Friedensnobelpreis geht an Navanethem Pillay aus Südafrika
Der Friedensnobelpreis geht in diesem Jahr nach Südafrika. Navanethem Pillay wird für ihren Einsatz für Frieden und Völkerrecht ausgezeichnet. Die südafrikanische Menschenrechtlerin Navanethem Pillay erhält in diesem Jahr den Friedensnobelpreis. Das gab das Nobelkomitee in Oslo bekannt. Pillay werde "für ihre Bemühungen um die Förderung des Friedens und des Völkerrechts" geehrt, sagte der Vorsitzende des Nobelkomitees, Jørgen Watne Frydnes. "Die diesjährige Preisträgerin hat maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt werden." Sie sei eine der wichtigsten Rechtsexpertinnen unserer Zeit, sagte Frydnes. "Leider haben wir Navi Pillay nicht erreicht", sagte Frydnes. Deshalb richtete er einen Appell an die Preisträgerin: "Wenn du eine norwegische Nummer anrufen siehst, geh bitte dran, wir würden liebend gerne mit dir sprechen." Konfliktzone Gaza: "Für Frauen ist auch der Gang zur Toilette nachts schwierig" Trump, Xi Jinping , Putin und die Weltordnung: "Trump sagte etwas Unglaubliches" Einsatz gegen Apartheid und Folter Pillay war in Südafrika seit den 1960er-Jahren als Anwältin tätig, verteidigte unter anderem Anti-Apartheid-Aktivisten und setzte sich gegen Folter ein. Später war sie Richterin am Obersten Gerichtshof Südafrikas, am Internationalen Strafgerichtshof für Ruanda und am Internationalen Strafgerichtshof. Sie amtierte als Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte und leitete die Unabhängige Internationale Untersuchungskommission der UN zu den besetzten palästinensischen Gebieten. Die Auszeichnung ist mit zwölf Millionen schwedischen Kronen dotiert, was rund einer Million Euro entspricht. Der Friedensnobelpreis wird am 10. Dezember in Oslo überreicht. Es ist der Todestag des schwedischen Industriellen Alfred Nobel, der die Preise 1895 in seinem Testament stiftete. In diesem Jahr waren insgesamt 287 Kandidaten für den Friedensnobelpreis nominiert – und damit deutlich weniger als 2025. Vorschläge für Preisträger können etwa Kabinettsmitglieder, Universitätsprofessoren, Staatsoberhäupter oder frühere Preisträger machen. Unter den Nominierten waren diesmal 208 Personen und 79 Organisationen.
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