Invasion? Plage?: Marienkäfer "tanken" zu Tausenden an Häusern auf
Rhein-Neckar. (RNZ/mare) Ist die Wand verdreckt? Das mag sich in diesen Tagen vielleicht so mancher Hausbewohner fragen. Denn viele Häuser sind übersät mit kleinen Punkten. Doch beim genauen Hinsehen stellt sich heraus: Es sind Tausende von Marienkäfern. Dabei handelt es sich nicht um eine Plage oder gar eine Invasion. Die kleinen Krabbler sind aktuell auf der Suche nach einem Winterquartier und tummeln sich deshalb an sonnigen Plätzen.
Das Winterquartier der Marienkäfer soll regenfrei und frostgeschützt sein. Und solche Plätze sind immer schwieriger zu finden, je näher der Winter kommt. Gerade an sonnigen Tagen sammeln sich deshalb die Marienkäfer an solchen Stellen wie eben Hauswänden und Fenster, besonders wenn diese zur Sonnenseite liegen.
Die Ursachensuche ist damit noch nicht abgeschlossen. Denn die Zusammenrottung ist nur eine Etappe von der eigentlichen Reise in wärmere Gefilde. Die Sonnentage wie jüngst in der Region nutzen die Käfer, um eine Pause einzulegen und nochmals "aufzutanken".
Die eigentlichen Winterquartiere finden die kleinen Tiere dann vorwiegend in Hohlräumen wie Mauerritzen oder Dachsparren oder in Gärten. Das Hausinnere selbst ist für Marienkäfer übrigens kein geeignetes Lager für die kalte Jahreszeit: Es ist schlicht zu warm. Die Käfer würden eingehen.
Immer öfter tritt übrigens der asiatische Marienkäfer hier in Europa auf. Im Gegensatz zu den einheimischen Käfern haben sie weit mehr Punkte auf dem Rücken.
Neben Marienkäfern sind im Herbst auch Wanzen auf Wanderschaft. Auch sie suchen Zuflucht für den Winter in Wohnungen oder Kellern. Vorweg: Die Wanzen sind für Menschen nicht gefährlich, übertragen keine Krankheiten. Wer verhindern möchte, dass insbesondere die Stinkwanzen als Untermieter einziehen, sollte darauf achten, bei einer "Invasion" die Fenster und Türen geschlossen zu halten, beim abendlichen Lüften die Lichter auszulassen.
