Auftritt vor Parteinachwuchs: Merz warnt SPD und Grüne vor Gesprächen mit der Linken
„Hört auf damit, diesen Weg zu gehen“: Friedrich Merz warnt SPD und Grüne vor einer Zusammenarbeit mit der Linken in Berlin. Beim Deutschlandtag der Jungen Union zieht er eine klare Grenze
Bundeskanzler Friedrich Merz hat SPD und Grüne eindringlich vor einer Zusammenarbeit mit der Linken in Berlin gewarnt. „Wer die politische Mitte stärken will, darf mit Linksradikalen keine Gespräche führen“, rief Merz unter dem Applaus der Delegierten beim Deutschlandtag der Jungen Union in Bonn. „Hört auf damit, diesen Weg zu gehen.“
Die Union werde gegen die Linke kämpfen, sagte der CDU-Chef. „Wir stehen gegen jeden auf, der das Existenzrecht Israels infrage stellt“, sagte Merz. Antisemitismus habe in Deutschland keinen Platz.
Linke, Grüne und SPD in Berlin haben am Morgen ihre Sondierungsgespräche zur Regierungsbildung fortgesetzt. Sie sind auf der Zielgeraden und könnten nach Einschätzungen aus den Verhandlungsteams im Verlauf des Wochenendes abgeschlossen werden. Falls das gelingt, wollen die Parteien umgehend über die Ergebnisse informieren. Der Beginn von Koalitionsverhandlungen ist dann im November zu erwarten, falls bis dahin alle drei Parteien grünes Licht dafür gegeben haben.
Zuvor schlossen die drei Parteien eine Vereinbarung dazu, wie sie im Falle einer Koalition mit antisemitischen Vorfällen in den Reihen der Linken umgehen wollen. Angedacht sind auch Sanktionen bis hin zum Fraktionsausschluss.
