Remmo-Clan über Linken-Politiker Ferat Koçak: "Natürlich kennt er mich"
Ein Chat des Linken-Bundestagsmitglieds Ferat Koçak mit einem Berliner Clan-Mitglied sorgte für Wirbel. Nun spricht Issa Remmo über den Politiker. Ein Ex-Linker äußert einen Verdacht. Der Jubel der Linkspartei über den Wahlsieg bei der Abgeordnetenhauswahl in Berlin war schnell getrübt. Ein Chat von einer Linken-Wahlparty machte im Netz die Runde. Es ging um Nachrichten zwischen dem Linken-Abgeordneten Ferat Koçak und Firas Remmo. Die Großfamilie ist wegen etlicher Kriminalfällen in den Schlagzeilen. Zwischenzeitlich drohte über den Remmo-Ärger die Sondierung von Rot-Rot-Grün in Berlin zu scheitern. Koçak gab seine Mitgliedschaft im Innenausschuss des Bundestages auf. Nun äußerte sich Firas Remmos Vater über die Verbindung zu dem Linken-Politiker aus Neukölln . Der Berliner Zeitung "Die Welt" sagte Issa Remmo: "Die haben Ferat auseinandergenommen, was soll er machen?" Und weiter: "Natürlich kennt er mich. Er ist ein seriöser Mensch und sehr höflich." Rot-Rot-Grün: Die Giftliste von SPD und Grünen für die Linkspartei Verzicht: Ferat Koçak zieht sich aus Innenausschuss zurück Der Berliner Koçak gehört seit dem vergangenen Jahr dem Bundestag an. Zuvor war er Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses. Er gab an, über eine Hilfsaktion in Kontakt zu Issa Remmo gekommen zu sein. Dem Wochenblatt "Die Zeit" hatte Koçak seinen Chatverlauf mit Firas Remmo offengelegt. Demnach hat ihm der Remmo-Sohn unter anderem geschrieben. "Bruder, egal was du brauchst, egal was ich für dich tun kann, lass mich wissen." BSW-Politiker spricht von "Mafia-Signature" Auf der Wahlparty am Abend des 20. September waren sowohl Vater Issa Remmo als auch sein Sohn Firas. Der Vater wurde erkannt und gebeten, die Feier zu verlassen. Der Sohn wollte nach eigenen Angaben "ein hübsches Mädchen klarmachen". Unklar bleibt dennoch, warum die Familie öffentlich die Nähe zum Linken-Abgeordneten Koçak suchte. Der frühere Linken-Politiker und jetzige Co-Chef des BSW Fabio de Masi sprach in der "Süddeutschen Zeitung" von einer "Mafia Signature" und erläuterte: "Man bringt in Verlegenheit und fordert Dankbarkeit ein." Die Linke hatte die Wahl in Berlin klar gewonnen. Neben Koçaks Kontakten geriet die Partei wegen antisemitischer Tendenzen in den Fokus. Zudem sorgte das Vorhaben große Wohnungsbaukonzerne zu vergesellschaften für Kritik. Bayerns Ministerpräsident und CSU-Chef Markus Söder drohte gar mit einem Stopp der Mittel aus dem Länderfinanzausgleich. Ungeachtet der Drohungen verständigten sich Linke, SPD und Grüne auf Sondierungsgespräche. In einem Acht-Punkte-Papier formulierten die Partner Bedingungen für eine Zusammenarbeit. Unter anderem heißt es dort: "Wir wollen eine Stadt, in der alle Menschen sicher leben und ihren Glauben und ihre Zugehörigkeit offen zeigen können."
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