Weinheim: Klassen aus Friedrich-Realschule und DBS-Gymnasium nach Hause geschickt
Weinheim. (RNZ) Positive Corona-Testergebnisse haben an zwei Weinheimer Schulen am Dienstagabend und am Mittwoch weitgehende Vorsichtsmaßnahmen nach sich gezogen. Sowohl am Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium als auch an der Friedrich-Realschule sind Schulklassen vorübergehend vom Unterricht freigestellt und nach Hause geschickt worden – mit der dringenden Bitte, Sozialkontakte zu vermeiden.
Das Gesundheitsamt des Rhein-Neckar-Kreises, mit dem die Stadt Weinheim und die Schulen in Kontakt stehen, entscheidet jeweils, für welche Personen eine Quarantäne angeordnet wird. Die Schulen forderten die betroffenen Schüler und Lehrer dazu auf, zuhause zu bleiben, bis eine Anordnung des Gesundheitsamts erfolgt ist. Insgesamt gibt es vier positive Testergebnisse.
> DBS-Gymnasium: Bereits am Dienstagabend hatte die Schulleitung des DBS-Gymnasiums das Bildungsamt der Stadt Weinheim und die betroffenen Eltern darüber informiert, dass ein Kind aus einer sechsten Klasse positiv auf Corona getestet worden war. Daraufhin wurden 30 Schüler sowie drei Lehrer vorsorglich nach Hause geschickt. Noch am Dienstagabend stellte sich heraus, dass ein weiteres Kind aus dieser Klasse positiv getestet worden ist. Ein weiterer Fall, der am Mittwoch gemeldet wurde, betrifft eine achte Klasse. Auch hier werden die Klasse und die Teilgruppen nach Hause geschickt. Damit sind drei Schüler dieses Gymnasiums positiv getestet. Insgesamt wurden an der Schule – Stand Mittwochmittag – 95 Schülerinnen und Schüler sowie 22 Lehrerinnen und Lehrer vom Unterricht freigestellt.
> Friedrich-Realschule: An der Friedrich-Realschule wurde am Mittwoch bekannt, dass ein Schüler einer neunten Klasse positiv auf Corona getestet wurde. Der Schüler war allerdings zuletzt am Mittwoch vergangener Woche in der Schule. Die Schulleitung hat darauf reagiert und die komplette Stufe neun – 70 Mädchen und Jungen – nach Hause geschickt.
Die gesamte Klassenstufe ist betroffen, weil ein gemeinsamer Technik- und Religionsunterricht stattfindet. Außerdem mussten sechs Lehrkräfte nach Hause gehen. Eltern von Kindern dieser Schule werden per Mail informiert und darauf hingewiesen, dass Sozialkontakte gemieden werden sollen.
Inwieweit die Quarantäne tatsächlich für die gesamte Stufe neun angeordnet wird, entscheidet das Gesundheitsamt unter Berücksichtigung des Zeitpunkts des Auftretens der Symptome.
Oberbürgermeister Manuel Just lobte den hohen Grad an Wachsamkeit an den Weinheimer Schulen und ermutigte die Schulleitungen, diesen "Kurs der Vorsicht" weiterzuverfolgen. Somit sei er zuversichtlich, dass es bei Einzelfällen bleibt und ein größerer Ausbruch, der eine Schulschließung nach sich zieht, vermieden werden kann.
