druck auf einzelne Abgeordnete ausgeübt". Weiter heißt es in dem Brief: "Wer sich nicht fügt, muss damit rechnen, dass Geschichten gegen ihn in Umlauf gebracht werden." Dem Rohrböck-Netzwerk scheinen dafür mehrere Möglichkeiten offenzustehen: Ein AfD-Influencer, der seit Jahren über Intima der Partei berichtet, gilt ebenso als Rohrböck-nah wie mehrere Internetseiten, auf denen sich Texte über AfD-Personal finden lassen. Nach Protschkas Brandbrief und noch vor dem Landesparteitag in Bayern fasste die AfD-Bundesspitze um Weidel den öffentlichkeitswirksamen Anti-Rohrböck-Beschluss. Und die – vielleicht nur nachgesagte – Verbindung zu Rohrböck wurde offenbar zu einem Nachteil für Mixls Lager. Mixl jedenfalls zog seine eigentlich angekündigte Kampfkandidatur gegen Protschka am Ende zurück – unter Verweis auf fehlende Mehrheiten. "35 zu 65", schätzte er die Lage im Gespräch mit dem BR am Parteitag ein. Rohrböck-Beschluss dürfte Bundesvorstandswahl beeinflussen Rohrböck weist die Vorwürfe von Protschka von sich. t-online schreibt er: Protschka und Ebner-Steiner seien "Panikmacher", die den "großen Björn Höcke in ihrer Angst angesteckt" hätten. "Höcke forderte dann von Alice Weidel Gefolgschaft ein und Alice Weidel stand vermutlich mal wieder vor Björn Höcke stramm", so Rohrböck weiter. Er kenne "Alice" als intelligent, aber sehr ängstlich. "Ihr fehlt da die Empathie." Mit dem Beschluss der Parteispitze und dem Parteitag in Bayern dürfte Rohrböcks Geschichte in der AfD allerdings noch lange nicht beendet sein. Anfang Juli steht der Bundesparteitag der AfD in Erfurt an, auch hier wird der Vorstand neu gewählt. Und wieder einmal werden die unterschiedlichen Lager aufeinanderprallen: Während der Höcke-Flügel schon seit einer Weile Alice Weidel stützt, gelten Teile der großen West-Verbände und darunter jene, denen eine Rohrböck-Nähe nachgesagt wird, als Unterstützer von Tino Chrupalla . Zwar gilt die Doppelspitze von Weidel und Chrupalla im Bund eigentlich erneut als ausgemacht. Doch der Beschluss gegen Rohrböck könnte die Zustimmungswerte beider zumindest beeinflussen. Schon jetzt dürfte er Pläne hinter den Kulissen erheblich befeuern. Rohrböck mag behaupten, ganz ohne Gedanken an eine deutsche politische Partei "in die blaue Adria" zu springen. Diese Partei aber wird sicher an ihn denken, auch am 4. und 5. Juli in Erfurt. *Transparenzhinweis, 26.06.2026: Die Stellungnahme von Main Müller wurde ergänzt.






Губернаторы России





Губернаторы России
103news.net – это самые свежие новости из регионов и со всего мира в прямом эфире 24 часа в сутки 7 дней в неделю на всех языках мира без цензуры и предвзятости редактора. Не новости делают нас, а мы – делаем новости. Наши новости опубликованы живыми людьми в формате онлайн. Вы всегда можете добавить свои новости сиюминутно – здесь и прочитать их тут же и – сейчас в России, в Украине и в мире по темам в режиме 24/7 ежесекундно. А теперь ещё - регионы, Крым, Москва и Россия.

Moscow.media


103news.comмеждународная интерактивная информационная сеть (ежеминутные новости с ежедневным интелектуальным архивом). Только у нас — все главные новости дня без политической цензуры. "103 Новости" — абсолютно все точки зрения, трезвая аналитика, цивилизованные споры и обсуждения без взаимных обвинений и оскорблений. Помните, что не у всех точка зрения совпадает с Вашей. Уважайте мнение других, даже если Вы отстаиваете свой взгляд и свою позицию.

Мы не навязываем Вам своё видение, мы даём Вам объективный срез событий дня без цензуры и без купюр. Новости, какие они есть — онлайн (с поминутным архивом по всем городам и регионам России, Украины, Белоруссии и Абхазии).

103news.com — живые новости в прямом эфире!

В любую минуту Вы можете добавить свою новость мгновенно — здесь.

Музыкальные новости




Спорт в России и мире



Новости Крыма на Sevpoisk.ru



Частные объявления в Вашем городе, в Вашем регионе и в России