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Merz weist bei Gespräch mit Bürgern Kritik zurück

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Bei "Am Tisch mit Friedrich Merz" wurde der Kanzler von Bürgern mit massiven Vorwürfen konfrontiert. Merz wies das zurück: "Das geht zu weit." Kurz vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt stellte sich Bundeskanzler Friedrich Merz auf RTL den Fragen von Talkgästen, die an seiner Regierung großteils kein gutes Haar ließen. Die Gäste Friedrich Merz (CDU), Bundeskanzler Oliver Bernt, Ausbildungsbeauftragter, dreifacher Familienvater Matthias Kappis, Bauingenieur und Unternehmer Dr. Maria Bea Merscher, Fachärztin für Kinder- und Jugendmedizin Hannah Clemens, Pfarrerin aus Wernigerode Den Auftakt machte Oliver Bernt aus dem Landkreis Coburg. Der gelernte Bankkaufmann und langjährige Unionswähler wollte von Merz wissen: "Warum kommen wir Familien in Ihrer Politik nicht vor? Und warum lassen Sie uns mit unseren Problemen alleine?" Die Erhöhung des Kindergeldes um vier Euro im Monat halte er für kaum spürbar: "Das ist nichts." Merz wies die Kritik zurück. "Ich finde, Ihre Kritik ist ein bisschen zu hart." Er verwies dagegen auf höheres Kindergeld und einen höheren Kinderfreibetrag sowie eine geplante Steuerentlastung von bis zu 600 Euro im Jahr – Bernt überzeugte das nicht: "Die Familien fühlen sich alleingelassen". "Irgendwelche Flachzangen": Merz reagiert auf Beleidigung von Weidel Tagesanbruch: Die Zahlen sind fatal Kappis: "Wo ist heute Ihr Bierdeckel?" Unternehmer Matthias Kappis vermisste bei Merz den wirtschaftspolitischen Reformer früherer Jahre. Der Bauingenieur, der in Sachsen-Anhalt eine Ferienanlage in einem historischen Schloss betreibt, erinnerte an dessen Bierdeckel-Steuerreform von 2003, die ihn damals begeistert habe. Seine Frage: "Wo sind die innovativen Ideen, die die Wirtschaft nach vorne bringen?" Auch die Abgrenzung zur AfD kritisierte Kappis. Demokratie lebe schließlich vom Wettbewerb um die besseren Ideen. Mit dem Begriff 'Brandmauer‘ konnte auch Merz wenig anfangen: Von diesem halte er "relativ wenig". Eine Zusammenarbeit mit der AfD schloss er dennoch kategorisch aus. "Ich kann nicht halb austreten aus der Europäischen Union, ich kann nicht halb rausgehen aus der Nato , ich kann die CDU nicht halb zerstören." Die AfD gefährde die innere und äußere Sicherheit Deutschlands und pflege engste Verbindungen zu Russland und Putin. Auch für Sachsen-Anhalt ließ Merz keinen Spielraum: Spitzenkandidat Sven Schulze habe die Koalitionsfrage eindeutig beantwortet, zudem gebe es einen entsprechenden Parteitagsbeschluss. Clemens: "Bereuen Sie die Aussage?" – "Nein." Pfarrerin Hannah Clemens aus Wernigerode sprach Merz zunächst auf das "C" in der CDU an und anschließend auf seine umstrittene Stadtbild-Äußerung. Aus ihrer Sicht würden damit Menschen pauschal abgewertet. Auf die Frage der Moderatorin, ob er die Aussage heute bereue, antwortete Merz knapp: "Nein." Er habe damit nie das äußere Erscheinungsbild von Menschen gemeint, sondern Verwahrlosung und Kriminalität in Innenstädten – "mit einem erheblichen überdurchschnittlichen Ausländeranteil. Und über diese Themen wird man ja reden müssen." Auch bei der Rente kamen Clemens und Merz nicht zusammen. Private Vorsorge gehe für viele Menschen in Sachsen-Anhalt an der Lebensrealität vorbei. Merz verwies auf lange Übergangsfristen und verteidigte die Reform: "Wir denken bei dieser Rentenreform in Generationen." Die Kinderärztin Dr. Maria Bea Merscher ging Merz besonders scharf an. "Sehr geehrter Herr Merz, warum brechen Sie Ihren Amtseid, den Nutzen des Volkes zu mehren und Schaden von ihm abzuwenden, und erlassen solche menschenverachtenden, zerstörerischen Gesetze wie das GKV-Spargesetz?", fragte gleich zu Beginn ihres Auftritts – zweifellos die härteste Kritik des Abends. Merz reagierte scharf: "Das geht jetzt ein bisschen über das normale Maß der Kritik hinaus." Er sei bereit, Kritik anzunehmen – aber der Vorwurf eines vorsätzlichen Amtseidbruchs sei "schon ziemlich harter Tobak". " Merscher blieb indes bei ihrer Kritik. Die Einsparungen im Gesundheitssystem träfen aus ihrer Sicht gerade jene Patienten, die besonders auf eine verlässliche Versorgung angewiesen seien, während für die Sanierung von Schloss Bellevue eine Milliarde Euro vorgesehen sei. Ihre Frage: "Wo sind Ihre Prioritäten, Herr Merz?" Gegen die geplante Krankschreibung ab dem ersten Tag beim Arzt habe sie zudem eine Petition gestartet, die bereits 330.000 Menschen unterschrieben hätten. Aus ihrer Erfahrung als Ärztin wisse sie: "Menschen schleppen sich eher krank zur Arbeit, als dass sie blau machen."






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