Viren: Grippezeit beginnt: So ist die Lage in Hessen
Während die Zahl der gemeldeten Influenza-Fälle in Hessen steigt, liegen die Corona-Fallzahlen unter dem Vorjahresniveau. Was das Gesundheitsministerium zum Impfschutz rät.
Der Herbst ist da und damit steht auch die Grippezeit vor der Tür. Bei niedrigen Temperaturen und trockener Luft bleiben Influenzaviren stabiler. Zudem kann sich das Virus in weniger gut belüfteten Räumen leichter verbreiten, wie das Robert Koch-Institut (RKI) erläutert.
Vergangene Woche übermittelten die Gesundheitsämter in Hessen 21 Fälle saisonaler Influenza an das RKI, wie aus dessen Daten hervorgeht. In den vergangenen vier Wochen waren es insgesamt etwas über 100. In denselben vier Kalenderwochen des vergangenen Jahres waren es hingegen deutlich weniger - nur knapp unter 30.
Weniger Corona-Meldungen als 2025
Bei den gemeldeten Corona-Infektionen ist die Zahl hingegen deutlich niedriger als im Vorjahr. Vergangene Woche wurden für ganz Hessen nur 62 Fälle erfasst, während es in derselben Kalenderwoche 2025 über 260 waren.
In den vergangenen vier Wochen bewegte sich die Zahl der gemeldeten Fälle insgesamt allmählich nach oben, erreichte aber insgesamt nur 166. Allerdings testen sich auch deutlich weniger Menschen auf das Virus.
Die Corona-Meldezahlen seien aber nur eine von mehreren Kennzahlen, die für die Einschätzung des Infektionsgeschehens eine Rolle spielen, sagte eine RKI-Sprecherin. Zuletzt war demnach die Viruslast von SARS-CoV-2 auch im Abwasser bundesweit niedrig, stieg aber an.
Ministerium ruft dazu auf, Impfschutz zu überprüfen
Das hessische Gesundheitsministerium appelliert an die Bürgerinnen und Bürger, ihren Impfstatus zu überprüfen. „Impfungen schützen uns in jedem Lebensalter. Besonders für ältere Menschen, Schwangere und Menschen mit Vorerkrankungen können sie dazu beitragen, schwere Krankheitsverläufe zu vermeiden“, sagte Gesundheitsministerin Diana Stolz (CDU).
Zusätzlich rät das Ministerium, bei Erkältungs- oder fieberhaften Symptomen auf Kontakte insbesondere zu älteren und besonders vulnerablen Menschen zu verzichten. Ließe sich der Kontakt nicht vermeiden, könne auf geeignete Masken und gründliches Händewaschen zurückgegriffen werden. „Jede und jeder kann dazu beitragen, sich selbst und andere in der kommenden Erkältungssaison bestmöglich zu schützen“, sagte Stolz.
