Strom vom Balkon: Noch Millionenbetrag im Fördertopf für Balkonkraftwerke
Das Land bietet weiter finanzielle Förderung für Kauf und Installation kleinerer, steckerfertiger Solaranlagen, allerdings nur noch für eine bestimmte Gruppe. Viele gehen auch ohne Förderung ans Netz.
Mieterinnen und Mieter können in Mecklenburg-Vorpommern weiterhin vom Land eine Förderung für als Balkonkraftwerke bekannte Solarenergieanlagen erhalten. Vier Millionen Euro befinden sich nach Angaben des Schweriner Umweltministeriums noch im entsprechenden Fördertopf. Das Geld für Immobilieneigentümer und -eigentümerinnen ist hingegen schon seit längerer Zeit ausgeschöpft.
Nach früheren Angaben war das Kontingent für Immobilienbesitzer schon im Sommer 2023 mit gut 6.000 Antragstellern ausgeschöpft. Insgesamt seien bislang rund 4,9 Millionen Euro ausgezahlt worden. Davon rund 3 Millionen Euro an Eigentümer und rund 1,9 Millionen Euro an Mieter.
Mieterinnen und Mieter können weiterhin einen Betrag von maximal 500 Euro pro steckerfertiger Photovoltaikanlage und Wohnung für Anschaffung und Installation erhalten. Gefördert werden Anlagen mit einer Mindestleistung von 200 und einer maximalen Anschlussleistung von 800 Watt.
Deutlich mehr Anlagen als Förderungen
Dieses Jahr wurden bis zum 10. Juli laut Ministerium rund 230 Anträge mit insgesamt rund 108.000 Euro ausgezahlt. Im gesamten Vorjahr waren es demnach rund 580 Anträge mit einer Summe von rund 270.000 Euro.
Laut Zahlen der Bundesnetzagentur gingen ungleich mehr Anlagen in MV ans Netz. 2026 waren es bislang schon mehr als 4.100 Anlagen, die auch aktuell als weiterhin betrieben geführt werden. Im gesamten Vorjahr waren es demnach rund 7.600 Anlagen, 2024 rund 7.400. Insgesamt hat die Behörde nach eigenen Zahlen mehr als 29.000 entsprechende Anlagen in Mecklenburg-Vorpommern registriert und mehr als 1,4 Millionen in ganz Deutschland.
Entsprechende Steckersolargeräte sind nach früheren Angaben des Bundesverbands Solarwirtschaft eine sinnvolle Möglichkeit, einen Teil des Strombedarfs kostengünstig selbst zu decken und aktiv die Energiewende mitzugestalten. Attraktiv mache die Geräte, dass Käufer sie selbst in Betrieb nehmen können und die Anschaffungskosten vergleichsweise niedrig seien.
Laut ADAC kostet ein typisches Balkonkraftwerk mit zwei Modulen, Wechselrichter und Halterung aktuell zwischen 250 und 500 Euro. Kommt ein Speicher hinzu, bewege sich der Preis demnach zwischen 700 und 1.400 Euro.
