Stressfreier Urlaub: Diese zehn Regeln sollten Sie auf dem Campingplatz besser beachten
Urlaub auf dem Campingplatz kann herrlich sein: Man ist der Natur nahe, kann nette Leute kennenlernen und richtig ausspannen. Aber auch hier sollte man ein paar Dinge beherzigen.
Camping, das steht für Freiheit, Natur und eine Auszeit vom Alltag. Klar möchte man da mal Fünfe gerade sein lassen. Doch damit sich alle Besucher des Campingplatzes wohlfühlen, braucht es auch dort eine gewisse gegenseitige Rücksichtnahme. Nachbarschaftszoff kann man schließlich auch zu Hause haben – den sollte man sich im Urlaub lieber schenken!
Ein freundlicher Umgang, etwas Umsicht und die Bereitschaft, aufeinander zu achten, tun niemandem weh. Schon kleine Gesten wie das Beachten der Ruhezeiten, ein ordentlich hinterlassener Platz oder ein kurzer Gruß auf dem Weg zum Waschraum tragen zu einer angenehmen Atmosphäre für alle bei. Wer einige grundlegende Verhaltensregeln beachtet, sorgt dafür, dass der Campingurlaub für alle erholsam wird – ganz gleich, ob im Zelt, Wohnwagen oder Wohnmobil.
Campingplatz-Etikette: Bitte beachten
- Nicht über die Parzellen anderer Camper laufen. Auch nicht, wenn es Ihren Weg abkürzt – das gehört sich einfach nicht. Für die Zeit des Urlaubs ist die jeweilige Parzelle wie das Zuhause der darauf Wohnenden. Und man läuft ja auch nicht durch den Garten der Nachbarn, nur weil es kürzer ist.
- Keine gefährlichen Stolperfallen errichten. Das bezieht sich besonders darauf, wenn ein Zelt, ein Pavillon oder ein Vordach aufgebaut wird. Natürlich möchte man alles mit Schnüren und Heringen gegen Windböen absichern – dabei sollte man aber immer darauf achten, wo Wege entlangführen und jemand über gespannte Schnüre stolpern könnte. Besonders abends und nachts werden die schnell übersehen.
- Nicht mit strengen Adleraugen auf die campenden Nachbarn schauen. Jeder möchte doch einen entspannten Urlaub haben – da ist es nicht förderlich, sich sofort zu Wort zu melden, wenn Mitcamper etwas nicht vollkommen korrekt handhaben. Fühlt man sich gestört, kann man natürlich einmal freundlich Bescheid geben, aber bei kleinen, unschuldigen Verstößen gegen die Platzordnung ist ein Wutanfall oder eine Beschwerde beim Betreiber keine angemessene Reaktion.
- Keine Flutlichtbeleuchtung, bitte. Wenn Sie abends draußen sitzen, brauchen Sie natürlich Licht. Und inzwischen gibt es günstige Leuchten mit jeder Menge Power. Allerdings sollten Sie nicht den ganzen Platz mitbeleuchten und so andere, die vielleicht schlafen wollen, daran hindern. Natürlich können Sie die Nacht zum Tag machen – aber lieber nicht wortwörtlich.
- Auf dünne Wände achten. In so einem Zelt fühlt man sich schnell wie in einem gemütlichen, kleinen Zimmer – allerdings verdienen die „Wände“ hier nicht wirklich diesen Namen. Es sind hauchdünne Bahnen aus Kunststoff, und genauso schalldicht sind sie auch. Nämlich gar nicht. Egal ob sie also laut miteinander streiten (was wir für Ihren Urlaub nicht hoffen wollen), Musik hören oder romantischen Gefühlen nachgehen: Ihre Platznachbarn werden das hören. Überdenken Sie also bei geräuschintensiven Aktivitäten, ob es die Mitmenschen stören könnte.
- Bewusst buchen: Auf großen Campingplätzen gibt es Gemeinschaftsbereiche, in denen es auch mal laut und geschäftig zugehen kann. Pool, Restaurant, Spielplatz, Animationsbereich. Meist kann man beim Buchen auswählen, wo man campen möchte. Wer bewusst nahe solch belebterer Areale eine Parzelle mietet, sollte sich dann später nicht über den höheren Lärmpegel beschweren.
- Bitte keine langen Duschroutinen während der geschäftigsten Zeiten. Morgens ist viel los in den Waschräumen – da sollte man sich aus Rücksicht auf die Mitcamper mit der Morgenroutine ein wenig beeilen. Kein Everything-Shower und keine 10-Step-Gesichtsroutine – das können Sie dann zuhause wieder aufnehmen. Beim Campen lieber einmal schnell unter die Dusche, Zähneputzen, fertig.
- Geben Sie den Geräuschen der Natur eine Chance. Campen ist eine bewusste Entscheidung für ein paar Tage an der frischen Luft, nahe an der Natur. Um Vögel singen und den Wind in den Bäumen rauschen zu hören, sollte man die Boombox vielleicht auch mal zuhause lassen und das Handy auf lautlos stellen. Diese Art Sound hat man ja daheim jeden Tag in den Ohren.
- Hunde nicht frei laufen lassen. Das steht ohnehin in fast allen Platzregeln, aber oft glauben Hundebesitzer, ihr Vierbeiner könne ruhig ohne Leine unterwegs sein. Das mag in vielen Fällen auch keine Probleme bereiten, wenn ein Tier gut erzogen ist. Wenn der Hund allerdings vor dem Zelteingang anderer Camper seine Hinterlassenschaften – nun ja, hinterlässt, oder den ganzen Abend bettelnd neben dem Grill der Platznachbarn sitzt, dann deutet das schlicht auf Rücksichtslosigkeit bei den Hundebesitzern hin.
- Nicht den Platznachbarn aufdrängen. Es gibt einen Unterschied zwischen freundlichem Miteinander und gut gemeinter Belästigung – achten Sie also darauf, dass Sie nicht zu aufdringlich die Gemeinschaft mit anderen Campern suchen, wenn dies vielleicht gar nicht gewünscht ist. Man ist sich auf einem Campingplatz zwangsläufig nahe und kann wunderbar nette neue Leute kennenlernen, aber manche Urlauber wollen auch einfach ihre Ruhe. Dann kann es schnell unangenehm werden, wenn Sie sie jeden Abend zum Grillen einladen. Seien Sie also freundlich, aber drängen Sie sich niemandem auf. Natürlich gilt auch das Gegenteil: Wer seine Mitmenschen bloß grimmig anschaut, nicht grüßt und mit niemandem spricht, macht sich ebenfalls nicht beliebt.
