Mit zunehmendem Alter kann die Kreditsuche zum Spießrutenlauf werden. Wie das Eigenheim oder kreditwürdige Kinder plötzlich zum Rettungsanker werden können. Wer 55 Jahre und älter ist, hat es mitunter schwer, einen Kredit von der Bank zu bekommen. Werden die Kreditanfragen reihenweise abgelehnt, bedeutet das aber nicht automatisch das Aus für das Vorhaben, das man finanzieren möchte. Betroffene können unter Umständen auch über andere Wege an das gewünschte Geld kommen. "Eine Option ist beispielsweise, das Eigenheim zu Geld zu machen, ohne aus der Immobilie zwingend ausziehen zu müssen", sagt Markus Latta vom Verbraucherservice Bayern. Beim sogenannten Umkehrdarlehen oder der Invershypothek wird das Wohnobjekt beliehen. Bürgen können helfen Im Gegenzug gibt es einen Kredit, der erst mit dem Tod der Eigentümerin oder des Eigentümers oder mit dem Verkauf des Hauses fällig wird. Im Idealfall fallen zu Lebzeiten also weder Zins- noch Tilgungszahlungen an. "Das Risiko, dass die Kreditschuld den Immobilienwert übersteigt, trägt in der Regel die Bank", so Latta. Eine weitere Option: "Kreditbeantragende binden einen zweiten Kreditnehmer oder Bürgen - zum Beispiel die erwachsenen kreditwürdigen Kinder - ein", sagt Latta. In einem solchen Fall steigen die Aussichten, dass es mit einem regulären Kredit doch noch klappt, oft erheblich. Die Bürgen haften dann aber mit, sollte es mit der Rückzahlung des Darlehens aus irgendeinem Grund Schwierigkeiten geben.