Letzte Station der Ortszeit: Bundespräsident verlegt Amtssitz drei Tage lang an die Ruhr
Das Staatsoberhaupt will kochen, kneipenquizzen, auf der Ruhr rudern: Drei Tage lang wird Frank Steinmeier Hattingen besuchen. Das Ziel der Reise: Sich viel Zeit für Gespräche mit Bürgern nehmen.
Drei Tage lang kommt Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Ende September in die Ruhrgebietsstadt Hattingen, um von dort seine Amtsgeschäfte zu führen. Als Teil der Besuchsreihe „Ortszeit Deutschland“, bei der das Staatsoberhaupt bewusst Regionen abseits der Metropolen besucht, wird er vom 22. bis zum 24. September in der 53.000 Einwohner zählenden Stadt zahlreiche Termine vor Ort wahrnehmen, wie das Bundespräsidialamt mitteilt.
Kochen, rudern, Kneipenquizzen
Auf dem Programm stehen neben einem Bummel durch die Innenstadt unter anderem ein gemeinsamer Kochabend mit Jugendlichen und der Besuch eines Mehrgenerationenhauses. Steinmeier will sich bei seinem Besuch Zeit für viele Gespräche nehmen, bei einem Kneipenquiz mitmachen und beim Rudertraining auf der Ruhr teilnehmen.
Hattingen ist damit die zwanzigste und letzte Station der Reihe für Steinmeier – und nach Espelkamp die zweite nordrhein-westfälische Station. Nach Angaben des Bundespräsidialamtes suche der Bundespräsident dabei bewusst Orte aus, die auf sehr unterschiedliche Weise mit Wandel umgehen.
Was führt den Bundespräsidenten nach Hattingen?
Hattingen an der Ruhr sei wie viele Städte in der Region vom Strukturwandel geprägt, heißt es in der Ankündigung. So stelle der Wegfall der Henrichshütte, einst Stahlwerk mit bis zu 10.000 Beschäftigten, die Stadt bis heute vor Herausforderungen bei der wirtschaftlichen Transformation – insbesondere angesichts angespannter kommunaler Finanzen. Zugleich mache die pittoreske Altstadt im landschaftlich reizvollen Hügelland des südlichen Ruhrgebiets zu einem attraktiven Wohn- und Tourismusstandort mit steigenden Besucherzahlen.
